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Fußball-Vorschau

15.11.2018

Er zeigt, wo’s lang geht

Dominik Kohnle ist der Taktgeber und „Torschütze vom Dienst“ bei seinem Heimatverein FSV Reimlingen. Künftig wird er zusammen mit Robin Helmschrott auch als Trainer des Teams im Einsatz sein.

Plus Dominik Kohnle ist der wichtigste Akteur des Kreisligisten FSV Reimlingen. Im RN-Interview spricht er über seine beeindruckende Vorrundenstatistik, den künftigen Trainerjob und die Treue zum Heimatverein.

Stürmer werden im Fußball für gewöhnlich an nackten Zahlen gemessen. Das war schon bei Gerd Müller so, und das ist bei Dominik Kohnle nicht anders. Letzterer, erfolgreicher Angreifer beim Kreisliga-Vierten FSV Reimlingen, hat in mittlerweile 108 Spielen für seinen Heimatverein 151 Tore geschossen (Quelle: FuPa.net) – eine Trefferquote, die in der Region kein anderer Stürmer in dieser Konstanz vorweisen kann.

Herr Kohnle, angesichts Ihrer überragenden Leistungen und Statistiken in den vergangenen Monaten würden wir Sie zum Spieler der Herbstrunde küren, ohne dass wir gerade einen „Fußball-Oscar“ zur Hand haben. Würden Sie diesen Titel akzeptieren?

Dominik Kohnle: Natürlich freue ich mich über Ihre Wertschätzung, aber man sollte das Ganze nicht zu hoch hängen, sondern das gesamte Team betrachten.

23 Tore in 16 Spielen sind schon eine Hausnummer, aber zusätzlich noch 13 direkte Torvorlagen bedeuten, dass Sie an 36 der bislang 46 Reimlinger Tore beteiligt waren. Zudem sind Sie bereits zehnmal in die „Elf der Woche“ unseres Internet-Portals FuPa.net gewählt worden. Kennen Sie solche Statistiken oder sind Ihnen derlei Zahlenspiele egal?

„Was zählt, ist der Erfolg der Mannschaft“

Kohnle: Natürlich sind das super Zahlen, die ich gerne mitnehme, aber es werden auch wieder andere Zeiten kommen. Deswegen lege ich auf Zahlenspielereien keinen Wert, was zählt, ist der Erfolg der Mannschaft.

Ein klein wenig Wasser müssen wir dann doch in den Wein gießen: Die jüngste 1:4-Niederlage beim Derby in Möttingen war schon bitter oder?

Kohnle: Die Niederlage in Möttingen war angesichts der vielen Fehler in unserem Spiel tatsächlich bitter, unter dem Strich aber verdient. Jetzt haben wir gegen Hainsfarth die Chance, diese Schlappe vergessen zu machen und unserem Trainer mit drei Punkten einen würdigen Abschied zu bereiten.

Unter dem Strich steht der FSV Reimlingen, der fast jedes Jahr als Saisonziel lediglich den Klassenerhalt oder einen Mittelfeldplatz angibt, mit Rang vier und bereits 31 Punkten bombig da. Geht noch was ganz nach vorne?

Kohnle: Realistisch gesehen glaube ich nicht, aber abschreiben wollen wir natürlich auch nichts. Aber Mertingen und Wertingen spielen eine super Runde und werden es vermutlich untereinander ausmachen.

Ihr Trainer David Wittner, Sie haben es gerade schon angesprochen, wird am kommenden Sonntag das FSV-Team im Heimspiel gegen Hainsfarth das letzte Mal betreuen und sich dann unter anderem auf den OB-Wahlkampf in Nördlingen konzentrieren. Welchen Anteil hat Wittner am guten Reimlinger Abschneiden und auch an Ihrer persönlichen Entwicklung?

Kohnle: Nicht nur ich, sondern auch die ganze Mannschaft bedauert, dass David uns im Winter verlässt. Er hat sehr großen Anteil an der Entwicklung unserer Mannschaft, er weiß genau, wo er ansetzen muss. Für ihn spricht auch unser derzeitiger Tabellenplatz. Nicht nur jetzt, sondern auch während meiner Zeit beim TSV Nördlingen (in der Saison 2015/16, die Red.) hat er mich immer unterstützt und stetig gefördert. Ich wünsche ihm persönlich alles Gute und viel Erfolg bei der anstehenden Oberbürgermeister-Wahl 2020 in Nördlingen.

Übergangsweise werden Sie und Robin Helmschrott das Training in der restlichen Rückrunde leiten. Besteht die Gefahr, dass Sie selber dann nicht mehr in absoluter Top-Form auflaufen können, weil Sie sich zu sehr um die gesamte Mannschaft kümmern müssen?

Kohnle: Ich glaube nicht, nein. Ich versuche natürlich, topfit und in Topform vorneweg zu gehen. Wir haben eine super Truppe und Robin und ich verstehen uns ebenfalls sehr gut.

Nach dem Derby gegen Hainsfarth beginnt eine mehr als viermonatige Punktspielpause. Wie sind die Reimlinger Planungen für die Hallensaison?

Kohnle: Wir nehmen wie gewohnt an der Hallenkreismeisterschaft und am Nördlinger Weihnachtsturnier am zweiten Weihnachtsfeiertag teil. Weitere Anfragen habe ich noch nicht erhalten.

Technikerschule nach dem Ende Ihrer Lehre zum Zerspanungsmechaniker, Trainer-B-Lizenz in Oberhaching, Torjäger, jetzt auch noch Trainer –sind Sie mit Ihren gerade mal 24 Jahren unbegrenzt belastbar oder können Sie Ihr Leben einfach nur gut organisieren?

Kohnle: Selbstverständlich hat die Technikerschule Vorrang, die Trainer-B-Lizenz werde ich erst im kommenden Sommer erwerben. Den Eignungstest dafür habe ich bereits erfolgreich absolviert. Ich werde weiterhin versuchen, mein Bestmögliches für die Mannschaft zu tun, jetzt nicht nur als Torjäger, sondern auch als Trainer.

Vor gut zwei Monaten haben Sie im Gespräch mit unserer Zeitung schon einmal erklärt, in Reimlingen bleiben zu wollen. Nach Ihren überragenden Statistiken könnte es durchaus sein, dass der eine oder andere höherklassige Verein vor der nächsten Saison anklopft. Bleibt es beim Bekenntnis zu Ihrem Heimatverein?

Kohnle: Ich habe dem FSV Reimlingen für die kommende Saison 2019/2020 mein Wort gegeben, darüber hinaus habe ich mir noch keinerlei Gedanken gemacht.

Zur Person: Dominik Kohnle, 24, spielt seit der Saison 2013/14 für seinen Heimatverein FSV Reimlingen bei den Aktiven, unterbrochen nur von einem Abstecher zum TSV Nördlingen in der Saison 2015/16. Nach seiner Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker bei der Firma Ohnhäuser absolviert er derzeit die Technikerschule in Nördlingen.

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