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Kunstturnen

25.10.2017

Die „silbernen“ KTV-Buben

Umrahmt von den Trainern Nicole Hahn und Andreas Weinig, präsentieren die KTV-Youngster (von links) Henri Hahn, Simon Böhm, Niklas Weinig, Kilian Koch und Max Schäff die errungenen Medaillen und Urkunden.
Bild: Roland Grimm

Junge Rieser müssen sich bei der bayerischen Mannschaftsmeisterschaft nur dem Nachwuchs aus München geschlagen geben. Am letzten Gerät schiebt sich das Team nervenstark noch auf Rang zwei

Die jüngsten Leistungsturner der KTV Ries errangen bei den bayerischen Mannschaftsmeisterschaften in Pfuhl einen hervorragenden zweiten Platz und mussten sich nur dem Nachwuchs aus München geschlagen geben. Das Nördlinger Quartett mit Kilian Koch, Max Schäff, Simon Böhm und Niklas Weinig zeigten von Anfang an einen sehr konzentrieren und couragierten Wettkampf. Die Youngster der KTV starteten am Reck. Aufzug, Felge sowie Pendelschwünge wurden problemlos präsentiert. Besonders gut gelangen diese Elemente Simon Böhm. Am Boden sind Rad, Handstand und Felgrolle Bestandteil der anspruchsvollen Übung. Hier konnte mit seiner ausgesprochen konzentrieren Darbietung Kilian Koch besonders gefallen. Emotionsreiche Glücksmomente bescherte erneut Kilian Koch dem Trainerteam mit seinen sauberen Kreisflanken am Pauschenpferd. Perfekte Klimmzüge mit anschließenden Schwung-Kraft-Elementen waren die schweren Anforderungen an den Ringen. Hier reihte sich der athletische Max Schäff bei den Besten ein. Für Furore am Sprung sorgte ausgerechnet der jüngste Nördlinger Turnfloh und überraschte nicht nur das fachkundige Publikum mit seiner Power.

Nur ein paar Zehntel trennte vor dem letzten Gerät das drittplatzierte Team der KTV von Platz zwei. Am Barren zeigte die komplette Mannschaft der Rieser keine Nerven, und elegant zelebrierten die jungen Athleten ihre Handstandschwünge. Das Resultat war am Ende der hochverdiente zweite Platz. Eine geschlossene Mannschaftsleistung ohne Verturner, sowie an jedem Gerät jeweils eine Topübung waren ausschlaggebend für dieses gute Endergebnis.

In der Altersklasse 8 musste Henri Hahn als Einzelstarter an die Geräte. In dieser Altersklasse legen die Übungen deutlich an Schwierigkeit zu. Henri Hahn startete am Reck in den Wettkampf. Der KTV-ler begann sichtlich nervös. Das Resultat war ein Schwung zu viel, der sehr hart bestraft wurde. Die Hauptelemente am Boden, Radwende, Flick-Flack und Schweizer Handstand, bereiteten dem Nachwuchstalent aus Nähermemmingen dagegen keinerlei Probleme. Voller Elan ging es zum Pauschenpferd und dort konnte er seine Kreisflanken in guter Ausführung präsentieren. Bei den kraftraubenden Ringen wird zu Beginn bereits die Zugstemme erwartet. Diese Schwierigkeitsanforderung gelang Henri Hahn noch nicht fehlerfrei, und so wird in den nächsten Trainingseinheiten hier noch etwas nachjustiert werden müssen. Zwei unterschiedliche Varianten zeigte das Nördlinger Turntalent am Sprung. Überschlag und Salto präsentierte er dem Kampfgericht sehr souverän. Am letzten Gerät, dem Barren, schlichen sich Konzentrationsprobleme ein, anders sind die Spannungsfehler der eigentlich so sicheren Handstandschwünge nicht zu erklären. Diese Unkonzentriertheit warf ihn auf Platz 16 in der Endabrechnung zurück.

Einerseits ärgerlich, anderseits die Erkenntnis, mit den besten Jugendturnern Bayerns mithalten zu können – so das Fazit. Dies sollte genügend Motivation für die kommenden Trainingseinheiten sein. Resümierend muss man dem Rieser Nachwuchs-Quintett eine großartige Leistung bescheinigen. Lohn der intensiven und harten Vorbereitung, so die einstimmige Meinung der erfolgreichen Trainer Andreas Weinig und Nicole Hahn. (pm)

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