Fußball-Bayernliga Süd

29.11.2019

„Der TSV lebt noch“

Zum ersten Mal in dieser Saison waren eingewechselte TSV-Spieler erfolgreich. Die Flanke von Patrick Michel (Mitte) köpfte in Pullach Philipp Buser (rechts) zum 1:1 ins Netz. Einer der ersten Gratulanten war Abteilungsleiter Andreas Langer.

Abteilungsleiter Andreas Langer beschwört vor dem letzten Punktspiel des Jahres die im Abstiegskampf notwendigen Tugenden. Der Gegner schwächelte zuletzt.

Der TSV 1861 Nördlingen (13 Punkte) empfängt am Samstag (Anpfiff 14 Uhr, Gerd-Müller-Stadion) im letzten Punktspiel dieses Jahres den SV Kirchanschöring (25). Die Gastgeber sind das Schlusslicht der Bayernliga Süd und seit fünf Spielen sieglos. Mit dem 1:1 in der Vorwoche beim SV Pullach stoppte der TSV aber eine Niederlagenserie von drei Partien. Kirchanschöring wartet seit sieben Begegnungen auf den siebten Saisonsieg. Der Tabellenneunte hat zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsrelegationszone.

Der SV Kirchanschöring war in der laufenden Saison 2019/20 der fünfte Verein der Bayernliga Süd, bei dem es einen Trainerwechsel gab. Ex-Profi Michael Kostner (50) wurde zusammen mit seinem Assistenten Alexander Harsch Anfang November von seinen Aufgaben entbunden. Die Entscheidung kam für Außenstehende überraschend, denn die Südostbayern bewegten sich in der Tabelle zum damaligen Zeitpunkt noch in relativ ruhigem Gewässer. Die Trennung erfolgte „im Guten“, wie es hieß. Neuer Trainer der Bayernliga-Mannschaft ist der bisherige Co-Trainer Josef Weiß (39), der von Ex-Kapitän Albert Eder (31) unterstützt wird. Weiß fordert von seiner Mannschaft nach der letztwöchigen 1:2-Niederlage gegen Ismaning eine deutliche Steigerung: „Die Leistung war nicht bayernligawürdig.“ Drei torgefährliche Spieler stehen in den Reihen der Oberbayern: Manuel Omelanowsky (7 Saisontore) sowie Tobias Schild und Albert Deiter (je 6). Im Hinspiel zeigten die Rieser beim 0:0 eine überzeugende Leistung und waren dem Siegtreffer nahe.

Nördlingens Trainer Andreas Schröter meinte nach dem 1:1 in Pullach: „Es wird noch einige Mannschaften wie Kirchanschöring und Ismaning geben, die in unsere Reichweite kommen, vorausgesetzt wir gewinnen zwei, drei Spiele. Das wird unsere Aufgabe sein. Es sind noch 39 Punkte zu vergeben.“ Auch vor dem heutigen Spiel gibt sich der TSV-Trainer optimistisch: „Gerade die letzten beiden Auftritte auf den Plätzen in Hankofen und Pullach zeigten deutlich, dass mein Team den Abstiegskampf zwar spät, aber sicherlich noch nicht zu spät angenommen hat.“ Der SV Pullach habe zuletzt den Schlusspfiff regelrecht herbeigesehnt, um wenigstens den einen Punkt zu behalten, so Schröter weiter. Ein ähnliches Statement gibt Abteilungsleiter Andreas Langer ab: „Noch einmal muss die Mannschaft ihren absoluten Willen und Kampfgeist in die Waagschale werfen, um vielleicht doch noch mit einem Erfolgserlebnis die Vorrunde abzuschließen.“ Die wichtigste Erkenntnis nach dem 1:1 in Pullach sei für alle Beteiligten gewesen: „Der TSV lebt noch!“

Personell können die Rieser teilweise Entspannung vermelden, denn Jonathan Grimm nahm nach seiner bakteriellen Erkältung am Mittwoch das Training wieder auf und Marco Haller vermeldete freudestrahlend die Geburt seines zweiten Kindes. Wohl erst wieder im neuen Jahr 2020 einsetzbar sind Simon Lösch, Daniel Martin, Etienne Perfetto, Adrian Stimpfle, Moritz Taglieber und Maxi Wieser. „Mit einem Erfolgserlebnis haben wir die Chance, ganz schnell wieder dran zu sein“, meint Abteilungsleiter Langer abschließend.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren