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Prozess in Nördlingen

30.06.2018

Zwölf Stämme: Sekten-Mitglied soll Kinder mit Ruten geschlagen haben

Die Zwölf Stämme hatten einst ihren Wohnsitz in Klosterzimmern und erzogen dort Kinder unter Anwendung körperlicher Züchtigung.
Foto: Richard Lechner (Archivbild)

Ein weiterer Strafprozess gegen ein Sekten-Mitglied, das in Klosterzimmern gelebt hat, steht bevor. Zwei Kinder sollen mehrmals mit Ruten geschlagen worden sein.

Es könnte einer der letzten Prozesse der Zwölf Stämme am Nördlinger Amtsgericht sein. Am nächsten Donnerstag muss sich ein Mitglied der Gruppe wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen und schwerer Körperverletzung verantworten. Wie Amtsgerichtsleiter Dieter Hubel auf Nachfrage der Rieser Nachrichten sagt, wird dem Mann vorgeworfen, zwei Kinder mehrmals mit einer Rute geschlagen zu haben.

Zwölf Stämme: Körperliche Züchtigung zählte zum Erziehungskonzept

Es soll noch Zweifel geben, ob der Angeklagte am Donnerstag erscheinen wird. Laut Hubel soll er sich zwar angekündigt haben, obwohl er nun in Tschechien lebt. Hundert Prozent sicher sei solch eine Bestätigung aber nicht.

Die Zwölf Stämme, die einst in Klosterzimmern gelebt und unterrichtet haben, sind als Gruppe nicht mehr in Deutschland. Körperliche Züchtigung, wie Rutenschläge, zählte zum Erziehungskonzept der Sekte. 40 Kinder wurden deshalb 2013 in staatliche Obhut genommen.

Mehrere Mitglieder der Sekte mussten sich wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen bereits vor Gericht verantworten und wurden verurteilt.

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