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Basketball

16.07.2020

Das letzte Teil im Nördlinger Kader-Puzzle

Top-Spielerin aus einem Basketball-Universitätsprogramm mit exzellentem Ruf: Kelly Campbell verstärkt in der neuen Saison die Xcyde Angels.
Bild: Steve Woltmann

Plus US-Amerikanerin Kelly Campbell soll die Allrounderin im neu formierten Angels-Team werden. Die 22-Jährige hatte am College exzellente Statistiken.

Das vorerst letzte Puzzle-Teil im Teamgefüge der Xcyde Angels ist gefunden. Mit Kelly Campbell aus den USA hat die sportliche Leitung eine hochdekorierte College-Spielerin von DePaul, einem der Top-15-Basketball-Universitätsprogramme des Landes, ausgesucht und gewinnen können. Die 22-Jährige gilt als „Wurf- und Kampfmaschine“. Neben ihren herausragenden Wurfquoten – 46 Prozent von der Dreierlinie und 94 von der Freiwurflinie – imponieren ihre extrem hohen Reboundwerte sowie ihre ebenso außerordentlich niedrigen Turnover-Zahlen. Im statistik-vernarrten Land der Sterne und Streifen lag Kelly Campbell in der durchaus aussagekräftigen Vergleichsspalte Assists zu Turnovers landesweit auf einem Top-Platz.

Mit Kelly Campbell glaubt auch Coach Ajtony Imreh die noch fehlende Komponente in sein Mannschaftskonstrukt einbauen zu können. „Wir brauchten noch eine konstante Schützin von außen und dazu eine Spielerin, die auf mehreren Positionen eingesetzt werden kann.“ Die 1,80 Meter große Power Forward kann demnach auf ihren Paradeplätzen drei und vier auflaufen, hat aber auch kein Problem, auf Position zwei zu spielen oder notfalls den Ball nach vorne zu bringen.

Außer ihren zahlenmäßig nachweisbaren Qualitäten fielen den Scouts der BG Donau-Ries bei ihren Recherchen etliche weitere Aspekte auf, die zwar eher als sogenannte Soft Skills zählen, den Machern im Ries aber genauso wichtig sind. „Charakter ist wichtiger als Talent,“ lautet deren Wahlspruch und mit dem Fokus auf Persönlichkeitsstärken sowie Teamchemie ist der Nördlinger Bundesligist bislang gut gefahren. Campbell kann auch in dieser Hinsicht glänzen, schenkt man den zahllosen Veröffentlichungen zu ihren extracurricularen Aktivitäten, Studienleistungen und sozialem Engagement Glauben.

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Nur drei ausländische Akteurinnen im Kader

Nach der langen, coronabedingten Pause brennt die US-Amerikanerin darauf, endlich wieder basketballmäßig loszulegen. Sie wird deshalb auch frühzeitig anreisen, um sich zu akklimatisieren und mit ihren neuen Teamkolleginnen auf die neue Saison vorzubereiten. Mit Campbell, Waldner und Meynadier stehen im Angels-Kader in dieser Saison rekordverdächtig wenige ausländische Spielerinnen, wobei die beiden Letztgenannten seit vielen Jahren in Deutschland aktiv und verwurzelt sind. Das Konzept der BG Donau-Ries, mit möglichst vielen deutschen Spielerinnen zu agieren, konnte so gut wie noch nie umgesetzt werden.

Wie konkurrenzfähig die Angels-Truppe damit ist, muss der Saisonverlauf zeigen und hängt natürlich auch davon ab, wie die Mitstreiter in der 1. Bundesliga die Krise bewältigt haben.

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