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Fechten

16.12.2014

Ein Wochenende mit dem „Maitre d’armes“

Fechtmeister Michael Müller-Hewer (rechts) bei einer Lektion.
Bild: mgv

Fechtmeister Michael Müller-Hewer beim TSV zu Gast

Ein ganz außergewöhnliches Fecht-Wochenende fand in Nördlingen statt. Unter Leitung von Fechtmeister (Maitre d’armes chargé d’escrime artistique) Michael Müller-Hewer aus Lausanne ging es um Rapierfechten und Fechten mit zwei Händen. Zu den Nördlinger Fechtern, die großteils auch Kurfürstlich Bayerische Landsknechte sind, gesellten sich Gäste aus Amberg, Nürnberg und „Recken“ der Rieser Schwaben.

Wenn es um Fechten auf der Bühne, im Theater und in großen Filmproduktionen geht, dann kommt man an Michael Müller-Hewer kaum vorbei. Als Waffenmeister hat er seit Jahren bei großen Inszenierungen und Produktionen seine Hand im Spiel. Er wirkt im Hintergrund, doch ohne ihn läuft nichts. Natürlich als klassischer Fechtmeister ausgebildet, hat er sich aber seit Langem auf die historischen Varianten des Fechtens spezialisiert und schöpft aus breitem Wissen.

Das kam den Nördlinger Fechtern gleich mehrfach zu Gute. Zum einen wurden Bewegungsabläufe und Haltungen verinnerlicht, die auch auf der Planche beim Sportfechten wichtig sind.

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Zum anderen wurde die Bühnenpräsenz der historischen Fechter einen großen Schritt weiter gebracht. Bereits zum Nördlinger Stadtmauerfest 2013 und in Oettingen beim Historischen Markt 2014 traten die TSV-Fechter mit den Kurfürstlich Bayerischen Landsknechten erfolgreich auf. Das historische Fechten hat in den vergangenen zwei Jahren einen festen Platz in der Fechtabteilung des TSV und bringt wunderbar Historie und modernes Sportfechten zusammen. Haben doch alle zunächst nur historisch fechtenden Mitglieder mittlerweile auch Spaß am Sportfechten gefunden und auch einige Sportfechter fechten nun historisch. Der Tenor aller Teilnehmer an der Wochenendveranstaltung in der Schillerhalle Nördlingen war voll des Lobes an Meister Müller-Hewer. Äußerst sachkundig, sympathisch und interessant brachte er sein Wissen an den Mann bzw. die Frau. „Ein Wochenende mit Wiederholungsgarantie!“, so Michael von Gumppenberg, Abteilungsleiter der TSV Fechter. „Unsere Fechter haben große Fortschritte gemacht und der Kameradschaftsgeist wurde enorm gefestigt.“

Die Nördlinger Fechter würden sich freuen, wenn auch Interessenten für das historische Fechten kommen würden. Ab etwa 12 Jahren kann man hier einsteigen aber auch junge Erwachsene sind als neue Fechter willkommen.

Wer sich fürs Fechten interessiert kann gerne jederzeit am Montag und am Donnerstag ab 17.30 Uhr in der Hermann-Keßler-Halle in Nördlingen vorbei schauen.(mgv)

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