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Mönchsdeggingen
12.01.2022

Mönchsdeggingen bewirbt sich für Geopark-Besucherzentrum

Das Kloster in Mönchsdeggingen soll nach Wunsch der Gemeinde Standort für das Geopark Ries Besucherzentrum werden.
Foto: Iris Schatte (Archivbild)

Der Gemeinderat will, dass das geplante Besucherzentrum in Mönchsdeggingen steht. Dafür kommen zwei Standorte infrage.

Die Gemeinde Mönchsdeggingen bewirbt sich für das Geopark Ries Besucherzentrum mit dem Klosterareal als bevorzugten Standort. Das gibt die Gemeinde in einer Pressemitteilung bekannt. Es bestehe Einigkeit zwischen der Eigentümerfamilie, der Gemeinde und der Pfarreiengemeinschaft Reimlingen mit kath. Kirchenstiftung St. Martin für die Bewerbung. Die Eigentümerfamilie biete dafür verschiedene rechtliche Möglichkeiten an, um das gesamte Areal langfristig für ein Geopark Ries Besucherzentrum nutzbar zu machen.

Die Gemeinde Mönchsdeggingen bringt sich finanziell ein und kann sich vorstellen, im Falle des Zuschlags, mit dem gesamten Rathaus, der Gemeindeverwaltung und der gemeindeeigenen Bücherei in die neu geschaffenen Räumlichkeiten einzuziehen, heißt es. Im Geopark Ries Besucherzentrum mit Standort Kloster werde von der Gemeinde Mönchsdeggingen eine Begegnungsstätte für ehrenamtliches Engagement eingerichtet und unterhalten. Der Dorfverein Mönchsdeggingen bringt sich dabei maßgeblich ein. Angedacht ist unter anderem ein „Museum zum Anfassen“ zu entwickeln.

Mönchsdeggingen bewirbt sich für Geopark-Besucherzentrum

Ein besonderes Augenmerk wird dabei laut Mitteilung auch auf die reiche jüdische Geschichte des Ortes gelegt. Es werden Veranstaltungen in den Bereichen Natur- und Kultur initiiert und außerschulische Lernorte geschaffen. Die Gemeinde Mönchsdeggingen hat sich, nach dem Seminar zur Gemeindeentwicklung des Gemeinderates im Oktober 2021, auf die Fahne geschrieben „Geopark-Gemeinde“ zu werden. Dafür wurden bereits konkrete Maßnahmen umgesetzt und weitere sind in Arbeit. So wurde beispielsweise bereits ein Parkplatz in der Almarinstraße für Geopark-Besucher des Lehrpfades „GeotopeKühstein“ ausgewiesen und die Grundschule werde im laufenden Schuljahr das Zertifikat „Geopark Ries Schule“ erwerben. Zwei Mönchsdegginger Bürger haben aktuell das Zertifikat Geoparkführer erworben.

Ein weithin bekanntes Kulturgut wieder mit Leben zu füllen, sei auch ein großer Wunsch in der Bevölkerung vor Ort. Dies ist ein Ergebnis der Bürgerbeteiligung, die im Rahmen des laufenden Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) 2021 durchgeführt wurde. Die einmaligen Vorzüge des Standorts Kloster Mönchsdeggingen seien in der vom Landkreis beauftragten Machbarkeitsstudie für ein Geopark Ries Besucherzentrum deutlich nachgewiesen und dargestellt. Am Standort Kloster Mönchsdeggingen ist der Rieskrater und somit der Geoparkunmittelbar erlebbar, wird in der Mitteilung betont. Die Entscheidung für die Bewerbung in dieser Form und für den Standort Klosterareal Mönchsdeggingen ist im Gemeinderat einstimmig gefallen.

Freizeitpark Almarin als Standort für Besucherzentrum ebenfalls möglich

Dass in Mönchsdeggingen noch ein weiterer möglicher Standort für ein Geopark Ries Besucherzentrum vorhanden ist, belege das Zwischenergebnis der vom Landkreis beauftragen Machbarkeitsstudie. Hier wurden neben dem Kloster Mönchsdeggingen auch die Standorte Geotop Lindle, der Wennenberg in Alerheim und Freizeitzentrum Almarin in Mönchsdeggingen bewertet. Im Ergebnis erreichten das Geotop Lindle und das Freizeitzentrum Almarin die nächsthohe Punktezahl. Auf dieser Grundlage und, da inzwischen eindeutig erkennbar ist, dass die Gründung eines „kommunalen Zweckverbandes“ für die Sanierung und den Betrieb des Almarin in der angestrebten Form leider nicht mehr zu erreichen ist, hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, den Standort Freizeitzentrum Almarin als alternativen Standort für ein Geopark Ries Besucherzentrum anzubieten, heißt es in der Mitteilung.

Das Freizeitzentrum Almarin ist ebenfalls in dem Untersuchungsbereich deslaufenden ISEK der Gemeinde Mönchsdeggingen. (Impulsgeber für die Aufnahme in die Städtebauförderung war dabei die „Eine Woche Almarin“ im April 2018). Sollte im Laufe des beginnenden Entscheidungsprozesses für das Geopark Ries Besucherzentrum eine tragfähige Lösung für die Sanierung und den Betrieb des Hallenbades Almarin entstehen, wird die Gemeinde Mönchsdeggingen die Entscheidungsträger umgehend informieren, so die Mitteilung. (AZ)

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