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Basketball

14.06.2019

Eine junge Europameisterin für die Angels

Die Vertragsunterzeichung von Julia Förner beim Angels-Sponsor Varta Storage hatte durchaus Symbolcharakter. Die 18-Jährige könnte ein Energiebringer für das Nördlinger Team werden. Von links: Sportvorstand Kurt Wittmann, Sponsoring-Chef Peter Struck, Julia Förner, Varta-Mitarbeiterin Lea Oßwald und 2. Vorsitzender der BG Donau-Ries, Christof Gelle.

Julia Förner hat zusammen mit Luisa Geiselsöder für den größten Erfolg eines deutschen Jugendnationalteams gesorgt. Nun will die Bambergerin in Nördlingen den nächsten Schritt in ihrer sportlichen Karriere gehen.

Julia Förner aus Bamberg gewann mit der deutschen U18-Nationalmannschaft im Sommer 2018 bei der Europameisterschaft in Italien die Goldmedaille. Es war ein historisches Ereignis, weil das noch nie einem deutschen Basketball-Jugendnationalteam, männlich oder weiblich, zuvor gelungen war. An Julia Förners Seite stand Angels-Spielerin Luisa Geiselsöder in der Startformation. In der kommenden Saison werden beide Nachwuchsspielerinnen wieder mit dem gleichen Trikot auflaufen, diesmal allerdings eine ganze Spielzeit lang, mit dem Xcyde-Angels-Trikot.

Dem Angels-Management ist es gelungen, die 1,80 m große Aufbauspielerin ins Ries zu holen. Bislang spielte Förner in ihrer Heimatstadt Bamberg in der Jugend-Bundesliga WNBL und in der Zweitliga-Mannschaft, dort übrigens auch unter einem Nördlinger Coach: Konstantin Hammerl.

Nachdem die 18-Jährige ihre schulische Laufbahn mit einem glänzenden Abitur abschließen konnte, wagt sie nun den nächsten Schritt in ihrer sportlichen Karriere und geht in die erste Liga. Bevor sie sich für ein Studium entscheidet, will Julia Förner sich erst einmal mithilfe diverser Praktika orientieren und sich voll auf Basketball konzentrieren. Um diese kurzfristigen Ziele in Angriff zu nehmen, schien ihr Nördlingen mit seiner nachweislich hervorragenden Jugendförderung der richtige Standort. Sie sagt: „Ich glaube, dass jetzt, also vor dem Studium, die Zeit ist, auch mal in der ersten Liga Erfahrungen zu sammeln. Auch das selbstständige Leben zählt hier zu den Erfahrungen, die meiner Meinung nach sehr wichtig sind. Die erste Liga wird sicher ein anderes Niveau sein und deshalb ist es gut, mich neben Praktika nur auf Basketball konzentrieren zu können. Danach setze ich meinen Fokus auf das Studium.“

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Coach Ajtony Imreh sieht Julia Förner durchaus als wichtiges Puzzleteil in seinem Angels-Team mit der Aussicht auf signifikante Spielzeit. Hinter den beiden Guards Vorpahl und Meynadier kann sich die athletische Oberfränkin entwickeln, ohne die ganz große Verantwortung schultern zu müssen. Ihre Größe und ihre Vielseitigkeit sind Aspekte, die jeder Coach gern in sein Team integrieren würde. „Julia kann werfen, aber auch den Ball bringen. Sie kann ihre Mitspielerinnen in Szene setzen und aggressiv verteidigen,“ ist sich der Trainer sicher, eine gute Verstärkung für seine Mannschaft bekommen zu haben. Und er fügt hinzu: „Außerdem wird sie sich durch die hohe Trainingsintensität und -häufigkeit der Erstligamannschaft in sämtlichen Aspekten verbessern.“

Bevor die Fränkin ihre Zelte im Ries aufschlägt, stehen noch internationale Herausforderungen auf dem Plan: im Juli die U19-WM in Bangkok und dann Anfang August die U18-EM in Sarajevo, wo Julia Förner wohl als Starting Point Guard gesetzt ist. Wenn am 20. August Trainingsstart in Nördlingen ist, weht dann wieder internationale Basketball-Luft ins Ries.

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