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Basketball

06.01.2019

Angels: Im letzten Viertel platzen die  Pokal-Träume

Enttäuschte Gesichter bei den Xcyde Angels nach der Schlusssirene: Nichts wurde gestern aus dem insgeheimen Traum vom Einzug ins Top Four-Turnier des Pokalwettbewerbs. Von links: Aleksandra Racic (von hinten), Neuzugang Danielle McCray (halb verdeckt), Sami Hill, Amenze Obanor und Anni Mäkitalo.
Bild: Jochen Aumann

Gegen den Bundesliga-Tabellenzweiten Herne halten die Xcyde Angels lange Zeit gut mit. Am Ende triumphieren aber die Gäste aus dem Ruhrpott noch klar und ziehen ins Top Four-Turnier ein.

Drei Viertel lang glaubten Fans und Spielerinnen der Xcyde Angels an eine mögliche Pokalsensation gegen den Tabellenzweiten aus Herne, doch im letzten Abschnitt zogen die Gäste unaufhaltsam davon, ohne dass die Rieserinnen dem noch etwas entgegenzusetzen hatten. Mit einem letztlich ungefährdeten 71:47-Sieg zogen die Gäste aus Nordrhein-Westfalen verdient ins Top Four-Turnier ein.

Nach fünf Minuten stand es 2:7 im Spiel der Angels gegen Frericks. Alle Treffer der Gäste gingen bis dahin auf das Konto der US-Amerikanerin, wie überhaupt Herne seine Stärken im Inside-Spiel nutzte und hauptsächlich in Korbnähe Würfe nahm. Die Einwechslung von Neuzugang Danielle McCray sorgte zwar für etwas mehr Angels-Power unter den Ringen – ihr erster Korb wurde auch viel umjubelt –, doch auch sie konnte nicht verhindern, dass ein jetzt sehr homogen auftretendes Spitzenteam aus Herne Punkt um Punkt davonzog. Ein Mittel gab es, mit dem die Angels Herne ärgern konnten: schnell spielen. Mit einer Reihe von Schnellangriffen, garniert mit zwei Dreiern von Magaly Meynadier und Laura Geiselsöder, schafften die Rieserinnen den Anschluss. Beim 22:24 schöpfte die Bär-Truppe Selbstbewusstsein und erkannte, dass gegen den Tabellenzweiten durchaus etwas zu holen war. Wäre da nicht eine Reihe von individuellen Fehlern und Ungenauigkeiten im Spiel der Angels gewesen, hätte man auch mit einem noch besseren Zwischenergebnis als mit dem 28:32-Rückstand in die Halbzeitpause gehen können.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte sah es ganz gut aus, was die Ambitionen der Nördlinger anging, doch immer, wenn man drauf und dran war, auch einmal in Führung zu gehen, gelang den Gästen eine nackenschlagähnliche Aktion, einen Dreier mit der Sirene zu treffen, oder ein Foul zu ziehen mit anschließenden Freiwürfen. Dennoch lagen die Angels zu Beginn des letzten Abschnitts nicht aussichtslos im Rückstand, sondern hegten beim 43:50 durchaus noch eine vage Hoffnung, die Sensation irgendwie doch noch hinzukriegen.

Die Hoffnung schwand jedoch und löste sich spätestens Mitte des letzten Viertels in Luft auf, als vor allem Hernes Jill Bettonvil offensiv aufdrehte und das Match entschied. Die sonst so laute Hermann-Keßler-Halle verstummte beinahe gänzlich, als die Gäste in kürzester Zeit 20 Punkte zwischen sich und die Hausherrinnen gepackt hatten (43:63). Auch die frenetischsten Angels-Fans erkannten die Überlegenheit der Multi-Kulti-Truppe aus NRW. Dennoch: Etwas mehr Kampfgeist und Aufbäumen der Heimmannschaft hätte man sich bei aller Übermacht des Gegners schon gewünscht. Äußerst magere vier Punkte im Schlussabschnitt entließ auch den geneigten Angels-Fan ziemlich enttäuscht in den Sonntag- abend des Dreikönigstages.

Jetzt gilt es für die Mannschaft von Coach Bär, sich auf die Meisterschaft zu konzentrieren, McCray, die durchaus gute Ansätze zeigte, noch besser einzubauen, und möglichst schnell die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. (kw)

Xcyde Angels: Luisa Geiselsöder (7), Aleksandra Racic (12), Laura Geiselsöder (10), Danielle McCray (6), Anni Mäkitalo (2) , Sami Hill (5), Heta Äijänen, Amenze Obanor und Magaly Meynadier (5).

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