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Nördlingen

09.05.2019

Wohnen in Nördlingen: In diesen Vierteln sollen fast 500 Wohneinheiten entstehen

In Nördlingen sollen über 400 neue Wohneinheiten entstehen.
Bild: Issing (Symbolbild)

Plus 175 sind genehmigt, 290 in Planung, für so gut wie jeden Geldbeutel soll etwas dabei sein: In Nördlingen wurden diese Woche die aktuellen Wohnprojekte vorgestellt.

Wer in Nördlingen eine Wohnung oder ein Haus sucht, muss geduldig, ein Stück leidensfähig und solvent sein: Das Angebot ist gering und oft hochpreisig.

Laut der Internetplattform Immowelt sind die Preise für Mietwohnungen zwischen 2008 und 2018 um satte 68 Prozent gestiegen, die von Eigentum sogar um 93 Prozent. Doch nun könnte in den angespannten Markt etwas Bewegung kommen. Denn in Nördlingen sind derzeit bereits 175 Wohneinheiten genehmigt, weitere 290 sind in Planung.

Damit komme man auf insgesamt 465 neue Wohneinheiten für die Kernstadt, rechnete Stadtbaumeister Hans-Georg Sigel den Mitgliedern des Bauausschusses am Mittwochabend vor. Und bei 118 davon kann man davon ausgehen, dass auch Menschen mit einem geringeren Einkommen zum Zug kommen: Sie werden im Rahmen von gefördertem Mietwohnungsbau angeboten oder zu moderaten Mietpreisen zur Verfügung gestellt werden. Konkret plant etwa die Gemeinnützige Baugenossenschaft in der Maria-Penn-Straße 16 Wohneinheiten. Auf dem BayWa-Gelände lässt die Stadt selbst zwei Blöcke mit insgesamt 51 Wohnungen errichten. In der Stollberger Straße will eine Stiftung weitere 36 Wohneinheiten bauen lassen.

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Es sind nicht nur Mehrfamilienhäuser angedacht

Genehmigt sind 56 Wohneinheiten auf dem Triumph-Gelände, 33 auf dem ehemaligen Stabilus-Gelände, acht in der Luckengasse, 13 in der Wemdinger Straße, vier in der Herlinstraße und neun im Krippenweg. Zahlreiche Projekte befinden sich noch in der Planungsphase. Wie berichtet, sollen auf dem Strenesse-Gelände 95 Wohneinheiten entstehen. Angedacht sind dort nicht nur Mehrfamilienhäuser, sondern auch Einfamilien- und Doppelhäuser (weiterer Bericht folgt). 23 Wohnungen sollen zusätzlich auf dem BayWa-Gelände gebaut werden und im Eger-Viertel sind 70 geplant – um nur die größten Projekte zu nennen. Nicht miterfasst seien eine Vielzahl kleinerer Projekte gerade im Altstadtbereich, sagte Sigel. Auch das Döderlein-Gelände wurde nicht beachtet, auch dort sind bislang Wohnungen angedacht. Sigel zählte aber auch 65 Baulücken, 30 gering bebaute Grundstücke und 54 leer stehende Wohngebäude im Bereich der Kernstadt auf.

Oberbürgermeister Hermann Faul berichtete in der Ausschusssitzung vom vergangenen Neubürger-Empfang. Die Teilnehmer hätten gesagt, es sei für sie kein Problem gewesen, eine Wohnung in Nördlingen zu bekommen. Allerdings kämen immer wieder Bürger zu ihm in die Sprechstunde, die sich eine bessere Wohnung wünschten. SPD-Fraktionsvorsitzende Rita Ortler meinte, es sei eine Sache des Geldbeutels, ein Zuhause in Nördlingen zu finden: „Ich kenne auch einige Leute, die sagen, sie können sich das nicht leisten.“ Hermann Faul entgegnete, dass man sicher leichter eine Wohnung finde, wenn man bereit sei, zehn Euro Miete pro Quadratmeter zu bezahlen.

Viele Wohnprojekte entstehen auf ehemaligen Industrieflächen

CSU-Fraktionsvorsitzender Jörg Schwarzer wollte wissen, welche Projekte in den Stadtteilen anstehen. Stadtbaumeister Sigel antwortete, dass man die noch nachliefern könne. Schwarzer lobte mit Blick auf den Flächenverbrauch, dass viele Projekte auf ehemaligen Industrieflächen entstünden. Grundsätzlich sah Wolfgang Goschenhofer, Fraktionsvorsitzender Grüne/Frauenliste, das Thema Nachverdichtung ebenfalls positiv. Er war aber auch der festen Überzeugung, dass in der Altstadt bereits ein (End-)Punkt erreicht sei: Die restlichen Grünflächen sollten unangetastet bleiben, forderte er.

Oberbürgermeister Hermann Faul erinnerte an die neue Kneippanlage, die an der Stelle eines Hauses entstanden sei.

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