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Porsche-Einstieg bei Varta: Was man in Ellwangen und Nördlingen weiß

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Porsche-Einstieg bei Varta: Was in Nördlingen bislang bekannt ist

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    Über Interna zu den Verhandlungen mit Porsche schweigt der Batteriehersteller Varta.
    Über Interna zu den Verhandlungen mit Porsche schweigt der Batteriehersteller Varta. Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Archivbild)

    Wie sich die Übernahmegespräche zwischen dem Autobauer Porsche und dem Batterieunternehmen Varta auf die Produktionsstandorte Ellwangen und Nördlingen auswirken, ist weiterhin unklar. Die Mitarbeiter von Varta haben bisher nicht mehr Ankündigung erhalten als jene Informationen, die Varta auch auf der Firmenwebseite veröffentlicht hat, wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren ist.

    Dort hatte Varta kürzlich die Verhandlungen mit dem Sportwagenhersteller bekannt gegeben. Porsche zeigt sich interessiert, Varta jene Tochter abzukaufen, die Elektroauto-Batterien herstellt: V4Drive mit Sitz in Nördlingen. Beide Verhandlungspartner haben bereits ein nicht-verbindliches Arbeitspapier unterschrieben und befinden sich demnach in einer ersten Abstimmungsphase.

    Auch die IG Metall weiß wenig zum Porsche-Einstieg bei Varta

    Auch Tamara Hübner, Geschäftsführerin von IG Metall Aalen, hat noch keine Auskunft von Varta zur möglichen Übernahme erhalten. Sie sei in Kontakt mit dem Betriebsrat von Varta Microbattery in Ellwangen, allerdings gebe es noch keine Neuigkeiten, die Porsche und Varta herausgeben möchten. Ein Varta-Sprecher bestätigt dies auf Nachfrage.

    Die Verhandlungen zwischen dem Autobauer und dem Batterieunternehmen bewerte sie vorerst neutral, sagt Hübner von der IG Metall Aalen. „Das muss weiter begleitet werden, aber erst einmal gilt abzuwarten, was passiert. Wenn es zu einer Übernahme kommen sollte, hoffen wir, dass die Geschäftsleitung sehr schnell mit dem Betriebsrat von V4Drive ins Gespräch kommt“, sagt die Geschäftsführerin.

    Varta strauchelte vor den Verhandlungen mit Porsche

    Varta befindet sich seit einiger Zeit in einer angespannten wirtschaftlichen Lage: Lieferkettenprobleme, billige Konkurrenz aus China, schwankende Nachfrage bei den Lithium-Ionen-Akkus und ein Hackerangriff machen dem Unternehmen zu schaffen. Ein Sanierungsplan vom vergangenen Jahr soll verschärft werden.

    Vor einem möglichen Abschluss mit Varta zur Elektro-Batterie-Tochter will Porsche zuerst die Bücher prüfen. Die Parteien befinden sich in einer „ersten Phase der Abstimmung“. Auch wenn Porsche einsteigt, muss die Sanierung bei Varta dennoch fortgesetzt werden. Der Sanierungsplan sei noch nicht aktualisiert worden, wie der Batteriehersteller schreibt. Damit sind auch noch Maßnahmen, das Unternehmen zu restrukturieren, noch nicht vom Tisch. Die Gesellschaft prüfe auch weiterhin mögliche Finanzierungsmaßnahmen.

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