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11.07.2020

Zwei Aufreger im Alerheimer Gemeinderat

Kritik an Landkreis und Landesamt wird laut

Bürgermeister Christoph Schmid und der Alerheimer Gemeinderat trafen sich vor der öffentlichen Sitzung mit der Vorstandschaft der SG Alerheim, um vor Ort über die Lage des neuen Ausweichspielfeldes zu diskutieren. Eine Lösung war schnell gefunden: Es wird, wie vor allem von der SG ge-wünscht, eine parallele Ausrichtung zu den Tennisplätzen geben, da man mit dieser Lösung deutlich weiter von der Klärschlammtrocknung entfernt sei und zumindest „optisch und gefühlt“ näher am Sportheim liege.

Nach dieser einvernehmlichen Lösung hätte es eine durchaus harmonische Sitzung werden können, wenn nicht zwei Ärgernisse die Stimmung getrübt hätten. Zum einen das leidige Thema Zweckverband Gemeinsamer Bauhof. Hier tut sich aktuell immer noch wenig bis gar nichts, der zuständige Sachbearbeiter beim Landesamt für Steuern in Nürnberg sei noch bis Mitte Juli im Urlaub und scheinbar gebe es in ganz Bayern nur eine weitere Person, die solche Fälle bearbeite. Von einer nach einem halben Jahr möglichen „Untätigkeitsklage“ riet Bürgermeister Schmid trotz allem ab, obwohl er die schleppende Abwicklung als „extrem ärgerlich“ empfand. Er schlug vor, zumindest bis Ende Juli abzuwarten und dann in der nächsten Sitzung über das weitere Vorgehen zu beraten.

Ungleichbehandlung der Städte und Gemeinden

Der zweite Aufreger bezog sich auf die trotz eigener Initiativbewerbung Nichtberücksichtigung der Gemeinde Alerheim beim Konzept „Nördlingen mobil“. Als Affront bezeichnete Bürgermeister Schmid die Tatsache, dass sich der zuständige Ausschuss des Kreistages zunächst dafür entschieden hatte, dass man der Gemeinde Alerheim „die Tür vor der Nase zuschlägt“. Obwohl sich im Vorlauf der Sitzung, buchstäblich in letzter Minute, auch aufgrund der Recherchen der Rieser Nachrichten, einiges seitens des Landkreises bewegt habe (die RN berichteten), habe man in Alerheim das Gefühl, „dass nicht alle Städte und Gemeinden im Landkreis gleich behandelt werden“, so Christoph Schmid.

Obwohl die Wogen zwischenzeitlich geglättet scheinen und sich eine Lösung anbahnt, versprach der Bürgermeister: „Ich werde das im Kreistag beobachten, da könnt ihr Gift drauf nehmen.“

Finanzielle Situation trotz Corona befriedigend

Die weiteren aktuellen Informationen des Gemeindeoberhauptes waren dagegen mehr als erfreulich: Die finanzielle Situation der Gemeinde sei trotz Corona befriedigend. Bei der Gewerbesteuer werde es „im Prinzip keine Veränderungen geben“, die Liquidität sei, so Schmid, „überhaupt kein Problem“. Und auch die laufenden Baumaßnahmen gaben kaum Grund zur Klage: Die Ortsdurchfahrt Wörnitzostheim wird aktuell asphaltiert, die Erschließung des Gewerbegebietes geht voran und auch die Sanierung der Straße nach Grosselfingen soll nach der Zusage der beauftragten Firma nun endlich durchgeführt werden.

Auch der Neubau des Feuerwehrgerätehauses, die laut Schmid „Never Ending Story“, ist jetzt so gut wie vom Tisch. Der Rat war sich einig, dass man doch mit der Zusammenlegung Bauhof/Rathaus/Feuerwehrgerätehaus einen „Top-Rahmen“ geschaffen habe, in dem man wunderbar arbeiten könne. Schmid: „Wir haben drei Dinge zum Preis von zweien geschaffen.“ In Zahlen ausgedrückt hat das Projekt insgesamt „nur“ 2,1 Millionen Euro gekostet.

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