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Feier

04.07.2017

Zum Gedenken an Gerda Schupp-Schied

Am Gedenkstein beim Kaufertsberg von links: Hansjörg Schupp, Hans Frei, Erwin Seiler, Reinhard Caesperlein und Friedrich Deuter.
Bild: Benninger

Stein und Baum für die Brauchtumsfreundin am Kaufertsberg

Über ein halbes Leben erkundete sie das alte Rieser Brauchtum, schrieb darüber und hielt es mit Freunden in Ehren: Am 6. Juli 2014 ist Gerda Schupp-Schied verstorben. Jetzt gedachten Witwer, Verwandte und zahlreiche langjährige Lebensbegleiter mit der Setzung eines Gedenksteines der allseits bekannten und beliebten Brauchtumsfreundin, am Kaufertsberg, nah ihrem langen Lebensort.

Zunächst war die 1939 in Lechhausen Geborene als Lehrerin in Appetshofen tätig, nach der Geburt ihrer Tochter erkundete sie vermehrt das alte Rieser Leben. So schrieb sie bereits ab 1970 ihre später zur Tradition gewordene Rieser-Nachrichten-Kolumne „So war’s einmal im Ries“ und für die Nordschwaben-Zeitschrift „Der Daniel“.

Dessen damaliger Chefredakteur und heutiger Bezirksheimatpfleger Professor Dr. Hans Frei erinnerte nun an die vielen weiteren Tätigkeiten Gerda Schupp-Schieds. So hatte sie auch bereits zum 100-jährigen Jubiläum der örtlichen Feuerwehr 1975 die Rieser Brauchtumsfreunde Appetshofen-Lierheim gegründet. Diese hatten nun um Friedrich Deuter, der auch das Programm moderierte, die Feier mit ausgerichtet. In der Folge schrieb Schupp-Schied Volkskundeartikel auch für den Schwäbischen Hauskalender und erarbeitete Beiträge für das Schwabenradio, Radio N-Schwaben sowie etliche Festschriften.

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Sie gestaltete viele Ausstellungen und leitete Volkstanzmusikabende in der Appetshofener „Gans“. Gerda Schupp-Schied hielt zahlreiche heimatkundliche Vorträge und wirkte mit den Brauchtumsfreunden an vielen Museumsnachmittagen in Maihingen und Oberschönenfeld oder historischen Stadt-, Markt- und Dorffesten.

Von 1982 an gestaltete und dokumentierte sie 30 Jahre viele Veranstaltungen der Rieser Kulturtage und begann zahlreiche Bücher, vor allem im Rieser Heimatverlag Steinmeier, zu veröffentlichen. Vielen dürften Titel wie „Werktehäs ond Sonntefleisch“, „Aus’m Krätzatuach“ oder „Vo Leit ond Viecher“ noch gut in Erinnerung sein. Helga Steinmeier ermöglichte jetzt mit vielen weiteren Sponsoren auch die Aufstellung eines Baumes sowie der Gedenktafel, die jetzt die Enkelinnen Ida und Emma enthüllten und Pfarrer Reinhard Caesperlein segnete. 1988 hatte Schupp-Schied die ebenfalls Jahrzehnte dauernde Partnerschaft mit dem österreichischen Heimatbund Neukirchen gegründet. Von diesem bekam sie 1998 auch ihre erste Auszeichnung, der noch weitere folgen sollten. So 2001 der Rieser Kulturpreis, 2011 die Bayerische Verfassungsmedaille und 2012 die Dankurkunde der Gemeinde Möttingen.

Auch deren Bürgermeister Erwin Seiler, selbst einmal Schüler bei Gerda Schupp-Schied, erinnerte daran, wie viel Zeit und Engagement die Verstorbene Zeit Lebens in das Dorfleben eingebracht und dieses durch ihre Beiträge dokumentiert habe. Schließlich dankte Hansjörg Schupp allen, die seiner Frau die Ehre erwiesen hatten, sowie allen Sponsoren und Helfern, ohne die Steinsetzung und Feier nicht hätten stattfinden können. Diese begleitete der Posaunenchor Appetshofen/Lierheim mit bekannten Volksweisen. Sie klang mit einem Ständchen des Buchdorfer Zwoigsangs sowie Kaffee und Rieser Kiachla im kleinen Festzelt aus.

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