Fußball

17.07.2017

Auf und ab mit dem FC Köln

Die Donau-Rieser Geißbock-Rebellen feiern ihr 20-jähriges Bestehen. Natürlich ging es zu diesem Anlass nach Köln (von links): Kölns Fanbeauftragter Rainer Mendel, der neue Fanclub-Vorsitzender Peter Wolfinger, Toni Schumacher, Reinhard Kraus, Georg Häfele, Hans Baumann, Stefan Bengesser, Markus Schweier, und der alte Vorsitzender Rudi Mairoser.
Bild: FCK

Die Donau-Rieser „Geißbock-Rebellen“ gibt es seit 20 Jahren. Zum Jubiläum trafen die Fans jetzt in Köln sogar Toni Schumacher

20 Jahre auf und ab – das gilt für kaum einen anderen Verein in der Fußball-Bundesliga mehr, als für den 1. FC Köln. Mitgelitten und mitgefeiert hat stets auch einer der südlichsten Fanclubs der Domstädter, die „Donau-Rieser Geißbock-Rebellen“. Sie feierten heuer ihr 20-jähriges Bestehen, unter anderem mit einem zweitägigen Besuch in Köln.

Immerhin fünf Mal mussten die Kölner in die Zweitklassigkeit absteigen und gehören damit neben Rekordhalter 1. FC Nürnberg (acht Mal) zu den bekanntesten deutschen Fahrstuhlmannschaften. Damit klar kommen mussten stets auch die Geißbock-Rebellen. Doch das war für sie kein Problem, denn fünf Mal konnte man in dieser Zeit ja auch den Aufstieg feiern. Und so wusste nun der FCK auch die Treue seiner Fans aus Bayern zu würdigen, denn zum 20. Bestehen wurde eine Abordnung von ihnen in der Domstadt empfangen. Kein Geringerer als Toni Schuhmacher, der frühere deutsche Nationaltorwart und jetzige Vizepräsident, sowie Fanbeauftragter Rainer Mendel kümmerten sich dabei mehr als eine Stunde um die Gäste aus dem Süden. Dabei gab es unter anderem eine große Dankes-Urkunde, weil auch die Donau-Ries-Rebellen „seit zwei Jahrzehnten zum unverwechselbaren FC-Gefühl beitragen“. Zudem besuchten die Rieser das Stadion, Fanshop und das „Geißbock“-Heim.

Immer dabei auch Rudi Mairoser, Gründer und bis vor Kurzem Fanclub-Vorsitzender. Bei der jüngsten Hauptversammlung gab der gebürtige Hainsfarther dann sein Amt an Peter Wolfinger aus Oettingen ab. Der frühere Torwart des TSV wird sich nun um die Geschicke der Rebellen kümmern. Mairoser begnügt sich mit der Funktion des Kassiers. Diese hatte lange Jahre Georg Häfele ausgeführt und mit Mairoser Treffen und Veranstaltungen organisiert. Denn anfangs waren die Geißböcke auch noch selbst bei Fußballturnieren aktiv oder organisierten welche.

Mittlerweile ist der Altersdurchschnitt allerdings doch so weit nach oben gerückt, dass man sich mit der wahren Fanrolle begnügt: Fußballspiele anzuschauen und über Spieler und Verantwortliche zu diskutieren. Auch beim FC hatte es dieses Jahr ja eine große Veränderung gegeben, spielt er doch nach der besten Bundesligaplatzierung seit Jahren nach über einem Vierteljahrhundert sogar wieder in Europa. „Trainer Stöger war für uns ein Glücksfall“, sagt Mairoser, der den Erfolgsweg der Kölner gerne in Europa mitgehen würde. „Selbst wenn es nach Glasgow ginge, ich wär dabei“, so der Köln-Verrückte. Schließlich hätte der FC da noch was gutzumachen, schied er doch 1992 bei seinem letzten internationalen Auftreten im Celtic-Park aus. Dennoch liegen die Kölner immer noch auf Rang 45 aller Vereine, die an europäischen Wettbewerben teilnahmen. Hatte man doch in den Sechziger- bis Achtzigerjahren lange Glanzzeiten, als man sogar dem FC Bayern Paroli bot und einmal gar das Double holte. Zu den kommenden EL-Spielen würde Mairoser natürlich am liebsten mit Gleichgesinnten vom Fanclub reisen. Dieser hat seit Jahren rund 20 Mitglieder, die den Rebellen genauso treu sind wie den Kölnern. Die besucht man zumindest einmal im Jahr, auf jeden Fall dann, wenn sie im Süden spielen. Nach Anfangsjahren im Nördlinger „Fuchs“ trafen sich die Kölner zuletzt im „Schlüssel“, um auf dem Großbild ein Spiel ihres Vereins anzuschauen. Am 20. August hat Wolfinger nun erstmals ein Treffen in der Oettinger Gans anberaumt.

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