Newsticker
RKI meldet 8103 Neuinfektionen und 96 Tote

Nachgefragt

10.01.2019

„Berwang ist eine gute Wahl“

Trotz der Neuschneemengen will der Nördlinger Skiclub seine Kurse am Samstag durchziehen.

Die Alpen ächzen unter den Schneemengen, einzelne Dörfer sind sogar von der Außenwelt abgeschnitten. Der Rieser Ski- und Snowboardclub startet am Samstag seinen zweiten Kursblock in dieser Saison. Wir haben nachgefragt bei Thomas Lanzinner, Vorstandsmitglied des RSSC und zuständig unter anderem für die Kurse, ob alles wie geplant stattfinden kann.

Herr Lanzinner, grundsätzlich gehen wir mal davon aus, dass Wintersportler sich freuen, wenn es in den Bergen mal richtig schneit ...

Lanzinner: Das stimmt grundsätzlich erst einmal schon und es ist natürlich auch schön, dass es in diesem Jahr den Alpennordkamm „trifft“ und nicht wie im vergangenen Winter nur den Südkamm. Dennoch hätte es nicht so viel auf einmal sein müssen, sondern ein wenig verteilter.

In den Alpen sind seit dem vergangenen Wochenende ein- bis eineinhalb Meter Neuschnee gefallen. Sind die an diesem Samstag beginnenden Ski- und Snowboardkurse des RSSC gefährdet?

Lanzinner: Die Prognose für das Wochenende sieht ganz gut aus, und es soll heute schon weniger Schneefall geben und ab morgen sehr moderat schneien. Daher sehen wir keinen Hinderungsgrund, die Kurse durchzuführen. Klar können wir uns nur auf die Vorhersagen verlassen und ein Restrisiko besteht, dass bis Samstag noch unvorhergesehene Dinge geschehen, die es unmöglich machen, die Kurse durchzuführen, wir gehen aber Stand heute nicht davon aus.

Wo ist das Stamm-Wintersportgebiet des Vereins, und was tun die Verantwortlichen, um die Gefahren für die Kursteilnehmer zu minimieren? Immerhin werden ja drei komplette Busse unterwegs sein ...

Lanzinner: Unser Homespot für die Kurse ist das Skigebiet Berwang-Bichlbach. Hier stehen wir auch in engem Kontakt mit den Verantwortlichen der Bergbahnen und derzeit sind nicht alle Liftanlagen geöffnet. Es wird aber alles Menschenmögliche getan, dass bis zum Wochenende ein einigermaßen normaler Wintersportbetrieb gewährleistet werden kann. Unter anderem stehen noch Sicherheitssprengungen an, die die exponierten Lagen des Gebietes sichern sollen. Ich denke, auch hier erweist sich Berwang als gute Wahl für unsere Kurse, da es von der Lage sehr schneesicher und dennoch nicht stark lawinengefährdet ist.

Der Neuschnee muss ja nicht nur in den Skigebieten verarbeitet werden, er liegt ja auch auf den Zufahrtsstraßen. Gibt es einen Plan B, wenn die Busse mal nicht mehr durchkommen?

Lanzinner: Plan B gibt es leider nicht wirklich und gleichzeitig glaube ich, wir brauchen auch keinen. Die Zufahrtsstraße nach Berwang selbst ist nicht übermäßig lang und mit Ketten für die Busse durch die gute Arbeit der Räumdienste in Österreich bisher immer befahrbar gewesen. Und die Fernpass-Bundesstraße vom Autobahnende bis nach Bichlbach ist eine der Hauptverkehrsadern Richtung Süden und immer gut geräumt. Das einzige, was eng werden könnte, sind die Busparkplätze im Skigebiet selbst. Hier sind wir aber angekündigt, und auch dafür hatte das Team aus Berwang bislang immer eine adäquate Lösung für uns parat.

Wie lief die bisherige Wintersportsaison des RSSC, und was steht in den nächsten Wochen noch alles an?

Lanzinner: Die bisherige Saison läuft super, und wir haben bereits im Kursblock 1 zwischen Weihnachten und Silvester mit über 100 Teilnehmern sehr viel Spaß in Berwang gehabt und einer großen Zahl von Anfängern den Einstieg in den Wintersport bereiten können. Durch die Bank haben wir hierfür großes Lob bekommen und freuen uns schon auf den jetzt kommenden Block II.

Damit ist dann der Winter für uns noch lange nicht vorbei. Gleich im Anschluss an den Kursblock II geht es am 2. Februar auf dem Marktplatz mit unserem Schneefieber 3.0 weiter, und wir holen Schirmbarfeeling aus dem Skigebiet nach Nördlingen. Am Mittwoch, 6. Februar, gibt es eine Tagesfahrt an den Ifen, und nach über 20 Jahren Pause findet dann erstmals auch wieder eine offene Nördlinger Stadtmeisterschaft statt. Diese wird am 17. Februar auf der Weltcupabfahrt in Ofterschwang in Zusammenarbeit mit dem Skiclub Ofterschwang ausgerichtet und findet in Kombination mit unserer bewährten Jugendfahrt statt. Gefahren wird ein Riesenslalom und mitfahren kann jeder, ob Jung oder Alt, Anfänger oder Profi, Skifahrer oder Snowboarder, Mitglied oder nicht. Danach kommt noch der Kursblock III in den Faschingsferien, und den Schluss macht dann unsere Abschlussfahrt Ende März.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren