Ein Umspannwerk und Fragen der Gestaltung des Verkehrsraums im Ort beschäftigten den Gemeinderat Reimlingen in der vergangenen Sitzung.
Erster Punkt der Tagesordnung war der Bauantrag für ein Umspannwerk mit zwei Betriebsgebäuden und einer „Freiluftschaltanlage“ einschließlich Einfriedung. Die beiden Grundstücke liegen auf Reimlinger Flur in den landwirtschaftlichen Flächen zwischen dem Rieser Sportpark und dem Heuweg, im Bereich der überirdischen Stromleitungen. Die Grundstücke gehören dem Energieversorger schon seit über 30 Jahren, so Bürgermeister Jürgen Leberle. Auch wenn ein Umspannwerk nicht schön sei, es sei notwendig und würde aus Reimlinger Sicht auch nicht stören. Der Bau solcher Versorgungsanlagen ist privilegiert, die Gemeinde kann nur feststellen, ob aus ihrer Sicht öffentliche Belange beeinträchtigt werden. Das ist nicht der Fall. Die weitere Bearbeitung des Bauantrags liegt in den Händen des Landratsamts Donau-Ries.
Reimlingen: Gehweg in der Bergstraße wird entfernt
Wie alle anderen Gemeinden müssen auch die Reimlinger eine Satzung „zur Einführung einer Pflicht zum Nachweis von Stellflächen für Kraftfahrzeuge“ verabschieden. Bisher wurde das durch eine Bayerische Verordnung geregelt. Die Gemeinde Reimlingen legt die angebotene Mustersatzung zugrunde und ergänzt sie durch eigene Regelungen. Durch die Stellplätze dürfen keine thermischen und sonstigen Belastungen entstehen. Ob statt eines Stellplatzes eine Ablösesumme gezahlt werden kann, wird der Gemeinderat auf Antrag im Einzelfall entscheiden. Außerdem wird die Ablösesumme nicht in der Satzung festgelegt, sondern über die Jahre angepasst. Bürgermeister Jürgen Leberle wies darauf hin, dass die Regelung nur dort relevant ist, wo es keinen Bebauungsplan gibt. Außerdem gelte Bestandsschutz: Beim Kauf eines Gebäudes werde die neue Verordnung nur wirksam, wenn das bestehende Gebäude abgerissen wird oder der Umbau so umfangreich ist, dass dafür ein Bebauungsplan eingereicht werden muss.
In der Bergstraße wird der bestehende Gehweg entfernt. Alle Straßenbauarbeiten in der Straße seien abgeschlossen, so Leberle. Der vorhandene Gehweg ist beschädigt und sehr schmal. Reparieren, Rückbauen oder Verbreitern auf 1,50 Meter waren die Möglichkeiten, über die der Bauausschuss beim Ortstermin beraten musste. Die Mehrkosten für den Rückbau lägen bei etwa 50.000 Euro, für eine Verbreiterung bei 70.000 Euro, so Bürgermeister Leberle. Da es in der Bergstraße keinen Durchgangsverkehr gibt, entschied sich der Gemeinderat mit einer Gegenstimme für den Rückbau.
Spiegel für die Einmündung „Am Zehentstadel“
Festgelegt wurde nach der Ortsbegehung außerdem, wo in diesem Jahr innerorts neue Bäume angepflanzt werden. Ziel ist es, Flächen zu entsiegeln. Und eine gefährliche Stelle wird entschärft: Die Einmündung vom „Am Zehentstadel“ in die Hauptstraße wird einen Spiegel erhalten
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren