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Energiespeicher und Solarpark: Wechingen plant vier Energieprojekte

Wechingen

Vier Energieprojekte in Wechingen: Wie Stromspeicher das Dorf verändern könnten

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    Akku-Blöcke in einem Batteriepark: Die Gemeinde Wechingen plant mehrere Energiespeicher und einen Solarpark.
    Akku-Blöcke in einem Batteriepark: Die Gemeinde Wechingen plant mehrere Energiespeicher und einen Solarpark. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild, dpa, Symbolbild

    Wechingen will seinen Beitrag zur Energiewende leisten, sagt Bürgermeister Klaus Schmidt. Die Gemeinde liegt an einer 110-Kilovolt-Stromleitung, die eine Verbindung zwischen den lokalen Verteilnetzen und Höchstspannungsleitungen herstellt. Ein guter Standort für Stromproduzenten und Stromspeicher. Was genau ist geplant in Wechingen?

    Es sind vier Vorhaben von drei verschiedenen Bauherren: zwei reine Energiespeicher, eine große Freiflächenphotovoltaik-Anlage mit Speicher und eine „Windsteckdose“. Gemeinsam ist den Vorhaben, dass Strom gespeichert wird, wenn das Netz ihn nicht aufnehmen kann.

    Der Energiespeicher Gleiwitzfeld soll in Nähe des Umspannwerks Wolfsmühle entstehen

    Reine Speicher sind der „Batteriespeicher Gleiwitzfeld“ und der „Energiepark Wöhrtgwand“. Sie entlasten die Netze bei einem Überangebot an Strom. Dazu wird ein Strommast „angezapft“ und die überschüssige Energie so lange gespeichert, bis das Netz sie wieder aufnehmen kann. Der „Energiespeicher Gleiwitzfeld“ wurde dem Gemeinderat im Juni 2025 von Torben Blum für die Firma FBS-Systems in Augsburg vorgestellt. Vorgesehen ist eine Fläche von etwa 1500 Quadratmetern in der Nähe des Umspannwerks Wolfsmühle.

    Den „Energiepark Wörthgwand“ baut die Firma greenovative aus Nürnberg. 20 – 30 Container sollen den Strom in der Nähe des Mastes mit der Nummer 112 aufnehmen. Die Erstellung eines Bebauungsplans wurde im Mai 2025 beschlossen. Da die Netzbetreiber noch keine Zusage für die Entnahme des Stroms gegeben haben, gibt es aktuell keine weitere Planung.

    Strom nicht nur speichern, sondern auch produzieren wird der „Solarpark Lumpenhof“. Betreiber ist ebenfalls die Firma greenovative aus Nürnberg. Vorgestellt wurde das Vorhaben von Michael Mühling in der Sitzung des Gemeinderats am 8. April. Auf einer Fläche von 12,6 Hektar sollen eine Photovoltaikanlage und Stromspeicher entstehen. Um die Energieerzeugung nachvollziehbar zu machen, gibt es einen Messwert: Der Strom, der durch Heizungen, Industrie und Verkehr in Deutschland pro Jahr verbraucht wird, wird geteilt durch die Zahl der Einwohner. Die geplante Anlage soll den jährlichen Gesamtenergieverbrauch von 474 Personen decken.

    Die Gemeinde muss den Flächennutzungsplan ändern

    Für diese drei Vorhaben hat die Gemeinde die Planungshoheit, sie muss den Flächennutzungsplan ändern und eine Bauleitplanung erstellen. Diese werden öffentlich ausgelegt, sodass sich auch die Bürger ein Bild von den Vorhaben machen und gegebenenfalls Bedenken äußern können. Die Kosten für das Verfahren tragen die Antragsteller. Wer Interesse hat, kann sich zurzeit die Pläne für den „Batteriespeicher Gleiwitzfeld“ ansehen.

    Ein solches Verfahren wäre bei der „Windsteckdose Wolfsmühle“ nicht erforderlich, denn dieses Vorhaben ist „privilegiert“, bräuchte nur eine Baugenehmigung. Auf Wunsch des Bauherrn wird es trotzdem eingeleitet und derzeit vorbereitet. Gebaut werden eine doppelte Trafostation und Stromspeicher. Bauherr ist die Firma Südwerk, die die Freiflächenphotovoltaikanlagen in Hainsfarth und Megesheim betreibt.

    Was hat Wechingen davon?

    Baubeginn wird bei allen Vorhaben vermutlich erst 2027 sein. Und was genau hat Wechingen davon? Die Gemeinde erhält möglicherweise aus dem Betrieb der Anlagen Gewerbesteuer. Ankündigungen über die Größenordnung gibt es bei allen Betreibern, Bürgermeister Klaus Schmidt ist hier aber vorsichtig: Er glaube es erst, wenn er die Steuer auf dem Gemeindekonto habe.

    Daneben könnten auch Bürger von Wechingen profitieren. Der Solarpark Lumpenhof soll eine „Bürgeranlage“ mit einem Vorrangdarlehen werden. Die Wechinger können sich an den Baukosten beteiligen und dann auf eine Rendite von 4,2 Prozent hoffen, so der Bauherr greenovative. Er will das Konzept im Sommer vorstellen. Alle relevanten Termine werden im Mitteilungsblatt der Gemeinde veröffentlicht.

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