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Fußball-Bayernliga Süd
09.03.2020

Bayernliga-Saison noch nicht abgehakt

Jonas Halbmeyer (im grünen Trikot) muss sich gegen Robin Ungerath (links) und Bruno Ferreira Goncalves behaupten.
Foto: Klaus Jais

Nördlingen schafft gegen Wasserburg nur ein Unentschieden

Es war zwar das siebte Spiel in Folge ohne Sieg für den TSV Nördlingen, doch dem Team war deutlich anzumerken, dass es die zweite Saison in der Bayernliga noch lange nicht abgehakt hat. Im ersten Spiel ohne Erfolgstrainer Leo Haas (zum SV Wacker Burghausen) musste sich der TSV 1880 Wasserburg mit einem 1:1 gegen Schlusslicht Nördlingen begnügen, schaffte dadurch aber den Sprung auf Rang zwei.

Alexander Schröter (14.) hatte die Rieser in Führung gebracht. Michael Barthuber (46.) glich aber unmittelbar nach der Pause aus und verhinderte beim Debüt des neuen Wasserburger Trainergespanns mit Michael Kokocinski und Niki Wiedmann eine Niederlage. Schon das Hinspiel zwischen beiden Teams endete in Nördlingen 1:1. Es war ein schwierig zu bespielendes Geläuf, denn vor dem Spiel hatte es bereits heftig geregnet und auch in der zweiten Hälfte setzte Regen ein. Dazu kam ein bayernligauntaugliches Flutlicht. Dennoch kamen die Gäste besser ins Spiel als die Einheimischen. Nach einem Zuspiel von Johannes Rothgang auf Philipp Buser war Torwart Dominic Zmugg einen Tick vor dem TSV-Kapitän am Ball. In der 14. Minute bereits die Gästeführung: Julian Bosch spielte auf Daniel Holzmann, dessen weitgezogene Flanke von Alexander Schröter eingeköpft wurde. Jean-Philippe Stephan verletzte sich dabei und musste minutenlang behandelt werden. Sechs Minuten später sah Buser für sein erstes Foul im Spiel die gelbe Karte, auf der anderen Seite blieb Michael Barthuber selbst nach mehreren Fouls unbelastet. Die Gäste kontrollierten das Spiel und als Holzmann unverhofft in Ballbesitz kam, machte er zu wenig aus dieser Gelegenheit (28.). Die Gastgeber kamen kaum in Tornähe und nach 32 Minuten verlängerte Stephan eher zufällig einen Schuss in Richtung Tornähe. Die Oberbayern machten eher durch ein grobes Foul von Sebastian Weber an Bosch auf sich aufmerksam, wofür der emsige Weber die gelbe Karte erhielt. Ihre erste wirkliche Chance hatten die Platzherren nach einem Sololauf ihres Torjägers Robin Ungerath, doch Torwart Andre Behrens bestand seine erste Bewährungsprobe (40.). Die letzte Aktion vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Thomas Sprinkart (Burgberg/Ostallgäu) hatten die Gäste, als Bosch auf Holzmann spielte und dessen Hereingabe von Buser zum vermeintlichen 0:2 eingenetzt wurde. Auf sporttotal.tv ist zu sehen, dass die Abseitsentscheidung eine Fehlentscheidung war.

In der zweiten Hälfte waren keine 60 Sekunden gespielt, als den Gastgebern der Ausgleich gelang. Lukas Knauer spielte auf Winterneuzugang Keanu Wohlfahrt und dessen Flanke köpfte Barthuber zu seinem siebten Saisontor ins Netz. Dies war das Signal zu verstärkten Angriffsbemühungen. Auf der anderen Seite wurde Manuel Meyer von Höhensteiger im Strafraum gefoult, doch anstatt sich fallen zu lassen, spielte sich der Wemdinger ohne wirklichen Vorteilsgewinn bis zur Torauslinie durch (65.). Die größeren Chancen hatten die Löwen: So lief Ungerath alleine auf Torwart Behrens zu, hob aber den Ball über das Tor (76.). Manch brenzlige Szene im Gästestrafraum wurde mit Glück und vereinten Kräften bereinigt.

Stimmen zum Spiel

Andreas Schröter, Trainer des TSV Nördlingen: „Ich bin letztlich mit dem Remis schon zufrieden. Wir haben in der ersten Halbzeit den Gegner gut bespielt und unsere Möglichkeiten einen Tick besser genutzt. In der zweiten Hälfte gelang den Gastgebern der verdiente Ausgleich, insgesamt hatten sie in Abschnitt zwei die besseren Möglichkeiten. Man hat gesehen, dass meine Mannschaft noch lebt. Wir wollen noch weg vom letzten Platz, wobei nach dem Pullacher Sieg faktisch wohl nur noch Schwaben Augsburg zum Überholen bleibt. Ein Sonderlob gebührt dem kopfballstarken Jakob Mayer, der die Ruhe hatte und keinen einzigen Ballverlust hatte.“

Michael Kokocinski, Trainer des TSV Wasserburg: „Für mich war das Remis eher ein Punktverlust. Wir waren die ersten 30 Minuten überhaupt nicht auf dem Platz und haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Wir sind verdient in Rückstand geraten, was aber die einzige Gästechance war. Es resultierte aus einem Absprachefehler zwischen Torhüter und Innenverteidiger. In der Halbzeit habe ich taktisch umgestellt und die Jungs motiviert wieder Fußball zu spielen. Wir hatten dann außer dem Tor noch weitere drei hundertprozentige Chancen. Wir nehmen die zweite Halbzeit mit ins nächste Spiel.“

TSV 1861 Nördlingen: Behrens; Rothgang, Mayer, Schmidt, Geiß, Holzmann, Buser (ab 87. Grimm), Halbmeyer, Meyer, Schröter (ab 78. Gruber), Bosch (ab 72. Pesut).

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