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Fußball-Bayernliga Süd

01.11.2019

Die Gäste weitaus effektiver im Abschluss

Kaum zu glauben, aber wahr: Deisenhofens Torwart (rechts) heißt tatsächlich Enrico Caruso, genau wie der berühmte italienische Tenor des frühen 20. Jahrhunderts. In dieser Szene verfehlte er den Ton, Pardon, den Ball, aber TSV-Stürmer Michael Meir konnte den Lapsus nicht nutzen. Die Gäste setzten sich gestern Nachmittag im Gerd-Müller-Stadion klar durch.
Bild: Robert Milde

Zum Start in die Rückrunde verliert der TSV Nördlingen gegen Deisenhofen klar. Die Rieser bleiben damit Tabellen-Drittletzter.

Die Tabelle der Fußball-Bayernliga Süd lügt nicht. Davon konnten sich beim gestrigen Feiertagspiel zwischen dem TSV Nördlingen und dem FC Deisenhofen 510 Zuschauer überzeugen. Die Gastgeber als Drittletzter der Tabelle waren eindeutig schlechter als die Gäste, die durch einen 3:0-Sieg auf den dritten Platz der Tabelle kletterten.

Die fast während der gesamten Partie unterlegenen Platzherren waren gegenüber dem letzten Spiel gegen den FC Ingolstadt zu einer Änderung in der Startelf gezwungen: Für den verletzten Johannes Rothgang spielte Jonathan Grimm. Völlig unbeeindruckt ob der weiten Anreise hatten die Gäste bereits in den ersten Minuten eine Dreifachchance: Zunächst touchierte eine Flanke von Tobias Rembeck das Lattenkreuz, dann traf Martin Mayer beim Abpraller aus kurzer Distanz den Gegner und die anschließende Ecke setzte Kapitän Michael Vodermeier volley knapp über das Gebälk. In der zehnten Minute bereits das 0:1, als Nicolai Geiß einen Zweikampf verlor, das Spiel mit der Vorteilsregel weiterlief und Michael Bachhuber völlig freistehend sein 13. Saisontor markierte.

Die Gastgeber bekamen keinen Zugriff auf das Spiel, die Gäste waren oft auch gedanklich einen Schritt schneller. Trotzdem hatten die Rieser nach 18 Minuten die Chance zum 1:1, im übrigen die einzige TSV-Chance der gesamten ersten Halbzeit: Valentin Köber verhinderte einen Meter vor der Torlinie bei einem Schuss von Michael Meir den Ausgleich. Die Gäste waren insgesamt dem nächsten Tor näher: Andreas Kaiser konnte Florian Schmid gerade noch zur Ecke blocken und diese Ecke köpfte Schmid nur um Zentimeter vorbei (25.). Drei Minuten später das 0:2, als Rembeck von Marco Finster klasse eingesetzt wurde und dieser souverän veredelte, obwohl er von Kaiser noch stark bedrängt wurde. Bachhuber verfehlte nach einer halben Stunde das lange Eck und erst in der Schlussphase der ersten Hälfte wieder Torannäherungen der Einheimischen durch Philipp Buser aus 20 Metern (34.) und einen Meir-Kopfball nach einer Geiß-Flanke.

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Mit dem Mute der Verzweiflung, aber häufig zu hastig

Nach dem Wechsel rannte Nördlingen schon fast mit dem Mute der Verzweiflung an, agierte aber oftmals einfach zu hastig. So waren die Chancen der Rieser nicht unbedingt hochkarätig. Der eingewechselte Julian Bosch verfehlte knapp das lange Eck (51.), Meir kam nach jeweiligen Geiß-Flanken zweimal zum Abschluss, doch effektiv und beim 0:3 in der 64. Minute fast schon genial einfach die Blauhemden: Im Stile eines Top-Teams gelassen und mit einem tollen Konter über Tobias Mugesser und dem eingewechselten David Lucksch, der den zweiten Youngster des FCD, Florian Schmid, mustergültig einsetzte. Dieser musste nur noch den Fuß hinhalten, um den Sieg final zu zementieren. Danach war der FCD dem vierten Tor deutlich näher als die Gastgeber dem Anschlusstreffer. Schmid spielte Felix Käser aus, versemmelte aber den Abschluss (82.) und Behrens verhinderte gegen Martin Mayer das 0:4 (85.).

Die letzte Chance vor dem Schlusspfiff des souveränen Schiedsrichters Michael Hochrinner (FC Grünthal, Gruppe Inn) hatten dann die Gastgeber, als Buser für Meir querlegte, der jedoch aus 17 Metern das Gehäuse verfehlte (87.). „Die Gäste waren uns in allen Belangen überlegen, sie stehen zu Recht im oberen Feld der Tabelle“, meinte TSV-Trainer Andreas Schröter, während Deisenhofens Manager Franz Perneker anmerkte: „Ein guter Start in die Rückrunde. Dass wir dieses Mal die Null halten konnten, freut mich besonders für unsere Keeperfraktion um Enrico Caruso.“

TSV Nördlingen Behrens; Kaiser, Käser, Geiß, Michel (ab 46. Schmidt), Haller, Buser, Meir, Schröter, Meyer (ab 73. Mayer), Grimm (ab 46. Bosch).

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