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TSV Oettingen

26.05.2015

Fußball als Mittel der Integration

Gruppenbild nach einem unterhaltsamen und freundschaftlichen Fußballvergleich zwischen den „Alten Herren“ des TSV Oettingen und einer Auswahl aus dem Asylbewerberheim
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Gruppenbild nach einem unterhaltsamen und freundschaftlichen Fußballvergleich zwischen den „Alten Herren“ des TSV Oettingen und einer Auswahl aus dem Asylbewerberheim

Vergleich zwischen der AH und einer Auswahl des Asylheims. Nach dem Spiel wurde groß aufgekocht

Es war ein schönes Fest, das der TSV Oettingen auf seinem Sportgelände Am Weißen Kreuz auf die Beine stellte. Gegen Asylbewerber aus dem örtlichen Heim hatten die „Alten Herren“ des Vereins nicht nur ein Fußballspiel organisiert, sondern die Bevölkerung auch zu einem anschließenden völkerverbindenden Treffen eingeladen. Dazu gab es ein sehr schmackhaftes gemeinsames Essen, das Jürgen Müller vom TSV gemeinsam mit Asylanten bis zum Spielende in der Sportheimküche gezaubert hatte. Das gemeinsame Beisammensein von Oettingern mit Asylbewerbern bei einem vorzüglichen Essen mit Lamm, Rind, Huhn mit Reis sowie geschmortem Gemüse war schließlich genauso wichtig wie zuvor das Spiel auf dem Platz.

„Weltauswahl“ zur Halbzeit mit 2:0 in Führung

Dazu waren unter Leitung von Heinz Möbus Bewohner des Oettinger Asylantenheimes gegen die Oettinger AH angetreten. Bei den TSV-Senioren hatte ein Großteil der Auswahlspieler schon seit geraumer Zeit mittrainiert, wie der Oettinger AH-Betreuer und Mitorganisator des Treffens, Christoph Kohnle, nach dem Spiel sagte. Zumindest in der ersten Halbzeit war die Auswahl mit Spielern aus Afrika und Asien dann sogar die überlegene Mannschaft und schoss eine 2:0-Führung heraus.

Nach dem Wechsel waren es dann überraschenderweise die älteren Oettinger Fußballer, die das Heft wieder in die Hand nahmen und ausgleichen konnten. Schließlich waren es die Gastgeber, die dank eines Strafstoßes sogar noch knapp mit 4:3 gewannen.

Doch das Endergebnis war eigentlich das Unwichtigste an diesem Fußballspiel. Wichtig war, dass Einheimische und Fremde versuchten, gemeinsame Interessen im Sinne der Integration zu finden. Schließlich werde in der Fürstenstadt seit Jahren die Asylarbeit groß geschrieben, so Bürgermeisterin Petra Wagner vor Ort. Sie lobte in diesem Zusammenhang vor allem das Engagement des Oettinger Integrationstreffs. Dieser habe sich unter Mitarbeit vor allem von Annemarie Leigert, Beate Günther und Beate Molder zu einem wichtigen Treffpunkt für die rund 70 Asylbewerber, die momentan in der Wörnitzstadt leben, entwickelt.

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