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Oettingen: Handel stärken mit Konzerten, Begrünung oder Wohnmobilstellplatz

Oettingen

Konzerte, Märkte, Wohnmobilstellplatz: Diese Ideen haben die Parteien, um den Handel zu unterstützen

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    Die Parteien haben viele Ideen, wie man den Handel in der Oettinger Innenstadt unterstützen kann.
    Die Parteien haben viele Ideen, wie man den Handel in der Oettinger Innenstadt unterstützen kann. Foto: Anna-Lena Schachtner

    So langsam macht man sich Gedanken, bei welchen Namen man bei der Kommunalwahl sein Kreuz machen soll. Dann entscheidet sich, wer im Oettinger Stadtrat in den kommenden Jahren das Sagen hat. Zur Wahl stehen, mit Ausnahme der ABL, alle bisher im Stadtrat vertretenen Parteien. Die ABL ist aktuell mit Ludwig Däubler mit einem Sitz vertreten. Zudem haben die Grünen eine Liste aufgestellt. Wichtige Themen sind Handel und Innenstadt. Auch wenn viele Faktoren, die der Stadtrat nicht beeinflussen kann, hier eine Rolle spielen, kann die Politik doch den Einzelhandel unterstützen. Diese Ideen haben die Parteien.

    Fink: Mehr Beschicker auf dem Wochenmarkt wünschenswert

    Thomas Fink, der nicht mehr zur Wahl antritt, aber aktuell den Fraktionsvorsitz der CSU/FW innehat, sagt, durch das Onlinegeschäft sei die Situation überall schwierig. Trotzdem tue sich in Oettingens Einzelhandel immer wieder etwas, etwa mit Tanja Bittners Geschäft „RiesGlück“ oder Günter Lämmermeiers „Edelstahl und Schmankerl“. Positiv sieht er auch den neuen Freibadkiosk, der im Sommer hervorragend angenommen wurde. Die Stadtpolitik versuche zu unterstützen, wo es möglich sei. In den Arbeitskreisen zur Innenstadt seien viele dabei, die hier ihre Gedanken einbringen. Die Aufenthaltsqualität am Marktplatz sei gut. „Im Sommer ist hier immer etwas los“, so Fink. Er würde sich aber wünschen, dass mehr Beschicker aus der Umgebung auf den Wochenmarkt kommen.

    Ein Anliegen der SPD sei es, mithilfe eines Verkehrskonzeptes zunächst einmal einen „Blick von außen“ auf die ganze Situation zu werfen, sagt der Fraktionsvorsitzende Robin Bhattacharyya. So könne man dann entscheiden, wie man den Verkehr in der Innenstadt gestalten könne. Auch müsse man bedenken, dass sich wegen des Onlinehandels das Einkaufsverhalten geändert habe. Um die Innenstadt zu beleben, müsse man Besuchsgründe schaffen, so Bhattacharyya weiter. Dies könnten etwa die Marktplatzkonzerte im Sommer sein. Aber auch von der Restaurierung der Krone profitierten Gastronomie und Handel vor Ort. Ebenso dienten Maßnahmen wie die Neugestaltung und Begrünung des Saumarkts dazu, die Innenstadt zu beleben.

    Raab: Oettingen muss attraktiver Wirtschaftsstandort sein

    Die Restaurierung der Krone und eine Begrünung der Innenstadt nennt auch Bernhard Raab (SLO) als Beispiele für eine Aufwertung der Aufenthaltsqualität. Verschiedene Veranstaltungen wie die Jakobi-Kirchweih, Stadtfeste oder Musiktage machten Oettingen attraktiv, wovon der Handel profitiere. „Für uns ist auch wichtig, dass Oettingen ein attraktiver Wirtschaftsstandort ist, in dem man gut arbeiten, leben und wohnen kann“, sagt Raab. Deshalb sollte man die Marke Oettingen als Mittelpunkt des Nordrieses stärken. „Die Stadt muss auch für Gewerbetreibende attraktiv sein“, sagt Raab. Diese bräuchten etwa moderate Grundstückspreise. Auch wäre es hilfreich, wenn die Stadt diese, etwa bei geplanten Umbauten, intensiv begleitet.

    Auch Rudolf Oesterle, Fraktionsvorsitzender der PWG, sagt, man müsse über eine Steigerung der Aufenthaltsqualität Menschen nach Oettingen bringen. Er könne sich etwa vorstellen, den Wohnmobiltourismus auszubauen. In seinen Augen habe der Stellplatz an der Wörnitz viel Potenzial. „Der Platz an der Wörnitz ist eine Perle. Viele Gemeinden im Voralpenland machen es vor, mit Tiny-Häusern oder Fässern“, sagt Oesterle. Er könne sich zudem eine kleine Gastronomie dort vorstellen. „Wir verkaufen uns unter Wert. Nach Dinkelsbühl, Rotenburg oder Nördlingen ist es nur je etwa eine halbe Stunde.“ Das Innenstadtsterben sei kein Oettinger Phänomen, auch große Städte hätten damit zu kämpfen. Einkaufen müsse ein Erlebnis sein, in Kombination mit anderen Angeboten.

    Grüne: Bestehende Läden und Angebote unterstützen

    Elisabeth Betz, die für die Grünen kandidiert, sagt, man müsse realistisch sein und anerkennen, dass man die Entwicklung einer aussterbenden Innenstadt nicht mit einem Schlag umdrehen könne. Umso wichtiger sei es, die noch bestehenden Läden und Dienstleistungsangebote durch Nachfrage und Nutzung zu erhalten. Hier seien alle gefragt. Man sehe vor allem den Marktplatz als „Wohnzimmer der Stadt“ und wolle diesen deshalb mehr mit Leben füllen. Gerade an den Wochenenden im Sommer zeige sich die Anziehungskraft der Innenstadt mit dem großen Marktplatz. Dieses Potenzial wolle man stärker ausschöpfen und die Menschen durch eine verbesserte Aufenthaltsqualität und ein vielfältiges Veranstaltungsangebot wieder mehr in die Innenstadt bewegen.

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