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Nördlingen

15.01.2021

Die Schwimmer sitzen auf dem Trockenen

Vereins- und Freizeitschwimmer haben derzeit keinerlei Möglichkeit, ihren Sport auszuüben.
Foto: Anette Zoepf

Schwimmbäder sind geschlossen, die Vereine sind zum Nichtstun gezwungen. Welche fatalen Folge der monatelange Trainings- und Kursausfall haben könnte.

Seit Beginn der Corona-Pandemie sitzen die Schwimmerinnen und Schwimmer mehr auf dem Trockenen, als dass sie in ihr geliebtes Element Wasser springen können. Das trifft nicht nur die Vereinsschwimmer arg, sondern auch die Freizeitsportler oder diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen zum Schwimmen gehen.

Im Frühjahr vergangenen Jahres wusste noch niemand, was das für Folgen haben würde, jeder hoffte, dass sich die Lage schnell wieder normalisiert. Aber das war nur ein Wunschdenken. In den Sommermonaten verbesserte sich die Lage zwar wieder und die Betreiber der Hallen- und Freibäder machten gute Arbeit mit Hygienemaßnahmen und Sonderregeln, und trotzdem mussten die Bäder wieder schließen, da die Fallzahlen abermals zu hoch waren.

Ohne Schwimmkurse steigt die Zahl der Nichtschwimmer

Die Vereinssportler können sich zwar privat fit halten, der Schwimmsport ist aber mit viel Technik verbunden: verschiedene Schwimmstile, die von den Anfängern und Fortgeschrittenen erst einmal gelernt und dann von Training zu Training intensiver gelehrt und automatisiert werden müssen. Laufen ist eine natürliche Bewegungsform, die wir im Alltag ständig machen, das Schwimmen dagegen kann man nur mit Üben im Wasser verbessern und vertiefen. Hier haben die Vereine einen großen Rückschlag erlitten. Ganz schlimm ist es für die Nichtschwimmer, denn seit Monaten werden keine Schwimmkurse mehr angeboten. „Die Kapazität der Schwimmkurse im ländlichen Raum ist schon in den letzten Jahren begrenzt gewesen; es wird eine Herausforderung, dies nachzuholen oder wir gehen einer Nichtschwimmer-Generation entgegen“, sagt Jürgen Zucker, der Vorsitzende des 1. Schwimmvereins Nördlingen (1. SVN).

Auch die Frauen und Männer, die in der Vergangenheit aus gesundheitlichen Gründen zum Schwimmen gegangen sind, um ihre Schmerzen zu lindern oder um ganz einfach fit zu bleiben, trifft das sehr. Im Schwimmsport in Schwaben sind sämtliche Wettkämpfe für die nächste Zeit abgesagt worden, und so wie auch in anderen Sportarten kann der 1. SVN nur warten und hoffen, das die Medizin und Forschung bald soweit sind, dass sie das Virus in den Griff bekommen, damit wieder ein „normales“ Leben möglich ist. Dennoch befürchtet Jürgen Zucker, dass es dieses Jahr mehr Vereinsaustritte als in den Jahren zuvor geben wird. (pm)

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