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BasketballBundesliga Frauen

24.02.2018

Angels bauen auf die Heimstärke

In der Nördlinger Hermann-Keßler-Halle haben die Angels oft Grund zum Jubeln. Mit Herne ist ein Team zu Gast, bei dem es auswärts in dieser Saison schlecht läuft.

Mit Nördlingen und Herne treffen zwei Teams aufeinander, die ihre Punkte vornehmlich zu Hause sammeln. Gefahr droht vor allem von der Dreipunktelinie

Nicht allzu oft bekommen Sportfans im Ries Olympioniken zu sehen – und das nicht im Zuge einer Ehrung, sondern im Wettkampf. Natalie Burton errang in Rio de Janeiro 2016 mit der australischen Nationalmannschaft den fünften Platz. Am Sonntag um 16 Uhr spielt Burton mit ihrem Team, dem Herner TC, in Nördlingen gegen die TH Wohnbau Angels.

Damit treffen zwei Teams aufeinander, die in eigener Halle kaum etwas anbrennen lassen. Während die Nördlinger Basketballfans in dieser Saison erst eine einzige Niederlage zu sehen bekamen, ist Herne zu Hause sogar seit über einem Jahr ungeschlagen. Gleichzeitig bedeutet das allerdings, dass die Damen aus dem Ruhrgebiet auswärts offensichtlich nicht immer zu Hochform auflaufen. Nur drei der neun Spiele bei ihren Konkurrenten konnten sie für sich entscheiden.

Da Gleiches bekanntlich auch auf die Angels zutrifft, verlor man das Hinspiel in Herne nach einem katastrophalen ersten Viertel deutlich mit 67:46. Insgesamt liegt man in der Tabelle vier Punkte hinter dem TC zurück, der sich mittlerweile auf den vierten Platz vorgearbeitet hat. Diese gute Positionierung verdanken sie nicht zuletzt den beiden vergangenen Spielen, in denen sie mit sehr starken Auftritten die beiden Top-Favoriten Wasserburg und Keltern schlagen konnten. Nach einer Siegesserie von vier zumeist knappen und umkämpften Spielen kann Trainer Marek Piotrowski, der seit fast 15 Jahren für Herne an der Seitenlinie steht, äußerst zufrieden mit seiner Mannschaft sein.

Aber auch bei den Angels läuft es derzeit nicht schlecht. Zwar musste man eine deutliche und verdiente Niederlage beim Meister Wasserburg hinnehmen, dennoch können die Nördlingerinnen auf eine gute zweite Halbzeit zurückblicken. Zuvor hatte man sich die Punkte dreimal gegen Abstiegskandidaten geholt.

Während sich im eigenen Lager seit dem letzten Aufeinandertreffen nichts geändert hat, gab es aufseiten der Gäste personellen Zuwachs. Neben der Serbin Branca Lukovic steht die oben erwähnte Natalie Burton, die zudem einen britischen Pass hat, seit drei Spielen im Kader. Sie kann ihre ganze Erfahrung ins Herner Team einbringen und ist bereits jetzt zu einer wichtigen Spielerin geworden. Karin Kuijt, eine von vier Holländerinnen, die in der Regel den größten Spielanteil hat und im Hinspiel die beste Werferin war, kann derweil aufgrund einer gebrochenen Hand nicht mitmischen. Dass Herne in der Lage ist, den Ausfall zu kompensieren, steht hinsichtlich der extrem hohen Leistungsdichte der Mannschaft außer Frage. Acht internationale Spielerinnen sowie Emina Karic bilden den hochkarätigen Kader des Teams aus dem Ruhrpott. Ausgerechnet übernimmt die mit ihren erst 22 Jahren jüngste Spielerin im Team, Courtney Range, die Rolle der Topscorerin. Mit einer Körpergröße von 1,90 Meter ist sie zudem eine ausgezeichnete Rebounderin.

Spezialität des TC sind Dreipunktwürfe, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ihr Ziel finden. Lediglich der TSV Wasserburg kann sie in dieser Kategorie noch übertreffen. Zudem haben sie mit 80 Prozent nach den Angels (81 Prozent) die höchste Freiwurfquote der Liga. Von dieser Treffsicherheit durfte man sich bereits im Hinspiel überzeugen, als es neun Dreier hagelte.

Ziel ist es, durch eine stabile Verteidigung einfache Würfe der Gäste zu verhindern. Außerdem sollen die eigene Heimstärke demonstriert und mit der Unterstützung zahlreicher Fans der nächste Heimsieg gelandet werden. Das Spiel der Angels am Sonntag beginnt wie gewohnt um 16 Uhr in der Hermann-Keßler-Halle.

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