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22.06.2009

Der Traditionsteil wird deutlich aufgewertet

Nicht nur für Springreiter der Weltklasse, auch für Vielseitigkeitsreiter bietet das 2. internationale CSI Nördlingen vom 23. bis 26. Juli auf der Kaiserwiese in Nördlingen Startmöglichkeiten: Erstmals wird das traditionelle Scharlachrennen als One-Day-Event der Klasse L ausgetragen. Das heißt, wer am Sonntag beim Pferderennen starten will, der muss erst am Samstag, 25. Juli, einen One-Day-Event der Klasse L absolvieren, und um dafür eine Startgenehmigung zu bekommen, müssen bestimmte reiterliche Kriterien erfüllt sein. Um dem Nachwuchs eine Chance zu geben, dürfen die Landestrainer aus Bayern und Baden-Württemberg jeweils fünf Nachwuchsreiter über eine "Wild Card" nominieren.

Unter einem One-Day-Event der Klasse L versteht man eine klassische Vielseitigkeitsprüfung, wie diese unter anderem auch bei den Olympischen Spielen im Programm ist; hier ist natürlich der Schwierigkeitsgrad deutlich erhöht und die Teilprüfungen sind auf drei Tage verteilt.

In Nördlingen sind alle Teilprüfungen an einem Tag: Die Reiter absolvieren zuerst eine Dressurprüfung und müssen hier beweisen, dass ihr Pferd gehorsam, aufmerksam und mit entsprechendem Ausdruck geforderte Dressurlektionen erfüllt. Teil zwei ist eine Springprüfung, ein Parcours mit circa zehn bis zwölf Hindernissen, der nach Möglichkeit fehlerfrei und in der erlaubten Zeit überwunden werden muss. Abschließend geht es gegen Abend auf die Geländestrecke mit festen Hindernissen.

Eigens für die Konzeption und den Bau dieser Geländestrecke ist kürzlich der Bundestrainer der Junioren und Jungen Reiter, Rüdiger Schwarz, aus Warendorf nach Nördlingen gereist. Schwarz war unter anderem auch Kursdesigner bei den Weltreiterspielen 2006 in der Aachener Soers. Gemeinsam mit Bruno Six, dem Turnierleiter der internationalen Vielseitigkeitsturniere in Kreuth, der in Nördlingen mit Renate Gassner den One-Day-Event organisiert, hat Schwarz die Kaiserwiese inspiziert und erste Pläne für den "Kaiser-Kurs" geschmiedet.

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Ein spannender und temporeicher Kurs ...

Begeistert zeigte sich der Bundestrainer von den Platzverhältnissen. "Hier hat man Platz zum Bauen, die Strecke kann so konzipiert werden, dass die Zuschauer mühelos die meisten Geländehindernisse einsehen können. Dank der Rennbahn können wir Speedstrecken einbauen - das wird ein spannender und temporeicher Kurs", schwärmt der Bundestrainer. Für die Vielseitigkeitspremiere in Nördlingen hat Bodo Battenberg aus Zolling, der unter anderem Teilnehmer bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta war, seinen Start angekündigt.

Paul Bengesser, der gemeinsam mit Geschäftsführerin Sabine A. Scherbaum die Scharlachrennen GmbH beim Termin auf der Kaiserwiese mit Rüdiger Schwarz vertrat, sieht in diesem neuen Konzept eine deutliche Aufwertung des traditionellen Scharlachrennens, das am Sonntag die "Siegerrunde" der Vielseitigkeit ist. Beim Rennen über 1800 Meter dürfen nur die Besten an den Start. Der Sieger der Vielseitigkeitsprüfung hat am Sonntag die Pole Position.

"Nur die Allerbesten dürfen beim traditionellen Rennen um die scharlachrote Schabracke an den Start. Die Auslese ist hart, aber das neue Konzept ist zukunftsweisend und kann noch weiter ausgebaut werden. Wir haben mit Rüdiger Schwarz und Bruno Six weltweit anerkannte Fachmänner engagiert. Eigens das Hindernismaterial transportieren wir auf Lastwagen von Kreuth nach Nördlingen, es soll an nichts fehlen", kommentiert Paul Bengesser die Vorbereitungen. (hbl)

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