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09.07.2010

Wichtige Tipps für Zuckerkranke

Nördlingen Insulinpflichtige Diabetiker sollten rechtzeitig vor ihrem Urlaub mit ihrem Hausarzt ihre Reisepläne besprechen. Denn eine Zeitverschiebung zum Beispiel oder das veränderte, persönliche Verhalten im Urlaub können Einfluss auf die Erkrankung haben. Die AOK Nördlingen hat vorab für das Gespräch mit dem Hausarzt wichtige Hinweise zusammengestellt.

Die Blutzuckerwerte können während der Reise und am Urlaubsort stärker schwanken als zu Hause. Dies kann am ungewohnten Klima, Essen, an der Zeitverschiebung oder mehr oder weniger körperlicher Betätigung liegen. Insulinpflichtige Diabetiker sollten daher zirka alle drei Stunden den Blutzuckerwert messen, damit sie schnell darauf reagieren und die Hinweise ihres Arztes berücksichtigen können.

Zum Beispiel sollten Diabetiker für Extremsituationen stets Traubenzucker zur Hand haben, um für einen möglichen Unterzucker gewappnet zu sein. Das gilt nicht nur für Flugreisen, sondern auch bei Reisen mit dem Auto, Bus oder mit der Bahn.

Bei Fernreisen sollten Diabetiker die Zeitverschiebung beachten. So benötigen sie bei einer längeren Flugreise nach Westen, bei der sich auch ihr Tag verlängert, etwas mehr Insulin. Verlängert sich der Tag beispielsweise um sechs Stunden - also einen viertel Tag - erhöht sich auch die benötigte Insulinmenge um etwa ein Viertel. Beim Rückflug oder bei einer Flugreise nach Osten sollten sie die Insulindosis verringern. Vor Ort können sie sich dann an die jeweilige Ortszeit anpassen.

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Betroffene sollten den doppelten Vorrat an Diabetesbedarf mitnehmen. Im Ausland ist es oft schwer, Ersatz zu bekommen. Bei einer Flugreise gehört der Insulinvorrat ins Handgepäck, da er im Frachtraum gefrieren könnte.

Insulinpflichtige Diabetiker brauchen Spritzen, Pen und Blutzuckermessgerät in ihrer Nähe. Das sind Gegenstände, die in Einzelfällen an der Grenze oder am Flughafen als gefährliches Gepäck interpretiert werden können.

In der Regel genügt ein Attest in englischer Sprache mit Angaben zur Medikation und dem nötigen Diabetesbesteck, damit alles mitgenommen werden darf. Das Formular bekommen Patienten zum Beispiel über ihren Arzt, ihre Apotheke oder beim Deutschen Diabetiker Bund. Der Hausarzt muss das Attest ausfüllen und abstempeln.

Das Insulin sollte am Urlaubsort bei einer Temperatur zwischen vier und acht Grad Celsius lagern. In warmen Ländern sollte das Arzneimittel zusammen mit den Teststreifen im Kühlschrank oder in einer Kühlbox aufbewahrt werden. (pm)

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