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Krise

29.01.2021

Zahl der Arbeitslosen im Ries steigt weiter

Die Krise macht dem Arbeitsmarkt auch im Ries zu schaffen. Steigende Arbeitslosenzahlen im Januar sind aber nicht ungewöhnlich.
Foto: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Im vergangenen Monat haben im Ries über 200 Menschen ihre Arbeit verloren. Doch selbst in der Krise ist die Gesamtzahl der Arbeitslosen gering. Es gibt viele offene Stellen

Die Arbeitslosenquote im Ries liegt zum neuen Jahr bei 2,8 Prozent. Das meldet die Agentur für Arbeit für den Geschäftsstellenbezirk Nördlingen. Im Dezember lag sie der Meldung zufolge noch bei 2,3 Prozent. Insgesamt sind 895 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 163 mehr als vor einem Monat und 207 mehr als vor einem Jahr. Im Dezember haben sich demnach 305 Personen neu arbeitslos gemeldet, davon kamen 213 aus einer Erwerbstätigkeit. Dagegen konnten 143 ihre Arbeitslosigkeit beenden, davon nahmen 46 eine Beschäftigung auf.

Für den Januar meldet die Arbeitsagentur 50 neue Arbeitsstellen, 18 weniger als im Dezember. Im Vorjahresvergleich verzeichnet die Agentur einen Rückgang um 40 Stellen oder 44,4 Prozent. Im Geschäftsstellenbezirk Nördlingen sind aktuell 394 offene Stellen gemeldet, 33 weniger als im Vormonat und 88 weniger als vor einem Jahr.

Arbeitsplätze im Ries: Gesucht werden Maschinenführer und Klimatechniker

Gesucht werden aktuell Arbeitskräfte in den Bereichen Lager, Bauelektrik, Maschinen- und Anlagenführer, Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik, Kranführer, Metallbearbeitung, Holz-, Möbel-, Innenausbau, Maschinenbau, Berufskraftfahrer und Physiotherapie.

Die Entwicklung im Ries entspricht somit der in der gesamten Region. „Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Donauwörth mit den Landkreisen Dillingen, Donau-Ries, Günzburg und Neu-Ulm hat sich im Januar verschlechtert“, sagt Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth. So stieg die Ar-beitslosenquote auf 3,1 Prozent, im Vorjahr lag sie noch bei 2,4 Prozent. Aktuell sind 9804 Menschen in den vier nördlichen Landkreisen Schwabens arbeitslos gemeldet.

Besonders Männer von Arbeitslosigkeit im Ries betroffen

Insbesondere bei Männern ist die Arbeitslosigkeit gestiegen, 712 Männer mehr als im Vorjahr sind arbeitslos gemeldet, bei den Frauen beträgt diese Zahl 343. Die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Januar sei üblich, erklärt Paul. „Der Grund sind saisonbedingte Entlassungen in der Winterzeit und auslaufende Arbeitsverträge zum Jahresende. Außerdem machen sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Strukturwandel deutlich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar.“

 

Unternehmen, die den strukturellen Wandel meistern müssen, stehen seiner Einschätzung nach mit den Auswirkungen der Pandemie vor einer Doppelbelastung. Die Kurzarbeit sichere angesichts der aktuellen Beschränkungen sehr viele Arbeitsplätze. Das halte den Arbeitsmarkt bislang vergleichsweise robust, analysiert der Geschäftsführer. Mittelfristig würden jedoch die vor der Krise dominierenden Themen – Fachkräftesicherung, Transformation und Demografie – nach der Krise wieder in den Vordergrund rücken. (pm)

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