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Wirtschaft

08.01.2019

Zwei Baufirmen aus der Region schließen sich zusammen

Arbeiten ab jetzt zusammen: Die Geschäftsführer (von links) Bernhard Raab, Johannes Käser und Harald Frisch.
Bild: Anja Ringel

Thannhauser aus Fremdingen übernimmt das Wallersteiner Unternehmen Frisch. Die Geschäftsführer erklären, mit welchen Herausforderungen sie kämpfen müssen.

Sie kennen sich seit mehr als 20 Jahren und arbeiten schon seit vielen Jahren immer wieder zusammen: Mal hat das eine Unternehmen für das andere asphaltiert, dann das andere gepflastert. Jetzt hat die Firma Thannhauser Straßen- und Tiefbau GmbH das Bauunternehmen Frisch aus Wallerstein übernommen. Durch den Zusammenschluss wolle man die Synergieeffekte nutzen, sagt Geschäftsführer Harald Frisch.

Während sich die Firma Thannhauser auf Straßen- und Tiefbau spezialisiert hat, bietet Frisch mit seiner Firma zusätzlich Hochbau sowie Kanal- und Rohrleitungsbau an. Er wird das erweiterte Unternehmen zusammen mit seinen Kollegen Johannes Käser und Bernhard Raab von Thannhauser leiten.

Zusammenschluss wäre wirtschaftlich nicht nötig gewesen

Die Firma Thannhauser gibt es bereits seit 110 Jahren. Gegründet wurde sie von Zimmermeister Leonhard Thannhauser. 1965 hat das Unternehmen seine erste stationäre Asphaltmischanlage in Fremdingen gebaut. In den darauffolgenden Jahren hat sich das Unternehmen nach und nach vergrößert. Im vergangenen Jahr hat die Firma zum Beispiel ein neues Verwaltungsgebäude errichtet und war unter anderem an den Bauarbeiten an der Wemdinger Unterführung und bei Straßenausbauarbeiten in Möttingen beteiligt. Das Bauunternehmen Frisch ist seit 2008 in Wallerstein.

Der Zusammenschluss wäre wirtschaftlich für beide Seiten nicht nötig gewesen, betont Käser. Man erhoffe sich dadurch jedoch bessere Vorteile am Markt. Sein Kollege Frisch habe zudem die Sorge gehabt, dass er mit seinem kleineren Betrieb den Herausforderungen in der Baubranche nicht mehr gewachsen sein werde. Dazu zähle zum Beispiel die Bürokratie: Die Bauunternehmen müssen laut Käser immer mehr dokumentieren, weshalb der Aufwand größer werde.

Frisch: Der Standort in Wallerstein bleibt erhalten

Ein weiterer Punkt sei die Digitalisierung. Raab erklärt, dass das Geschehen am Bau von der Planung bis zum Gebäudemanagement weiter digitalisiert wird – inzwischen nicht mehr drei- sondern sogar fünfdimensional. Neu dazu kommen laut Raab die Dimensionen Zeit und Kosten. Diesen Strukturwandel möchte man laut Frisch nun gemeinsam bewältigen.

Das Unternehmen werde fortan nur noch unter dem Namen Thannhauser agieren. Der Standort in Wallerstein bleibe jedoch erhalten. „Wir werden dort alle 41 Mitarbeiter weiter beschäftigen“, sagt Geschäftsführer Frisch. Insgesamt 260 Mitarbeiter – davon 22 Auszubildende – arbeiten nun bei Thannhauser. Neben den dazugewonnenen Geschäftsfeldern will das Unternehmen nach Angaben von Geschäftsführer Käser in Zukunft mehr in den Bereich des Baustoffrecyclings investieren. „Durch die hohen Entsorgungskosten wird das Thema Recycling in Zukunft noch wichtiger werden“, meint er.

Thannhauser ist gut ausgelastet

Das Unternehmen sei momentan gut mit Aufträgen ausgelastet, sagt Käser. Sein Kollege Raab fügt hinzu: „Der Verkehr nimmt zu, genauso wie die Belastungen auf den Straßen, weil immer schwerere Güterfahrzeuge unterwegs sind.“ Zudem seien viele Kanäle sanierungsbedürftig.

Im vergangenen Jahr hat die Firma Thannhauser insgesamt 170000 Tonnen Asphalt verlegt und einen Umsatz von 45 Millionen Euro gemacht. Bei Frisch waren es fünf Millionen Euro. Momentan arbeiten die drei Geschäftsführer daran, alle Bereiche beider Unternehmen zusammenzuführen. Denn das Unternehmen soll laut Frisch in den nächsten fünf Jahren in Zeiten der Digitalisierung und des Fachkräftemangels in der Baubranche gut aufgestellt sein.

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