26.01.2009

Fehlstart in den dritten Satz

Erlebten die Volleyballdamen des FSV Marktoffingen die Bayernliga bisher als einen wunderbaren Ausflug durch eine neue Welt des Sports, so spüren sie nach der dritten Niederlage in Folge nun auch die unangenehmen Stürme dieser gehobenen Sportebene. In Grönenbach mussten sie sich mit 1:3 dem hoch motivierten und auf eine Revanche für die Hinspielniederlage lechzenden Mitaufsteiger geschlagen geben. Damit schmolz der Vorsprung auf die hinter dem FSV liegenden Teams etwas zusammen. Mit den 14:12 Punkten können die Rieserinnen aber nach wie vor zufrieden sein.

Vorsichtiger Beginn

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Nach vorsichtigem Beginn bis zum 6:6 fanden die Gastgeberinnen schneller ins Spiel. Der FSV agierte vor allem im Aufschlag und im Angriff fehleranfällig und zu wenig aggressiv. Dies verwunderte umso mehr, da die FSV-Abwehr um die aufmerksame Libera Simone Stark gute Arbeit ablieferte. Am Netz verfing sich der durchsichtige FSV-Angriff immer häufiger in dem starken Block der Allgäuerinnen. Über 15:8 und 17:9 wuchs der Vorsprung der Heimmannschaft bedenklich an. Erst die eingewechselte Steffi Oettle sorgte mit einer guten Aufschlagserie dafür, dass der FSV zurück ins Spiel fand. Beim 15:25 nahm Grönenbach eine Auszeit und fand danach wieder in die erfolgreiche Spur zurück (25:18). Die deutlichen Worte von Trainer Wizinger in der Satzpause verfehlten ihre Wirkung nicht. Fortan stand ein weitaus kampfstärkerer und risikobereiterer FSV auf dem Feld.

Ab dem achten Punkt lagen sie dank zweier kleiner Serien von Theresa Wizinger und der neben Manuela Liebhäuser stärksten FSV-Spielerin Maresa Stimpfle immer mit drei bis vier Punkten vorne. Manuela Liebhäuser und Steffi Oettle gelang es nun immer häufiger, in der Mitte mit ihrem Block dichtzumachen.

Fehlstart in den dritten Satz

Maresa Stimpfle blieb es vorbehalten, mit vier weiteren Aufschlägen den Satzausgleich zu sichern. Anstatt dort weiterzumachen, wo sie nun nach langer Anlaufzeit angekommen waren, leisteten sich die FSV-Damen mit 3:13 einen fetten Fehlstart in den wichtigen dritten Satz.

Mit der Einwechslung von Moni Kunert und Steffi Stimpfle sowie einer erneuten Aufschlagserie der Spielerin, die sich am effektivsten gegen die drohende Niederlage stemmte, Maresa Stimpfle, gelang der Anschluss (14:19), aber die fast fehlerfrei spielenden Grönenbacherinnen konterten immer wieder geschickt bis zum 18:25-Satzgewinn.

Im vierten Satz nahm man sich beim FSV noch einmal vor, alles zu geben, um in den Tiebreak zu kommen. Das merkte man dem Team auch an. Der Satz war noch einmal eine ganz knappe Sache mit packenden Szenen und langen Ballwechseln. In den entscheidenden Szenen hatte aber Grönenbach, das nach eigenen Angaben eines seiner besten Saisonspiele zeigte, eine passende Antwort parat. Mit 25:22 ging das Spiel verdient verloren.

Die FSV-Damen haben nun eine Woche Zeit, um ihren Kopf nach der dritten Niederlage in Folge freizubekommen. Dort müssen wieder die Lockerheit und Unbekümmertheit, die den Aufsteiger lange Zeit so stark machten, Einzug finden. Sie sollten sich heute schon auf das nächste Spiel gegen Friedberg am Sonntag (13 Uhr) freuen. (jw)

FSV: Theresa Wizinger, Steffi, Rebekka und Maresa Stimpfle, Moni Kunert, Manuela Liebhäuser, Simone Stark, Johanna Wecker, Steffi Oettle.

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