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04.11.2019

Erfolgsgeschichte mit vielen Facetten

Herbstliches Gruppenbild (von links hinten): Jugendwartin und Vorstandsmitglied Barbara Heilbronner-Zuber mit Therapiepferd Jessika, Vereinsvorsitzender Hans Hülsenbeck, Stellvertreterin Alexandra Merle, Sophia Hiesinger, Reitlehrerin Sonja Kärcher, Hanna Tremel-Wunderle, Elisabeth Huber, Victoria Hartmann, Übungsleiterin Jutta Brenner, Valerie Brenner auf Shakira sowie (vorne) Mariella Zuber und Viktoria Bundschuh.
Foto: Christina Zuber

Der Reitverein St. Georg blickt auf Turniererfolge zurück und baut die Jugend- und Inklusionsarbeit weiter aus

Der Reit- und Fahrverein St. Georg blickt auf eine erfolgreiche Saison 2019 zurück. Der Vereinsvorsitzende Hans Hülsenbeck freut sich besonders, dass sowohl der Breitensport, als auch der Leistungssport ausgebaut werden konnte. Dies führt er vor allem auf die intensiven Bemühungen um Kinder und Jugendliche in der Nachwuchsarbeit zurück.

Täglich finden im Reitverein St. Georg auf der Kaiserwiese Angebote und Unterricht statt – für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Handicap. Unter den vielen Nachwuchsreitern, die bei Reitlehrerin Sonja Kärcher unterrichtet werden, hat sich die erst achtjährige Viktoria Bundschuh besonders engagiert. Sie hat mit dem Basispass die erste offizielle Prüfung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) absolviert und ihren praktischen Unterricht damit ergänzt.

Als Lehrerin an der Mittelschule Nördlingen lehrt Übungsleiterin Jutta Brenner Kindern der „Offenen Ganztagsklasse“ einmal pro Woche den Umgang mit Pferden und Reiten – ein sehr beliebtes und stets ausgebuchtes Angebot. „Persönlich freue ich mich, dass Jutta Brenner, die selbst seit Jugendzeit aktives Vereinsmitglied ist, hier in der Nachwuchsarbeit engagiert ist“, sagte Hülsenbeck.

Die Zusammenarbeit des Reitvereins mit der Lebenshilfe Donau-Ries ist weiterhin ein Gewinn für beide Seiten. Durch das Engagement von Vereinsvorstand Veronika Skutta (Offene Behindertenarbeit der Lebenshilfe Donau-Ries) konnte ein neues Therapiepferd gekauft werden. Gefördert wurde der Kauf von „Aktion Mensch“ mit 5000 Euro. Das Pferd Jessika wird in den nächsten Monaten vollständig für die Bedürfnisse der einzelnen Klienten ausgebildet. Federführend ist dabei die Jugendwartin Barbara Heilbronner-Zuber, die seit über 20 Jahren Erfahrung im Therapiereiten hat. Aktuell wird das Therapeutische Reiten an vier Tagen angeboten, sowohl über das Jugendamt im Rahmen der Eingliederungshilfe, als auch für Privatpersonen, zum Beispiel für Menschen mit Multipler Sklerose oder nach Schlaganfall. „Reiten ist ein schöner Sport für jedermann und das bilden wir hier im Verein ab“, sagt Jugendwartin Heilbronner-Zuber.

Wichtig ist dem Reitverein St. Georg auch die Förderung im Leistungssport. So steht mit Schwabens größter Reithalle ein idealer Trainingsort für Dressur- und Springreiter zur Verfügung. Regelmäßig organisiert Vorstandsmitglied Tanja Tomic auch Dressurkurse mit namhaften Trainern. Klaus Krüp unterrichtet Springreiten auf hohem Niveau und bringt immer wieder interessante Trainer nach Nördlingen.

Neu im Turniergeschehen ist seit diesem Jahr Victoria Hartmann. Sie konnte sich mit ihrer jungen Stute „Schöne“ in der Dressur-Klasse E platzieren. Mit bestandenem „Reitabzeichen 5“ kann die 17-Jährige zukünftig auch in höheren Klassen starten. Mariella Zuber ist es nach zahlreichen Schleifen in Gold und Silber in der Führzügelklasse gelungen, sich zum Saisonende bei ihrer ersten Teilnahme im Reiterwettbewerb auf dem dritten Platz zu behaupten. Die Neunjährige hat außerdem den Basispass absolviert. Valerie Brenner stellte ihre Vielseitigkeit in dieser Saison unter Beweis. Auf ihrer Stute Shakira hat die Zwölfjährige zahlreiche Platzierungen in Dressur und Springen errungen. In Thierhaupten siegte sie im Mai im Präzisionsparcour. Sie profitierte vom Vereinstrainer Klaus Krüp und belohnte sich in den Springprüfungen mit Gold und Silber. Um in Zukunft auch in höheren Klassen starten zu können, hat Valerie das „Reitabzeichen 5“ abgelegt.

Mit ihrem Spitzenpony Dynamite bildete Hanna Tremel-Wunderle ein besonderes Erfolgs-Duo. Mehrere goldene Schleifen in Dressur-Wettbewerben waren der Lohn für ihr Talent. So erreichte die Elfjährige zum Beispiel beim Turnier in Altentrüdingen eine Traumnote von 8,0. Auch sie hat sich für die Zukunft vorbereitet und mit dem „Reitabzeichen 5“ die Weichen gestellt, um in höheren Klassen an den Start gehen zu können.

Einen großen Schritt in ihrer reiterlichen Karriere macht nun die 16-jährige Sophia Hiesinger. Nach Erreichen der Altersgrenze und drei erfolgreichen Jahren im Schwaben-Pony-Kader steigt sie aufs Großpferd um. Sie hat mehrere Siege in E- und A-Dressuren mit Höchstnoten erreicht und war deshalb auch Mitglied im Achter-Team Bayern.

Für das Frühjahr 2020 planen die Verantwortlichen wieder ein Reitturnier auf der Kaiserwiese, auch mit Jugendprüfungen. (zub)

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