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Basketball

06.01.2021

Angels nach Quarantäne nicht konkurrenzfähig

Magaly Meynadier aus Luxemburg erzielte 19 Punkte bei der 94:65-Niederlage der Angels in Heidelberg.
Bild: Jochen Aumann (Archiv)

Der Termin des Pokalspiels in Heidelberg sorgte beim Nördlinger Bundesligateam für Ärger. Nach einer Zwangspause war das Team noch nicht wieder auf der Höhe.

Drei Tage nach Ende der Quarantäne ein K.O-Spiel um den Einzug ins Finalturnier des DBBL-Pokals spielen zu müssen, ist mehr als eine harte Herausforderung für ein Team. Doch die XCYDE Angels aus Nördlingen verfielen nicht in Jammern, sondern nahmen die Herausforderung an – wenn auch gezwungenermaßen.

Die kämpferische und positive Einstellung in der Partie bei den SNP Bascats USC Heidelberg am Mittwochabend brachte der Mannschaft von Coach Ajtony Imreh den Respekt ihrer sportlichen Leitung ein – umso mehr, wenn man den Auftritt der Rieserinnen im ersten Viertel betrachtet, wo mit unglaublicher Energie gearbeitet wurde. Eine überraschende 23:21-Führung nach zehn Minuten war die Folge.

Im zweiten Viertel brechen die Angels ein

Ohne Nadjescha Ilmberger, Amenze Obanor, Anneke Schlüter und Stephanie Sachnovski und mit einer angeschlagenen Respect Leaphart, die sich im Abschlusstraining eine Knöchelverletzung zugezogen hatte, fehlte den Angels einiges an offensiver Power. Und dem verbliebenen Kader war nach dem Anfangsschwung der Kraftverlust nach zehn Tagen Quarantäne deutlich anzusehen.

Das erklärt, warum die Spielerinnen im zweiten Abschnitt kaum noch etwas Zählbares zustande brachten und Bundesliga-Konkurrent Heidelberg das Momentum des Spiels überließ – auch wenn dieser ebenfalls gehandicapt ins Spiel ging. Der 37:29-Rückstand zur Halbzeit wog schwer. Als die Gastgeber dann mit einem 8:2-Run in die zweite Halbzeit starteten, war es mit dem Glauben, eventuell doch einen Sieg ergattern zu können, merklich vorbei.

Heidelberg steht zum ersten Mal im Halbfinale des DBBL-Pokals

Coach Imreh zog bald die Konsequenzen und verteilte die zur Verfügung stehenden Spielminuten möglichst gleichmäßig. Da spielte aus Angels-Sicht auch keine Rolle mehr, dass die Foulverteilung (24 bei den Angels, 12 bei Heidelberg) ebenso einseitig verteilt war wie die Freiwürfe (8 zu 25) und die Rebounds (38 zu 51). Viel wichtiger war den Nördlingerinnen, dass Selma Yesilova reichlich Spielzeit bekam und zu schönen Aktionen nutzte, dass man im letzten Abschnitt ein wenig mehr den Rhythmus fand und sich niemand verletzte.

Nachdem die Gastgeberinnen aus Heidelberg, die in der Liga trotz zwei Spielen mehr auf dem Konto mit Rang zehn vier Plätze hinter den Angels stehen, auch die beiden Schlussviertel für sich entscheiden konnten, zogen sie zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte ins Turnier der besten vier Mannschaften im DBBL-Pokal ein. Mit 94:65 setzte sich das Team von Dennis Czygan schließlich deutlich durch. Das sei der Mannschaft aus der Kurpfalz zu gönnen, heißt es von Seiten der sportlichen Leitung der Angels. Dennoch ist das Bedauern unübersehbar – darüber, so kurz nach Ende einer vom Gesundheitsamt auferlegten Quarantäne nicht in der Lage gewesen zu sein, einen echten sportlichen Wettkampf zu liefern.

Youngster Selma Yesilova nutzte die Gunst der Stunde und empfahl sich mit acht Punkten, davon ein Dreier, für weitere Einsätze im Angels-Team. Hier ist sie beim Testspiel gegen Würzburg im September am Ball.

Am kommenden Sonntag steht bereits das nächste Ligaspiel auf dem Programm, wenn die Veilchen aus Göttingen zu Gast in Nördlingen sein werden Sie sind Tabellennachbar der Angels.

In Heidellberg spielten: Selma Yesilova (8 Punkte, 1 Dreier), Mona Berlitz (4), Magaly Meynadier (19, 2), Levke Brodersen (3,1), Laura Geiselsöder (6), Laken James (8), Respect Leaphart (15, 1), Victoria Waldner (2).

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