Eltern dürfen künftig ihre Kinder, die noch keine neun Jahre alt sind, ohne Begleitung nicht mehr ins Wörnitzfreibad lassen. Eine entsprechende Anpassung der Satzung hat jetzt der Bauausschuss des Oettinger Stadtrates beschlossen. Bisher galten sechs Jahre. Im Gegensatz zum Freibad in Nördlingen sei das Oettinger Bad ein Naturgewässer und eingetrübt, sodass ein Kind bei einem Notfall von der Badeaufsicht möglicherweise nicht so schnell erkannt werden könne, wie bei einer glatten Wasserfläche, hieß es. Einige Ausschussmitglieder äußerten Bedenken, ob selbst Neujährige schon so auf sich aufpassen würden, damit ihnen nichts passiere. Dennoch war das Votum einstimmig.
Entgegenkommen will die Stadt dem Pächter des Freibadkiosks bei den Öffnungszeiten, indem sie ihm mehr Flexibilität zubilligt. So könne er ohne Rücksprache mit der Verwaltung etwa bei Schlechtwetter und keinen Badegästen seinen Kiosk eigenverantwortlich abweichend von den üblichen Öffnungszeiten schließen.
Radweg nach Ehingen und Teilstück Richtung Nördlingen soll saniert werden
Im Laufe des Jahres will die Stadt den Radweg nach Ehingen und ein Teilstück der Radstrecke Richtung Nördlingen bis zum Mörsbrunner Hof sanieren. Der Ausschuss verständigte sich mehrheitlich darauf, dies mit einer dünnen Asphaltschicht zu bewerkstelligen und auf eine aufwändiger aufzutragende, stärkere Deckschicht aus Kostengründen zu verzichten. Stadtbaumeister Stefan Mayer verwies auf den bereits sanierten Abschnitt vom Edeka-Markt bis zum Sportplatzgelände, das ebenfalls mit einer dünnen Schicht versehen worden sei und diese immer noch gut halte. Somit spreche nichts dagegen, dieses Verfahren auch bei den aktuell anstehenden Arbeiten anzuwenden. Martin Löffler (Stadtteilliste) stimmte als einziger dagegen. Er halte die aufwändigere, wenn auch teurere Variante für erforderlich.
Max Diez von der M&M Nahwärme GmbH hat dem Ausschuss seine Planungen für den weiteren Ausbau des Nahwärmenetzes in Oettingen für 2026 vorgestellt. Mit Ausnahme des nördlichen Bereiches der Stadt, wo eine Genossenschaft sich um die Nahwärme kümmert, will Diez sukzessive das übrige Stadtgebiet versorgen. Ihn erreichten zahlreiche Anfragen, sagte er. Bürgermeister Thomas Heydecker lobte das Engagement von Diez, wodurch Oettingen gegenüber anderen Kommunen bei der Nahwärmeversorgung einen Vorsprung habe und die gesetzlichen Vorgaben zeitnah erfüllen könne.
Vertagt wurde die Vorstellung einer Energiepotentialstudie und eines Fördermittelmanagements für die anstehende Sanierung der städtischen Kläranlage. Ein Vertreter der damit beauftragten Firma sei kurzfristig erkrankt und habe nicht zur Sitzung kommen können, erklärte Heydecker.
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