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Fußball Bezirksliga Nord

10.06.2015

Drei von vier Absteigern kommen aus dem Landkreis

Der Wemdinger Daniel Haller war mit neun Toren der torgefährlichste Rieser Bezirksligafußballer.
Bild: Klaus Jais

In unserem Rückblick verraten die Verantwortlichen, welche Gründe sie für das sportliche Scheitern sehen. Möttingens Trainer Stefan Ferber erklärt, warum er sich von den Schiedsrichtern benachteiligt fühlt

Die Fußball-Bezirksligasaison 2014/2015 ist zu Ende. Meister wurde der TSV Meitingen mit neun Punkten Vorsprung vor dem TSV Neusäß, der den Sprung in die Landesliga über die Relegation verpasste. Festabsteiger wurden der TSV Möttingen, die TSG Untermaxfeld und der SV Holzkirchen. Der FC Donauwörth musste in die Abstiegsrelegation und verlor gegen den Süd-Bezirksligisten SSV Wildpoldsried im Elfmeterschießen. Damit sind drei der vier Absteiger aus dem Landkreis Donau-Ries.

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Holzkirchens Abteilungsleiter Robert Stolz erklärte zum Abstieg: „Wir wollen keinesfalls jammern und freuen uns auf eine kommende Saison mit unserem Trainer Bernd Taglieber und zusammen mit unserer Reserve in der Kreisliga auf eine Menge Derbys“. Gründe für den Abstieg seien der nicht allzu große Kader, der zudem von argen Verletzungssorgen geplagt war, gewesen. Alle 30 Spiele bestritten nur Christoph Greiner, Torwart Andreas Schröppel und Julian Rau.

Beim TSV Möttingen absolvierte gar nur Bernd Hager alle 30 Spiele. Die Möttinger hatten einen vergleichsweise guten Saisonstart mit einem dritten Platz nach den Spieltagen fünf und sechs. Am elften Spieltag lagen die Möttinger erstmals auf einem Direktabstiegsplatz und ab dem 18. Spieltag hing die rote Laterne ausschließlich beim TSV. Nur 26 Treffer erzielten die Möttinger, so wenig wie keine andere Mannschaft. Nach den Gründen des Abstiegs befragt, meinte der scheidende Trainer Stefan Ferber durchaus selbstkritisch: „Es waren mehrere Kleinigkeiten, die in Summe einfach dazu führen, dass der Abstieg die logische Konsequenz war. Natürlich gehöre ich als Trainer da genauso dazu.“

Drei von vier Absteigern kommen aus dem Landkreis

Der FC Donauwörth ist in einer unrühmlichen Bilanz ganz vorne

Die Saison des TSV Wemding spielte sich in der unteren Tabellenhälfte ab. Rang neun am 21. und 24. Spieltag war die beste Platzierung. Am neunten Spieltag waren die Wallfahrtsstädter sogar auf dem letzten Platz zu finden. An immerhin 16 Spieltagen waren die Wemdinger auf einem der drei Direktabstiegsplätze. Obwohl er nur 19 Spiele absolvierte, wurde Daniel Haller mit neun Toren der torgefährlichste Akteur beim TSV Wemding.

Fairste Mannschaft war der TSV Zusmarshausen, Zweiter der Fairnesswertung wurde der TSV Rain/Lech und auf Rang drei landete der SV Holzkirchen mit 55 gelben Karten, drei gelb-roten und zwei roten Karten. Letzter dieser Wertung wurde der FC Donauwörth mit der Rekordzahl von sieben roten Karten. Allein Maik Malik sah dreimal die rote Karte und Spielertrainer Volkan Cantürk war mit zwei roten Karten auch nicht gerade ein Vorbild. Bemerkenswert: Der TSV Möttingen bekam 2015 keinen einzigen Elfmeter zugesprochen. Trainer Ferber hierzu: „Manchmal hatte ich schon den Eindruck, dass man unbewusst gegen uns pfiff. 2015 hat mich gelehrt, dass mit sinkendem Tabellenplatz auch deine Lobby beim Schiedsrichter sinkt.“ Für den Verein, das Team und ihn sei die Saison eine Erfahrung gewesen, aus der alle Beteiligten wachsen könnten. „Ich für meinen Teil bin dankbar für diese Schule. Und für meinen Nachfolger hoffe ich, dass es auch die Teile der Mannschaft sind, die die Schuld nicht bei sich, sondern den anderen suchen.“

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