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Fußball-Bayernliga Süd

27.07.2019

Das Selbstbewusstsein zurückholen

Bauch- und Rückenlandung: Daniel Holzmann (grünes Trikot) hätte in dieser Szene des Mittwochsspiels in Kottern gerne einen Elfmeter bekommen, aber der Schiedsrichter sah es anders. Hinter Holzmann Kotterns Abwehrmann Marco Miller, der mit zwei Toren glänzte.
Bild: Dirk Klos

Der TSV Nördlingen muss heute gegen den SV Pullach spielen. Was Trainer Andreas Schröter von seiner Mannschaft fordert

Nach drei Spieltagen lässt es sich sagen: In diesem Jahr ist die Fußball-Bayernliga wohl so stark und ausgeglichen wie noch nie. Mit den starken Aufsteigern und der Qualität der übrigen Mannschaften wird es dieses Jahr sehr schwer werden, die letztjährige Platzierung zu wiederholen. Am Samstag (17 Uhr, Gerd-Müller-Stadion) gastiert der SV Pullach, jene Mannschaft, die in der letzten Saison als die stärkste spielerische Mannschaft in Erinnerung blieb.

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Wie schwer es sein kann, sich nach einem schlechten Saisonstart aus dem Tabellenkeller hochzuarbeiten, hat man letzte Saison an Teams wie dem FC Ismaning und Schwaben Augsburg gesehen. Doch für diese beiden Teams gab es ein Happy End. Die Enttäuschung nach dem Mittwochsspiel in Kottern sitzt bei Trainer Andreas Schröter tief: „Nach einer spielstarken ersten Halbzeit verloren wir komplett den Faden und vor allem den Mut, weiter dominant mit Ballbesitz nach vorne zu spielen. Zudem kämpfen wir weiterhin mit der Problematik, individuelle Fehler zu vermeiden – dies klappt noch nicht in dem erforderlichen Rahmen.“

Schröter sieht aber auch positive Aspekte: „Trotzdem denke ich, dass wir speziell spielerisch einen weiteren Schritt nach vorne gemacht haben. Die Abstimmungen zwischen der neuen Schaltzentrale im Mittelfeld um Marco Haller und Youngster Jonathan Grimm verzahnen sich zunehmend.“

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Der Chefcoach gab zweimal in Folge Michael Meir den Vorzug vor seinem Sohn Alexander. Dieser entpuppte sich aber nicht unbedingt als der ideale Jokerspieler. „Wir dürfen insbesondere gegen den traditionell technisch versierten Gegner aus Pullach endlich einmal keine persönlichen Fehler zulassen“, fordert Schröter.

Zum Druck auf seine Mannschaft sagt er: „Mein Team hat große Qualität, vertraut aber durch viel zu einfache Einflüsse nicht immer auf seine Fähigkeiten. Natürlich erhöht sich nach den ersten drei Spielen und nur einem Punkt auf dem Konto der Druck auf mein junges Team extrem. Wir werden Charakter zeigen müssen und uns mit Erfolgserlebnissen das Selbstvertrauen zurückholen.“

Die personelle Situation bleibt für das Pullach-Spiel angespannt, denn neben den verletzten Jonas Halbmeyer, Etienne Perfetto und Johannes Rothgang werden Kapitän Philipp Buser und Nicolai Geiß urlaubsbedingt fehlen. Felix Käser wird deshalb am heutigen Samstag die Kapitänsbinde tragen.

Schröter appelliert an die Fans: „Gerade in dieser schwierigen Saisonphase ist mein junges Team auf Ihre Unterstützung angewiesen. Gegen Hankofen-Hailing waren es 450 Zuschauer, gegen Pullach dürfen es durchaus mehr sein“.

Nach dem geglückten Saisonstart (2:1 gegen SV Kirchanschöring) kassierte der SV Pullach um Spielertrainer Alexander Benede zwei Niederlagen am Stück. Beim starken Aufsteiger Wasserburg gab es eine 1:4-Niederlage und am Mittwoch wurde das Heimspiel gegen den FC Ismaning 1:3 verloren. Nach abgesessener Rotsperre spielte Abwehrroutinier Alexander Jobst beim SVP 90 Minuten durch.

Das 1:4 in Wasserburg habe den Raben keinen Knacks versetzt, versichert Trainer Benede: „Ich habe nach dem Spiel meine Jungs angeschaut: Es braucht keiner zu glauben, dass uns das umwirft“, so der Abwehrchef und Coach in Personalunion, der „nach den ersten beiden Spielen sehr stolz“ auf seine Mannschaft ist.

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