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Schwimmen

14.04.2015

Auf dem Weg in die deutsche Spitze

Hartes Wettkampfprogramm über gleich vier Strecken

Lea Zihsler überzeugt bei den offenen deutschen Meisterschaften und wird für hartes Training belohnt

Nach den guten Vorbereitungswettkämpfen stand für die SVN- Schwimmerin Lea Zihsler mit den offenen deutschen Meisterschaften in Berlin der erste Jahreshöhepunkt auf dem Programm. Für die deutschen Titelkämpfe, die im Europasportpark (SSE) stattfanden, musste man sich durch eine Top100-Platzierung auf der jeweiligen Strecke qualifizieren.

Lea Zihsler schwimmt bereits seit Anfang 2009 für den Schwimmverein Nördlingen. Neben wöchentlich fünf bis sieben Wassereinheiten à zwei bis drei Stunden stehen auch weitere ein bis zwei Athletik- und Ausdauereinheiten während der Schulzeit auf dem Trainingsplan – in den Schulferien deutlich mehr. Während viele Sportler ein derartiges Trainingspensum nicht einmal im Profibereich absolvieren, besucht Lea Zihsler im „normalen Leben“ die elfte Klasse des Max-Planck-Gymnasiums in Heidenheim mit den Leistungskursen Biologie und Sport. Ihr Wettkampfprogramm hatte es in sich und am Programm sieht man gleich, dass Lea Zihsler eine ausgewiesene Langstreckenspezialistin ist, was sie zuletzt auch eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte (u.a. offene süddeutsche Meisterin). Sie ging bei diesen Meisterschaften über 400-, 800- und 1500-Meter Freistil sowie die 200-Meter-Schmetterlingsstrecke an den Start. Zielsetzung war, das eine oder andere Mal unter die Top25 in Deutschlands Schwimmspitze vorzustoßen und dieses Ziel sollte sie auch erreichen.

Der erste Tag begann für sie mit dem Rennen über 800-Meter-Freistil. Da die Terminierung der Meisterschaften nicht mit der Nördlinger Trainingslagerplanung zusammenpasste, holte Lea Zihsler sich in einem einwöchigen Trainingslager unter türkischer Sonne bei Langstrecken-Bundestrainer Stefan Lurz aus Würzburg den letzten Schliff für diese Meisterschaften, die mit einer Endzeit von 9:07,98, neuer Bestzeit und einem hervorragenden 17. Platz auch sehr gut begannen.

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Die 400-Meter-Freistilstrecke gilt nicht als Leas Lieblingsstrecke, da sie sich hier seit fast einem Jahr nicht nennenswert verbessern konnte und scheinbar ein „Patent“ auf den Zeitrahmen 4:30 min. bis 4:32 min. angemeldet hatte. Dies scheint nun der Vergangenheit anzugehören. Mit einer Leistungsexplosion pulverisierte sie ihre Bestzeit um 5,53 Sekunden auf nun 4:24,67 Minuten, was einen sehr guten 25. Platz bedeutete und Lea Zihsler für ihre harten letzten Trainingswochen belohnte.

Der Samstag war vom Programm her sehr hart. Mit den Strecken 1500 m Freistil und 200-m-Schmetterling musste Lea über zwei der härtesten Schwimmstrecken an den Start und das auch noch innerhalb kürzester Zeit. Über 200-m-Schmetterling konnte sie mit einer Zeit von 2:22,56 nicht ihre Bestzeit angreifen, landete aber auf einem sehr guten 22. Rang. Über die 1500-m-Freistil, Leas Paradedisziplin, stoppte die Zeit bei 17:23,77 min., was wiederum einen neuen Rekord für die nur 1,60 m große Nördlinger Schwimmerin und im Endklassement einen hervorragenden 12. Platz bedeutete.

Für Lea Zihsler und den Nördlinger Schwimmsport ging damit eine erfolgreiche Meisterschaft zu Ende. Die Tatsache, dass Lea die einzige schwäbische Schwimmerin war, die sich für diese Meisterschaften qualifiziert hatte, zeigt, welchen Stellenwert der Nördlinger Schwimmsport in Schwaben hat. Erfreulich außerdem, dass die ehemaligen Nördlinger Schwimmerinnen Elena Czeschner (jetzt Stadtwerke München) und Leas Schwester Svenja Zihsler (jetzt SV Würzburg 05) nun von den in Nördlingen aufgebauten Grundlagen profitieren und sich in Deutschlands Schwimmspitze etabliert haben – Elena Czeschner z. B. mit dem Titel in der 4x100-Meter-Freistilstaffel. (mfü)

für alle wasserbegeisterten Kinder, die Lea Zihsler und den anderen SVN-Athleten nacheifern möchten, ist nach Rücksprache mit dem SVN-Trainerteam jederzeit möglich. Alle Infos zum SVN unter www.1svn.de oder via Facebook „1.Schwimmverein Nördlingen“.

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