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25.01.2019

Zusätzliche Kiga-Gruppe in St. Martin

PWG will mehr Betreuungsplätze

In den vergangenen Jahren hat Nördlingen große Bemühungen zur Verbesserung der Kinderbetreuung gezeigt. Mit hohem finanziellem Aufwand wurden Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze geschaffen. Dennoch zeigt die Planung des Kindergartenjahres 2019/2020, dass der Bedarf kaum gedeckt werden kann. Die entgegen der Prognosen steigenden Geburtenzahlen und der Zuzug in die Kernstadt – so erfreulich er ist – führen zu Engpässen. Befristet genehmigte Regelplätze am Kindergarten St. Martin fallen weg, wie die PWG in einer Pressemitteilung schreibt. Die Neubaumaßnahme mit Erweiterung am Kindergarten St. Michael bzw. die Ersatzbaumaßnahme mit Erweiterung für das Haus der Kinder lassen noch auf sich warten.

Die PWG und ihr Oberbürgermeister-Kandidat David Wittner setzen sich dafür ein, dass die Stadt in ihren Bemühungen, den Eltern wohnortnahe und insbesondere hinsichtlich der Öffnungszeiten bedarfsgerechte Betreuungsplätze zu schaffen, nicht nachlässt. Nachfragen beim Träger, der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Nördlingen, haben ergeben, dass hierzu kurzfristig am Kindergarten St. Martin eine zusätzliche Regelgruppe eingerichtet werden kann, indem der jetzige Bewegungsraum genutzt wird.

Am Montessori-Kinderhaus könnte durch Nutzung des ersten Obergeschosses ebenfalls eine zusätzliche Regelgruppe geschaffen werden. Beide Maßnahmen wären bei einer durch die PWG geforderten, zügigen Beschlussfassung durch den Stadtrat wohl bereits zum Kindergartenjahr 2019/2020 umsetzbar. Die Stadt sollte in die Position kommen, dass vorausschauend ein Angebot an bedarfsgerechten Plätzen vorgehalten wird mit der Option, dies auszubauen. Denn die Schaffung zusätzlichen Wohnraumes im Bereich des Augsburger Viertels (BayWa-Gelände, Triumphpark, Strenesse-Gelände) werde den Bedarf eines zusätzlichen Betreuungsangebotes auslösen. Dieses könnte beispielsweise bereits im Bebauungsplan für das Strenesse-Gelände vorgesehen werden. Trotz des Neubaus eines Kindergartens im Egerviertel könne man zudem darüber nachdenken, die Kindertagesstätte am Kloster Maria Stern weiter zu betreiben, solange Schule und Fachakademie die Räume nicht benötigen. Im Hinblick auf den Arbeitskräftemangel wird es erforderlich sein, die Betreuungssituation so gut wie möglich auszubauen – gerade und vor allem für berufstätige Frauen mit Familie. Die PWG ist sich im Klaren, dass dies durchaus nicht unerhebliche finanzielle Anstrengungen erfordert. (pm)

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