Newsticker
RKI meldet 17.855 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 129
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Wenn das Löschwasser im Wald fehlt

Brände

24.11.2019

Wenn das Löschwasser im Wald fehlt

Die neue Gülleverordnung hat Konsequenzen für die Feuerwehren im Landkreis.
Foto: Alexander Kaya

Die neue Gülleverordnung stellt die Feuerwehren im Landkreis Donau-Ries vor ein Problem.

Der Klimawandel mit seinen weitreichenden Folgen macht mittlerweile auch den Feuerwehren im Landkreis Sorgen. Insbesondere die heißen Sommer mit Flächen- und Waldbränden lassen die Verantwortlichen darüber nachdenken, wie sich ihre Wehren künftig aufstellen sollen, um für derartige Notsituationen gerüstet zu sein.

Kreisbrandrat Rudolf Mieling (Kaisheim) schnitt dieses Thema bei der Herbstdienstversammlung der Kreisbrandinspektion Ries im Fremdingen an. Er sorgt sich besonders um die Löschwasserversorgung bei Bränden auf Flächen (Getreidefelder) und Wäldern. „Bisher waren uns hier die Landwirte eine große Hilfe, weil sie zur Unterstützung in ihren großen Güllefässern Löschwasser zum Brandherd transportieren konnten“, so Mieling. Dies werde künftig nicht mehr möglich sein.

Löschwasser kann nicht mehr abgelassen werden

Nach der neuen Gülleverordnung müssten die Fässer jetzt mit Vorrichtungen ausgestattet sein, mit denen die Gülle mittels Schläuchen direkt in den Boden geleitet werde. Somit könne Löschwasser nicht mehr wie bisher abgelassen werden, in dem man nur einen Schieber öffne. Vor diesem Hintergrund sollten sich die Wehren ernsthaft Gedanken machen, wie Bränden in der freien Natur künftig bekämpft werden sollten. Mieling regte an zu prüfen, ob es nicht möglich wäre, in Waldabschnitten „Löschteiche“ anzulegen, um bei einem Feuer möglichst schnell auf Wasser zurückgreifen zu können. Eine andere Alternative für eine zügige Brandbekämpfung sehe er derzeit nicht. In dem Zusammenhang sei es genauso wichtig, die Waldwege von Ästen und Gestrüpp „freizuschneiden“, damit die Einsatzfahrzeuge zügig zum Brandherd gelangen könnten. Der Kreisbrandrat bat die Vertreter der Wehren, sich derartige Szenarien bewusst zu machen und sich damit auseinanderzusetzen.

Dem Landkreis Donau-Ries dankte Mieling für ein stets offenes Ohr für die Anliegen der Feuerwehren. Gleiches gelte für die Bürgermeister und Gemeinderäte in den einzelnen Kommunen, denen bewusst sei, welch wichtigen Beitrag die Feuerwehrkameraden zum Gemeinwesen eines Ortes leisteten.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren