Kunstturnen

13.10.2018

Die Münchner Kaderschmiede

Maurice Praetorius, hier am Reck, ist einer von zwei Sechskämpfern der KTV Ries.
Bild: Jochen Aumann

Die KTV Ries tritt bei Exquisa Oberbayern an

Am Samstag reisen die Rieser Kunstturner nach Weilheim, wo sie ein schwerer Gegner erwartet. Exquisa Oberbayern ist der Gastgeber, und der wird alles dafür tun, um den zweiten Saisonsieg einzufahren. Beide Mannschaften treten mit einem gesunden Mix aus erfahrenen Turnern und Nachwuchskräften an, was einen offenen und spannenden Wettkampf verspricht.

Mit zwei Siegen in Folge haben die Rieser Turner einen Einstand nach Maß in der zweiten Bundesliga Süd hingelegt und sollten mit dem Abstieg in diesem Jahr so gut wie nichts mehr zu tun haben. Dennoch will man in diesem Jahr natürlich mehr als den reinen Klassenerhalt schaffen, und da würde sich ein dritter Sieg bestens machen. Allerdings dürfte es heute ausgesprochen schwer werden. Die Exquisas sind alles andere als ein einfacher Gegner, turnen sie doch seit mehreren Jahren in der oberen Tabellenhälfte der Liga mit.

Das haben sie vor allem ihrer konsequenten Nachwuchsarbeit zu verdanken, der schon so mancher Nationalturner entsprungen ist, unter anderem Marcel Nguyen. Daher war auch der Gewinn der Meisterschaft im Jahr 2015 keine große Überraschung.

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Da die Exquisas viele Turner verschiedener Vereine, hauptsächlich aus den beiden Leistungszentren Unterhaching und Mühldorf, im Kader haben, wird auch immer wieder an verschiedenen Orten geturnt. Daher geht es heute für die KTV nach Weilheim.

Ähnlich wie die Rieser, sind auch die oberbayerischen Turner gut in die Saison gestartet. Zwar gab es zum Saisonauftakt eine Niederlage, aber da es diese gegen den klaren Meisterschaftsfavorit StTV Singen gab und sie mit nur fünf Scorepunkten Unterschied unerwartet knapp ausfiel, war dies ein besseres Ergebnis, als im Vorfeld erwartet wurde. Am letzten Wochenende gab es dann einen klaren Sieg gegen den TSV Buttenwiesen, der den Exquisas noch mehr Selbstvertrauen geben dürfte, leisteten sie sich doch so gut wie keine Fehler.

Das Trainerteam der KTV, Wolfgang Eichmeier, Roland Grimm und Jürgen Wundel, wird auch an diesem Samstag mit der inzwischen bewährten Aufstellung in den Wettkampf gehen. So kann man erneut auf die Verstärkung aus Russland, Ilya Kibartas, zurückgreifen, der wieder an allen sechs Geräten zum Einsatz kommen wird. Auch bei Maurice Praetorius stehen wie in der Vorwoche wieder alle Geräte auf dem Einsatzplan. Mit Maximilian Henning hat man seit diesem Jahr einen weiteren Mehrkämpfer im Aufgebot, der allerdings aufgrund seiner Fußverletzung im Vorjahr vorerst nur an vier Geräten Einsätze haben wird.

Komplettiert wird das Team an den jeweiligen Geräten dann wie immer von den jeweiligen Spezialisten. Roland Hagner wird dabei das Ringeteam verstärken, während Thomas Radler am Barren und Reck wieder zu Einsätzen kommen wird. Ebenfalls an den Ringen und vor allem am Sprung wird Sven König gefordert sein. Auch Stefan Braun steht seit dem letzten Wochenende wieder im Kader der KTV und kann am Barren seinem Team helfen. Mit Lukas Leonhardt hat man einen weiteren Turner im Aufgebot, der an mehreren Geräten eine Option ist. Der Fokus liegt hier aber ganz klar auf dem Pauschenpferd und dem Reck. Zusätzlich kann Jakob Mayer am Seitpferd eingesetzt werden und natürlich an seinem Paradegerät, dem Boden. Hier ist auch Clemens König wie auch am Sprung gesetzt. Damit ist die Aufstellung für die heutige Begegnung ziemlich klar, und das Team kann sich voll und ganz auf den Wettkampf konzentrieren. (thfr)

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