1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Wemdinger CSU stärkt Oettinger Klinik den Rücken

Jahreshauptversammlung

04.06.2012

Wemdinger CSU stärkt Oettinger Klinik den Rücken

Copy%20of%20Schule_Ewald_Rathgeber_70.tif
2 Bilder
Gottfried Hänsel

Gottfried Hänsel stellt Image-Aktion des Landkreises infrage, weil zunehmend Rangeleien zwischen Nord und Süd ausgetragen würden. Kritik an Erhöhung der Bezirksumlage

Wemding In seinem politischen Bericht anlässlich der Jahreshauptversammlung des CSU-Stadtverbandes Wemding ging Ortsvorsitzender Gottfried Hänsel auf die, wie er sagte, beachtliche Halbzeitbilanz des verhinderten Bürgermeisters Dr. Martin Drexler ein und nannte hier insbesondere den Bau der Turnhalle, die Erweiterung der Mittelschule unter Aufnahme der Grundschule in das Schulareal und die Erschließung des neuen Baugebiets Birket 2. Ferner führte der Ortsvorsitzende Gottfried Hänsel die Aktivitäten des CSU-Stadtverbandes an, einen politischen Abend, die Info-Fahrt nach Wassertrüdingen, Herrieden und Gunzenhausen, die der Innenstadtgestaltung diente, den Ehrenabend mit Bundestagsvizepräsidenten Eduard Oswald, wo Josef Schneid sen. und seine Gattin für ihr Engagement über viele Jahre geehrt wurden, ferner die Winterwanderung zum Schwefelbrünnlein. Aktuell weist der CSU-Stadtverband Wemding 140 Mitglieder auf. Den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer zitierend wünschte Hänsel zum Abschluss, dass ein „Ruck“ durch die CSU gehen müsse, ähnlich wie ihn seinerzeit der frühere Bundespräsident Roman Herzog für Deutschland gefordert hatte.

Einen breiten Raum nahm dann der Bericht aus dem Kreistag ein, den auch der langjährige Kreisrat Gottfried Hänsel einbrachte. Aufgrund der sehr guten Zuführung von über sechs Millionen Euro vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt, sei die Erhöhung der Kreisumlage keinesfalls erforderlich gewesen. Deshalb habe die Kreistagfraktion CSU/JB die Kreisumlage bei 45.6 Prozentpunkten belassen. In diesem Zusammenhang fragte er nach dem Sinn der laufenden Werbeaktion „Wir sind Donau-Ries“, wenn zunehmend Rangeleien zwischen Norden und Süden des Landkreises ausgetragen werden. Als oberflächliches Handeln wertete er auch, dass der Verwaltungshaushalt ohne eingehende Beratung im Kreisausschuss an die Fraktionen weitergereicht worden sei.

Ende der Erhöhungsspirale müsse erreicht werden

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Bereits zum dritten Mal in Folge sei die Bezirksumlage vom Bezirk Schwaben erhöht worden, wodurch in diesem Jahr 26 Millionen Euro vom Landkreis an den Bezirk Schwaben zu leisten sind. Diese Erhöhungsspirale müsse ein Ende haben. Auch auf die hohe Kreisumlage der Stadt Wemding, die derzeit 2,1 Millionen Euro betrage, ging Kreisrat Gottfried Hänsel ein, bemerkte allerdings, dass Wemding im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden zwei kreiseigene Einrichtungen beherberge, das Seniorenheim mit 82 Betreuungsplätzen und 75 Arbeitsstellen und die Anton-Jaumann-Realschule Wemding mit 920 Schülern. Für beide Einrichtungen seien umfangreiche Investitionen erfolgt. Vehement forderte Gottfried Hänsel den Weiterbestand des Oettinger Krankenhauses. Man könne nicht über die Jahre hinweg 15 Millionen Euro in das Krankenhaus investieren und es dann einfach schließen.

Für die Wemdinger und der näheren Region habe das Oettinger Krankenhaus auch eine ideelle Bedeutung, denn nicht wenige Wemdinger seien hier geboren oder medizinisch behandelt worden. Für die Versorgung des Nordrieses und des angrenzenden Mittelfranken sei das Krankenhaus Oettingen von großer Wichtigkeit. Spontan schritten die Versammlungsteilnehmer zur Tat und trugen sich in eine Unterschriftenliste „Rettet das Oettinger Krankenhauses“ ein.

Eine ganze Reihe von Aktivitäten führte Fraktionssprecher Alexander Im an: Die gut besuchte Bürgerversammlung, die Verbreiterung des Fußweges vom ehemaligen Marmorwerk Engelhardt zum alten Lagerhaus, die Erneuerung der Erschließungsleitungen in der Harburger Straße, die Erweiterung des Baugebiets Birket 2 um 15 Bauplätze, wovon 2 bereits bebaut würden und gerade die Fahrbahnerschließung erfolgte, eine neue Planung für ein Baugebiet in Amerbach, den Radweg nach Amerbach, der allerdings fortgeführt werden sollte, das Altstadtförderprogramm, das bei einem Leerstand von 50 Gebäuden erste Erfolge zeitige, Gehwegsanierungen unter den Arkaden und am VG-Gebäude und in der Weißenbachstraße und nach so vielen Baumaßnahmen die Teillösung des Ärzteproblems mit neuen Praxen der Ärzte Dr. Oberfeld und Dr. Specht.

Befriedigende Kassenlage des Stadtverbandes

Von einer befriedigenden Kassenlage berichtete Kassenverwalter Ralf Richter. Nach der Entlastung der Vorstandschaft erfolgte die Neuwahl der Delegierten und Ersatzdelegierten zur Kreisvertreterversammlung für die Nominierung der Kandidaten zur Bundestags- und Landtagswahl. Im Bericht der Jungen-Union, vorgetragen von JU-Vorsitzenden Peter Held, wurde eine gewisse Stagnation wahrgenommen, was von der beruflichen Belastung der Mitglieder herrühre. Zwanzig Mitglieder umfasse derzeit die Junge Union. (pm)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
_AKY1876.JPG
Justiz

Amtsgericht Nördlingen: Rätsel um Schlägerei gelöst

ad__starterpaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket