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25.07.2010

Der "Große Preis" entschädigt

Felix Hassmann gewann am Samstag bei reduziertem Programm das einzige S-Springen. Er startet für "Horse Gym 2000", das Unternehmen des Großsorheimer Scharlachrennen GmbH-Gesellschafters Siegfried Mitzel. Foto: Robert Milde
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Felix Hassmann gewann am Samstag bei reduziertem Programm das einzige S-Springen. Er startet für "Horse Gym 2000", das Unternehmen des Großsorheimer Scharlachrennen GmbH-Gesellschafters Siegfried Mitzel. Foto: Robert Milde
Bild: Robert Milde

Sie sind jung, aber nicht mehr ganz so wild wie noch vor einigen Jahren: Die Gruppe der 24- bis 30-jährigen Reiter drückte dem 50. Nördlinger Scharlachrennen ihren Stempel auf. Der "Große Preis" ging an den mittlerweile im oberschwäbischen Heiligkreuztal reitenden Rheinländer Tim Hostler (29), das zweite große S-Springen des Wochenendes an Felix Haßmann (24) und in der Vielseitigkeit brachte Weltcup-Sieger Michael Jung (28) seine Klasse zum Ausdruck.

Ausgerechnet das Jubiläumsscharlachrennen 2010 wird als eines der Nördlinger Reitturniere mit den wenigsten Prüfungen in die Geschichte der Traditionsveranstaltung eingehen. Die ergiebigen Regenfälle am Freitag und Samstag Vormittag machten einen programmgemäßen Ablauf beinahe unmöglich und führten dazu, dass einige Prüfungen ersatzlos gestrichen werden mussten. Teilweise herrschte regelrecht Land unter auf der Kaiserwiese.

Den Hauptplatz am Freitag und Samstag geschont

Unter den schwierigen Witterungsbedingungen waren sich auch die Organisatoren nicht immer einig, ob man einige Prüfungen so gut wie irgend möglich durchziehen oder den vom Dauerregen aufgeweichten Springparcours weitgehend für den "Großen Preis" am Sonntag schonen sollte. Angesichts der günstigeren Wetterprognosen für den Abschlusstag entschied man sich für ein sparsames Programm am Freitag und Samstag und wurde am Sonntag mit vollen Zuschauertribünen und einem spektakulären "Großen Preis" belohnt.

Der "Große Preis" entschädigt

Im Stechen bleiben nur noch zwei Starter fehlerfrei

38 Starter aus neun Stationen nahmen den Normalparcours mit Sprüngen bis zu 1,50 m in Angriff, neun erreichten mit Null-Fehler-Ritten das Stechen. In der Entscheidung blieben nurmehr zwei Starter fehlerfrei, nämlich Tim Hoster mit seinem blitzschnellen zehnjährigen Westfalen Rastellie (39,53 Sekunden) und der Niederländer Peter Geerink, der den Stechparcours in 42,48 Sekunden absolvierte. Der "fliegende Holländer" hatte 2002 und 2003 die höchstdotierte Prüfung auf der Kaiserwiese für sich entschieden.

Die einzige internationale Springprüfung vor dem Großen Preis hatte am Samstag Felix Haßmann aus Lienen für sich entschieden. Der 24-Jährige, der für Scharlachrennen GmbH-Gesellschafter Siegfried Mitzels "Horse Gym 2000" an den Start geht, fand auf dem verkürzten Kurs den schnellsten Weg und siegte mit seinem neunjährigen Wallach Nathan des Hayettes mit 22 Hundertstelsekunden Vorsprung vor Tim Hoster mit Rastellie und dem für Österreich startenden Altmeister Hugo Simon mit Hors La Loi. Insgesamt elf Reiter blieben in dieser Prüfung fehlerfrei, vor allem aber: Der aufgeweichte Parcours hielt!

Noch vor der Elitefohlen-Auktion (siehe eigenen Bericht auf der nächsten Seite) hatten die Vielseitigkeitsreiter ihren großen Auftritt und durften zum Abschluss ihrer zweitägigen Prüfung der Klasse L auf die von Bundestrainer Rüdiger Schwarz und Bruno Six konzipierte Geländestrecke. Der aktuelle Weltcup-Sieger der Vielseitigkeit, Michael Jung aus Horb im Schwarzwald, war zwar nicht der Schnellste über die 2000 Meter lange Cross-Strecke rund um die Kaiserwiese mit 18 festen Hinternissen, verteidigte aber seinen Vorsprung aus Springen und Dressur. Dahinter folgten die Amazonen Anja Beifuss und Tina Reim (Frankenhöhe), die in exakt 3:40 Minuten die Bestmarke auf der Geländestrecke erzielte. Beifuss revanchierte sich dann am Sonntag beim traditionellen Scharlachrennen mit einem überlegenen Start-Ziel-Sieg.

Spekulationen, ob "HGW" auch in Zukunft dabei ist

Trotz nur eines Turniertages mit günstigem Wetter wurde die von Turnierchef Hans Günter Winkler bei freiem Eintritt angepeilte Marke von insgesamt 10 000 Zuschauern nach einer ersten Schätzung der Organisatoren erreicht. Vor allem der nach zwei Regentagen endlich sonnige Sonntag brachte einen Zuspruch wie schon lange nicht mehr. "HGW", nach wie vor Mentor und Motor des Scharlachrennens, war am Ende denn auch zufrieden: "Es war guter Sport und eine tolle Kulisse am Sonntag." Damit dürfte der 51. Auflage im Jahr 2011 nichts im Wege stehen. Ob mit einem möglicherweise abgeänderten Konzept, ob mit oder ohne Winkler - sein Arzt hat ihm geraten, endlich kürzer zu treten -, das scheint noch offen. Erste Gespräche wurden bereits am Wochenende geführt.

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