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Rockin' 1000

09.10.2019

Zwei Oettinger sind in Mailand mit 1000 Musikern auf einer Bühne

Sie bezeichnen sich als die größte Band der Welt: Das Projekt „Rockin’ 1000“ fand im Juli in Frankfurt mit Musikern aus dem Ries statt. Einige von ihnen werden am nächsten Konzert in Mailand ebenfalls dabei sein.
Bild: Rudewig

Der Oettinger Musiker Timm Schauen spielt mit einem Schüler des AEG am Wochenende in Mailand bei einem der größten Musikprojekte der Welt – nicht zum ersten Mal.

Inmitten von rund 1000 Gitarristen, Schlagzeugern, Sängern, Bläsern und Streichern zu spielen zählt zu einem Erlebnis, das nicht viele Musiker erleben dürfen. Die Energie zu spüren, die von all den Instrumenten ausgeht. Das jubelnde Publikum zu genießen. Einfach Teil eines riesengroßen Kunstwerks zu sein. Der Oettinger Schlagzeuger und Musiklehrer am AEG, Timm Schauen, darf diesen Moment am Wochenende mit einem Schüler des Big-Band-Orchesters erneut miterleben, der Saxophonist Leo Schneele begleitet ihn. Diesmal treten sie auf dem Flughafen in Mailand auf, wo das Konzert Rockin’ 1000 am 12. Oktober stattfindet. Eine Erfolgsgeschichte.

Das Musikprojekt hat 2015 bei seiner Premiere in Italien zum ersten Mal große Aufmerksamkeit erfahren, in jenem Jahr wurde es ins Leben gerufen. Eines Tages strömten auf die Initiative des heutigen Hauptverantwortlichen Fabio Zaffagnini 1000 Musiker in einen Park im italienischen Cesena, um zusammen „Learn to Fly“ von den Foo Fighters zu spielen – eine der größten Rockbands dieser Tage, deren Sänger und Gitarrist Dave Grohl in seinen musikalischen Kinderschuhen bei Nirvana am Schlagzeug spielte.

Rockin' 1000: Theoretisch kann jeder mitmachen

Alle Teilnehmer in Cesena vereinte damals das Ziel, die Foo Fighters für ihren Tourauftakt in ebendieses Küstenstädtchen zu locken. Das Konzert-Video ging viral. Die Foo Fighters folgten dem Ruf nach Cesena. Das Projekt wurde fortgeführt. Im Juli, vier Jahre nach dem Start, fand ein Rockin’-1000-Konzert in Frankfurt statt. Mit drei Schülern war Timm Schauen ein Teil der „größten Band der Welt“, wie die Formation auch genannt wird.

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Die Rieser Musiker im Juli in Frankfurt (von links): Timm Schauen (51), Bruno (14) und Leon Dürr (16) sowie Tim Bauer (16).
Bild: Rudewig

Wie kommt man nun dazu? Schauen erzählt von seiner ersten Begegnung mit diesem Projekt. „Wow, das ist ja das Tollste, was ich je gesehen habe“, meinte er damals dazu. Auf der Homepage von Rockin’ 1000 habe er schließlich gesehen, dass theoretisch jeder Mitmachen könnte. Also stellte nicht nur er ein Bewerbungsvideo auf die Internet-Plattform Youtube hoch, sondern auch drei seiner Musikschüler: Bruno (spielt seit rund neun Jahren Schlagzeug) und Leon Dürr (seit rund elf Jahren Saxophon) und Tim Bauer (seit etwa sechs Jahren Schlagzeug). Sie überzeugten und wurden in das Projekt aufgenommen.

Auf den Spuren ihrer Lieblingsbands Nirvana, Metallica oder Supercharge standen die jungen Musiker im Juli in der Arena in Frankfurt. Ein „extrem geiles“ Erlebnis, wie Bruno Dirr diese Woche im Musikraum des Oettinger Albrecht-Ernst-Gymnasiums bei einem Interview erzählt. Das Leuchten haben die Jungen immer noch in den Augen, auch wenn sie diesmal aus Zeitgründen nicht mit zum Konzert fahren können, vielleicht klappt es ja beim nächsten Rockin’ 1000 Konzert in Deutschland. Es war für alle ein unvergleichliches Erlebnis.

Ein Video zu Rockin '1000 gibt es hier.

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