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Wiesenweihe

18.08.2014

Weniger Brutpaare, aber beste Fortpflanzungsrate

Sicht aus dem Oktokopter auf ein Gelege.
Foto: Konrad Bauer

Betreuer mit Entwicklung zufrieden

Von Mitte April bis Mitte August arbeiteten die Gebietsbetreuerin Judith Kronberg und der ehrenamtliche Wiesenweihenbetreuer Konrad Bauer an der Erfassung und dem Schutz der Wiesenweihen im Ries. Nun können sie sich über einen guten Bruterfolg und eine herausragende Fortpflanzungsrate freuen, obwohl heuer weniger Wiesenweihenpaare im Ries brüteten als in den Vorjahren.

Mit zwölf Wiesenweihenpaaren liegt die Brutpaarzahl unter der der vergangenen vier Jahre.

Dennoch befindet sich die Fortpflanzungsrate – das bedeutet die Anzahl der flüggen Jungvögel pro Brutpaar – auf dem Höchststand seit Beginn des Artenhilfsprogramms Wiesenweihe im Jahr 1999. „Zehn der zwölf Brutpaare waren erfolgreich und zogen insgesamt 40 flügge Jungvögel groß“, so die Gebietsbetreuerin.

Hervorragende Zusammenarbeit mit den Landwirten

Der gute Bruterfolg ist zum einen auf die hervorragende Zusammenarbeit mit den Rieser Landwirten zurückzuführen.

Die Landwirte arbeiteten alle äußerst kooperativ mit den Wiesenweihenschützern zusammen und ließen Schutzflächen um die Horststandorte herum stehen. Erst, als die Jungvögel flügge waren, ernteten sie diese Restflächen ab.

Zum anderen setzt Bauer seit 2012 einen Oktokopter zur Horstkontrolle ein. Durch die Kontrolle aus der Luft werden keine Duftspuren ans Nest gelegt, die Beutegreifer wie den Fuchs anlocken könnten. Auch das wird als Grund für die gute Fortpflanzungsrate angenommen. „Die Zahlen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg im Wiesenweihenschutz sind“, so Bauer.

Träger der Gebietsbetreuung sind die beiden regionalen Naturschutzvereine Rieser Naturschutzverein und Schutzgemeinschaft Wemdinger Ried sowie der Landkreis Donau-Ries.

Unterstützt wird das Projekt durch den Bayerischen Naturschutzfonds (BNF) und den Europäischen Sozialfonds (ESF). (RN)

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