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Basketball

21.10.2017

Abräumen unter den Körben

Im bisherigen Saisonverlauf immer hoch konzentriert: die Kanadierin im Angels-Trikot, Kim Pierre-Louis.
Bild: Jochen Aumann

Beim Aufsteiger Göttingen muss sich Angels-Centerin Kim Pierre-Louis mit der größten Spielerin der Liga auseinandersetzen. Die Niedersachsen haben erst einen Sieg errungen

Am Wochenende geht es für die TH Wohnbau Angels Richtung Norden zum Aufsteiger nach Göttingen. Nachdem man im letzten Auswärtsspiel die Punkte in Heidelberg, dem zweiten Neuling der Liga, lassen musste, hofft man gegen die Veilchen Ladies überzeugen zu können und den hervorragenden Saisonstart noch etwas zu verlängern. Während sich die Rieser Korbjägerinnen mittlerweile auf dem dritten Platz festgesetzt haben, teilt sich die Göttinger Mannschaft mit vier anderen Teams das untere Drittel der Tabelle.

Dabei startete der Neuling mit einem deutlichen Sieg im Aufsteigerduell vielversprechend in die Bundesligasaison. Die Leistungsträger punkteten sehr ausgeglichen, und so erweckte die Mannschaft von Trainer Giannis Koukos zunächst einen souveränen Eindruck. Danach folgten allerdings vier deutliche bis desaströse Niederlagen, bei denen die Veilchen Ladies meist nicht den Hauch einer Chance hatten. Es muss jedoch hinzugefügt werden, dass es sich bei den Gegnern neben den Halle Lions um die drei Top-Teams Wasserburg, Keltern und Herne handelte. Ein Lichtblick war zuletzt das hoch gewonnene Pokalspiel am Mittwoch gegen Recklinghausen (78:49), bei dem die Veilchen ein wenig Selbstvertrauen zurückgewinnen konnten.

Betrachtet man den Kader des Teams aus Niedersachsen, der genau aus zehn Spielerinnen besteht, so sticht vor allem Verdine Warner heraus. Die aus der Karibik stammende Centerin zählt mit ihren 1,96 m zu den größten Spielerinnen der Liga und ist die Topscorerin ihres Teams. Bei dieser Körpergröße ist es selbstredend, dass Warner eine ausgezeichnete Rebounderin ist. Zur Zeit rangiert sie mit 13,4 gesammelten Abprallern pro Spiel auf dem zweiten Platz der Liga, nur noch übertroffen von Angels-Akteurin Kimberley Pierre-Louis. Auf der Centerposition unterstützt wird Warner von der US-Amerikanerin Casey Smith, die durchaus auch von jenseits der Dreierlinie punkten kann, sowie der Griechin Vasiliki Karambatsa. Außerdem zählen die Guards Alissa Pierce (Luxemburg), Marissa Janning (USA) und Jennifer Crowder (Deutschland) zu den wichtigen Spielerinnen der Göttinger Mannschaft.

Insgesamt läuft es also noch nicht rund beim Aufsteiger, der unter anderem durch eine extrem niedrige Freiwurf- und Dreierquote auffällt. Umso motivierter wird das Team von Cheftrainer Giannis Koukos sein, vor heimischem Publikum den zweiten Saisonsieg einzufahren und damit endlich zu beweisen, dass sie zurecht in der höchsten deutschen Liga spielen. Und wie es im Sport die Regel ist, strahlen vor allem Mannschaften, die unter Zugzwang stehen, größte Gefahr aus.

Aus Nördlinger Sicht bleibt zu hoffen, dass dem Bundesliganeuling die Überraschung verwehrt bleibt und man selbst wieder mit gutem Teamspiel und Kampfgeist überzeugen kann. Los geht’s am Sonntag um 16 Uhr, wenn es gilt, den Platz im oberen Teil der Tabelle zu verteidigen.

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