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Verbrauchertipp

13.05.2015

Wie man auf Mahnschreiben richtig reagiert

Zuerst sollte geprüft werden, ob die Forderung berechtigt ist

Bei den meisten Verbrauchern ist der Schreck groß, wenn ein Brief vom Inkassobüro ins Haus flattert. Hohe Mahnkosten, eventuell die Drohung mit Gericht und Zwangsvollstreckung schüchtern viele Verbraucher erst einmal ein. „Inkassobüros haben jedoch keine besonderen Rechte“, erläutert Gabriele Gers vom Verbraucher-Service Bayern und rät: „Prüfen Sie zunächst in Ruhe, ob der behauptete Vertrag wirksam abgeschlossen wurde und die Hauptforderung berechtigt ist.“ Einer Forderung sollte zudem widersprochen werden, wenn kein wirksamer Vertrag abgeschlossen wurde. Außerdem gelte es, den Widerspruch zu begründen und das Schreiben nachweisbar per Einschreiben mit Rückschein abzuschicken.

Wenn die Forderung unbestritten bleibe, so Verbraucherberaterin Gabriele Gers, könnte das Inkassounternehmen den Zahlungsverzug der Schufa oder einer anderen Auskunftsdatei melden. Verbraucher hätten dann gegebenenfalls Nachteile, wenn Sie einen Handy- oder Kreditvertrag abschließen möchten. Falsch wäre es, aus Angst zu zahlen. „Inkassofirmen dürfen nicht mit Hausbesuchen oder Lohnpfändungen drohen. Melden Sie massive Drohungen am besten dem örtlich zuständigen Amtsgericht.“

Ist die Hauptforderung jedoch berechtigt, sollten Verbraucher unbedingt zeitnah reagieren. „Können Sie nicht zahlen, versuchen Sie, mit dem Unternehmen eine Ratenzahlung zu vereinbaren“, lautet die Empfehlung von Gabriele Gers. Keinesfalls sollte eine Standardratenzahlungsvereinbarung ohne weitere Prüfung vereinbart werden, da diese oftmals verbraucherunfreundliche Konditionen enthalte. Weitere Informationen und individuelle Rechtsberatung erhalten Verbraucher in der Beratungsstelle Augsburg des Verbraucherservice Bayern, Ottmarsgäßchen 8 und unter der Telefonnummer 0821/ 15 70 31. Beratungszeiten sind Dienstag und Donnerstag von 9 bis 17 Uhr. Die Internetadresse lautet: www.verbraucherservice-bayern.de. (pm)

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