Newsticker

Markus Söder moniert: Die Corona-Pandemie werde schöngeredet
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Lokalsport
  4. Ein Nördlinger Erfolg, der Flügel verleihen könnte

Fußball-Bayernliga Süd

18.10.2020

Ein Nördlinger Erfolg, der Flügel verleihen könnte

Torjubel nicht ganz corona-gerecht, aber die Brust überträgt keine Viren oder? Alexander Schröter und Simon Gruber (Nummer 14), zwei der drei Nördlinger Torschützen beim gestrigen 3:1-Erfolg in Regensburg.
Bild: Christian Brüssel

Plus Der TSV Nördlingen setzt sich überraschend in Regensburg durch und gibt im Abstiegskampf ein vernehmbares Lebenszeichen von sich. „Ein toller Sieg auch für die Moral“, glaubt der Trainer.

Die Bayernliga-Fußballer des TSV Nördlingen haben beim SSV Jahn Regensburg II ein deutliches Lebenszeichen im Abstiegskampf gezeigt. Sie gewannen gestern in der Oberpfalz etwas überraschend, aber hochverdient.

Nach anfänglichem Abtasten, bei dem das Heimteam mehr Spielanteile hatte, nahm die Partie mit dem Führungstreffer von Alex Schröter so richtig Fahrt auf. Patrick Michel zog eine Flanke in den Rücken der Abwehr und Alexander Schröter nutzte die mangelnde Absprache in der Heimdeckung per Kopfball technisch sauber aus – 0:1 (8. Min.). Nur eine Zeigerumdrehung später lief Regensburgs Goalgetter Stowasser alleine auf Daniel Martin zu, doch der Stürmer überlegte zu lange und visierte nur das Außennetz an (9.). Große Verunsicherung dann auf dem Nördlinger Bank, denn mit Daniel Martin (Oberschenkel) und Florian Wenninger (Rückenprobleme) mussten gleich zwei Spieler auf einmal das weitere Engagement beenden. Andre Behrens und Jakob Mayer ersetzten die Verletzten (15.). Nach einem Foul an Schröter und der folgenden gefährlichen Freistoßflanke von Manu Meyer verpasste Simon Gruber erst per Kopfball und beim Nachschuss zielte Nicolai Geiß direkt auf den Torwart (17. Min.).

Die Heimelf zeigte insbesondere bei Kontern ihre hohe Spielqualität und enormes Tempo. Ein weiterer Nackenschlag für die Rieser in der 24. Minute, als auch die vergangene Verletzung von Nicolai Geiß neuerlich auftrat. Er wurde durch Jonathan Grimm ersetzt, der im weiteren Verlauf im zentralen Mittelfeld immer mehr Stabilität erreichte und eine hohe Zweikampf-Erfolgsquote verzeichnete. Bereits mit seiner ersten Parade gegen den Abschluss von Elias Beck zeigte Andre Behrens in der 25. Spielminute, dass er an diesem Tag nur sehr schwer zu überwinden sein würde. Nach Ballgewinn von Schröter ging Daniel Holzmann auf und davon, bediente Gruber, der jedoch nur noch mit der Fußspitze am langen Pfosten an den Ball kam (35.). Holzmann hatte Gefallen an seinen Soli gefunden und so war er von Profi Tom Baack nur noch durch ein Foul im Strafraum zu halten. Den fälligen Elfmeter verwandelte Simon Gruber eiskalt zum 0:2 (37.). Der SSV Jahn zog nochmals das Tempo an und wollte unbedingt noch vor dem Halbzeitpfiff zum Anschlusstreffer kommen. Erst verpasste Fabian Vogl per Kopfball, doch nach Hackentrick von Profi Jan George auf Stowasser knallte der Ex-Augsburger das Leder aus sieben Metern zum 1:2 in den Winkel (41.). Wieder Jan George bediente Außenbahnspieler Alexander Nandzik, doch das Außennetz rettete für den TSV.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Gäste übernehmen nach der Pause die Initiative

Nach dem Wechsel hatte das Trainerteam Kerscher/Ranftl die Rieser auf die schnellen Regensburger besser eingestellt und so konnte Nördlingen das Spiel mit mentaler Stärke und Laufbereitschaft immer mehr an sich reißen. Ein Holzmann-Solo landete noch im Toraus, ein Fernschuss vom lautstarken Jakob Mayer verfehlte das Ziel und ein Abschluss von Patrick Michel landete in den Armen von Kevin Kunz (49./52./59.). So war das dritte Nördlinger Tor nicht überraschend, das Manuel Meyer aus kurzer Entfernung per Abstauber gelang. Auf der rechten Seite leistete wieder Holzmann über Gruber und Schröter die Vorarbeit (60.). Simon Gruber hätte allein vor dem Keeper nachlegen können, agierte jedoch zu unentschlossen (64.). Jahn gab sich noch nicht geschlagen, doch wieder Stowasser und Ilhami Medineli fanden in Andre Behrens ihren Meister (67./70.). Einen Konter mit Überzahlsituation setzte schließlich Daniel Holzmann neben das Tor .).

Eine Volleyabnahme von Stowasser parierte André Behrens sensationell und läutete so eine wahre Abwehrschlacht in den letzten 15 Minuten ein. Einen direkten Freistoß setzte Stowasser um Zentimeter neben das Gehäuse. Holzmanns Fernschuss und die Einwechslungen von Mirko Puscher und Julian Bosch sorgten für Entlastung. Als schließlich die starken Nördlinger Innenverteidiger Felix Käser und Nico Schmidt den letzten Versuch von Julian Ziegler im Fünf-Meter-Raum mit vereinten Kräften abwehrten, war der überraschende, aber hochverdiente Auswärtssieg unter Dach und Fach.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren