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Beschäftigung

06.01.2019

Wenn Senioren im Pflegeheim zum Akkuschrauber greifen

Auch Karl-Heinz Enßlin, Vorsitzender des Heimbewohner-Vertretungsgremiums, hat sich schon in der neuen Werkstatt umgeschaut.
Bild: Timo Schenk

Seit kurzem ist das Pflegezentrum im Nördlinger Bürgerheim mit einer Werkstatt ausgestattet.

An der Wand hängen allerlei Werkzeuge und eine ganze Menge an Holz liegt oben auf einem Regal. Wenn man den gefliesten Raum betritt, weiß man sofort, dass man sich in einer kleinen, aber feinen Werkstatt befindet. Diese Werkstatt befindet sich im Pflegezentrum Bürgerheim in Nördlingen.

Mit viel Eigenleistung und unermüdlichem Einsatz hat Betreuungskraft Timo Schenk, der ausgebildeter Schreiner ist, die Werkstatt realisiert. „Für die Umsetzung haben wir unter anderem eine Spende verwendet, die wir im letzten Jahr von der EnBW ODR AG erhalten hatten. Die Idee hatte aber Timo Schenk und auch die Umsetzung und Ausstattung hat er komplett übernommen“, erklärt Heimleiterin Elisabeth Oestringer. Ein Raum für die Umsetzung des Vorhabens war schnell gefunden. „Im Erdgeschoss gab es ein Bad, dass nicht mehr genutzt wurde und nur noch als Abstellraum diente. Viel mussten wir in dem Raum auch gar nicht verändern. Es war sogar praktisch, dass der Raum gefliest ist und es außerdem ein Waschbecken gibt“, sagt Schenk.

Warum es gerade eine Werkstatt war, die im Bürgerheim in Nördlingen entstanden ist, erklärt Elisabeth Oestringer: „Mit der Werkstatt können wir die Bewohner fördern, deren Fähigkeiten bei unseren anderen Freizeitangeboten etwas zu kurz gekommen sind. Gerade die Senioren werden von dem Angebot, das wir mit der Werkstatt anbieten können, angesprochen.“ Lediglich die Ausstattung mit Werkzeugen war nicht von Anfang an geklärt. „Wegen der Werkzeuge haben wir uns dann einfach an verschiedene Firmen gewandt. Vor allem unser Vorsitzender der Heimbewohnervertretung, Karl-Heinz Enßlin, und auch Timo Schenk waren bei diesem Thema sehr eifrig“, so Oestringer.

Eine echte Überraschung sei dann aber die Resonanz der Firmen gewesen, so Oestringer weiter.

„Besonders bedanken möchten wir uns deshalb beim BayWa Bau- und Gartenmarkt in Nördlingen, der Schreinerei Czeschner in Löpsingen, dem Farbengroßhandel Kirchner in Nördlingen, der Schreinerei Pfleiderer in Nördlingen und der Zimmerei Rauter in Möttingen, die uns mit großzügigen Sachspenden unterstützt haben“, betont Elisabeth Oestringer, und Timo Schenk fügt hinzu: „Die Unterstützung durch die Firmen und auch durch Werkzeugspenden von Angehörigen war uns eine große Hilfe, um in der Werkstatt arbeiten zu können. In der Werkstatt gelingt es uns, auch manchmal Heimbewohner, die tief in sich wohnen, wieder zu erreichen.“ (pm)

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