Fußball-Vorschau

02.10.2018

Die 1 im Fokus

Torhüter tragen in der Regel die 1 ohne großes Zutun. Um in der Tabelle die 1 vornedran zu haben, bedarf es größerer Anstrengungen. <b>Symbolfoto: Julian Leitenstorfer</b>

Für Kreisligist TSV Möttingen und Kreisklassen-Primus SpVgg Ederheim stehen am Dienstag und Mittwoch wichtige Duelle im Kampf um die Tabellenspitze an

Landkreis Weiter Vollgas geben die Fußballer der unteren Spielklassen und absolvieren von Kreisliga bis B-Klasse am „Tag der Deutschen Einheit“ bereits den zehnten Spieltag. Schon am 18. November sollen die Kicker mit ihrem seit Anfang August laufenden Mammutprogramm durch sein, um dann in eine mehr als viermonatige Winterpause zu gehen. Warum eigentlich diese Hektik mit dem so frühen Saisonbeginn und dem Saisonende schon am 18. Mai 2019, frägt sich der geneigte Fußballinteressierte, wo doch im kommenden Jahr zumindest nach unserer Kenntnis gar keine internationale Großveranstaltung ansteht. Na ja, die Spielplaner werden’s schon wissen ...

Kreisliga Nord. – Während am Tabellenende das Rieser Trio Alerheim, Marktoffingen und Deiningen einträchtig vor sich hindümpelt und zusammen gerade mal einen einzigen Sieg auf dem Konto hat (!), ist zur erweiterten Spitzengruppe aus der Region derzeit nur der TSV Möttingen zu rechnen. Der Spielplan hat für den Tabellenvierten (19 Punkte) nun ein reizvolles Kontrastprogramm zu bieten: Nach dem ungefährdeten 5:1-Erfolg gegen das Schlusslicht Alerheim am vergangenen Sonntag warten nacheinander die dicksten Brocken, die die Kreisliga Nord im Moment zu bieten hat: Am Dienstagabend geht’s im Flutlichtspiel (Anpfiff 19.30 Uhr) zum Bezirksliga-Absteiger SV Wörnitzstein-Berg (aktuell Tabellenzweiter, 21 Punkte) und am nächsten Sonntag kommt der Spitzenreiter TSV Wertingen (24 Punkte) an die Balgheimer Straße. Nach diesen beiden Härtetests wird sich zeigen, ob die Truppe von Trainer Johann Kleebauer auch weiterhin vorne mitmischen kann.

Kreisklasse Nord 1. – Nächstes Spitzenspiel für den Tabellenführer SpVgg Ederheim (22 Punkte): Nach dem 2:2 am vergangenen Sonntag gegen den TSV Oettingen müssen die Gebele-Mannen am Mittwoch zum TSV Wolferstadt (21), der nach zwei Niederlagen zum Saisonstart sieben Spiele in Folge gewonnen hat und damit auf Tabellenplatz zwei vorgerückt ist. In der selbstständigen Gemeinde im Nordosten von Wemding dürfte morgen jede Menge auf dem Sportplatz los sein: Der TSV hat mit dem Schnapszahl-Schnitt von 222 Zuschauern pro Spiel den mit Abstand höchsten Besucherzuspruch der Liga.

A-Klasse Nord. – War das die Wende? „Das wäre schön“, sagt Heiko Rieß von der SG Großsorheim-Hoppingen. Er trainiert die Harburger Stadtteilelf seit Saisonbeginn. Erst zwei Siege stehen auf dem Konto. Die Folge: ein Tabellenplatz ganz unten. „Wir haben uns erst aneinander gewöhnen müssen“, wirft Rieß ein, der vom SG Riesbürg in Baden-Württemberg ins Ries gekommen ist. Nicht nur ihn hätten die Spieler kennenlernen müssen, sondern auch er die Spieler. Außerdem habe er ein neues taktisches System eingeführt. Am Anfang nach den Punktverlusten sei man dann natürlich enttäuscht gewesen. Es gehe schlichtweg darum, wieder Selbstvertrauen ins Team zu bringen. Da sei der 2:1-Heimerfolg gegen den SV Kaisheim am Sonntag wie Balsam auf die Seele gewesen, zumal man zunächst in Rückstand gelegen sei und die Partie mit Moral gedreht habe. Gerade zu Beginn der „englischen Woche“ sei dies wichtig gewesen. Entsprechend ausgelassen sei der Erfolg dann auch im Sportheim bei der Kirchweih gefeiert worden. Er setzte darauf, dass man jetzt die Erfolgsspur gefunden habe. Der 36-jährige Rieß hofft außerdem, dass auch er bald wieder auflaufen kann, schließlich sei er als Spielertrainer verpflichtet worden. Den Kontakt hatte sein Bruder hergestellt, der in Schrattenhofen wohnt. Rieß wird wohl am Feiertag in der Partie gegen Mündling-Sulzdorf noch nicht mitwirken können, doch am Sonntag beim SC Nähermemmingen-Baldingen will er wieder auf dem Platz stehen. Noch muss Rieß viel improvisieren, ist die Liste der Verletzten bei Großsorheim-Hoppingen doch lang, „aber wenn die Jungs alle wieder fit sind, werden wir ein anderes Gesicht zeigen“. Das Ziel: „Aus dem Tabellenkeller herauszukommen.“ (mit DZ)

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