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Fußball-Bayernliga Süd

01.09.2019

Gäste nutzen ihre Chancen gnadenlos effektiv

Da hält sich der junge Nördlinger Jonathan Grimm (im grünen Trikot) mit dezentem bis kräftigen Griff ans Trikot gleich zwei Gegenspieler vom Leib. Vielleicht ging’s aber auch nur darum, beim Slalom um die Kontrahenten die Balance zu behalten.
Bild: Dieter Mack

Nördlinger 1:5 (1:2)-Niederlage bringt den ausgeglichenen Spielverlauf nicht zum Ausdruck. Die drei entscheidenden Tore der Regensburger fallen innerhalb von sieben Minuten.

Das Ergebnis klingt brutal, doch es spiegelt nicht die tatsächlichen Verhältnisse wider: 1:5 (1:2) unterlag der TSV Nördlingen dem SSV Jahn Regensburg II und kassierte damit die bislang höchste Saisonniederlage. Insbesondere in den ersten 25 Minuten der zweiten Hälfte lag aber das 2:2 mehrfach in der Luft, ehe die Oberpfälzer mit dem 1:3 in der 70. Minute ihren Negativlauf mit zuletzt vier Niederlagen in Folge stoppten.

Nördlingens Trainer Andreas Schröter war gezwungen, die siegreiche Mannschaft der Vorwoche zu ändern: Die Kreuzprobleme von Nico Schmidt verhinderten einen Einsatz, sodass Patrick Michel in die Anfangself rückte. Die erste gute Chance hatten die Rieser in Person von Philipp Buser, der nach einem Holzmann-Zuspiel versäumte seine bisherige Saisonausbeute (ein Tor) zu verbessern (3.). Zwei Minuten später prüfte Holzmann aus spitzem Winkel Torwart Merlin Rudzki. Nach sechs Minuten führte der erste Angriff der Gäste gleich zum 0:1: Nicolas Wähling köpfte eine exakte Flanke ebenso exakt ins lange Eck. Es kam noch schlimmer für die Platzherren: Ilhami-Ediz Medineli behauptete sich im Strafraum gleich gegen mehrere Rieser und schloss mit einem unhaltbaren Schuss ab (8.). Bei den Platzherren war nahezu an jeder gefährlichen Aktion Daniel Holzmann beteiligt. In der achten Minute flankte er noch zu nah vors Tor, doch mit einer tollen Ball-eroberung an der Torauslinie leitete er die zweite TSV-Großchance ein, bei der Alexander Schröter genau auf Torwart Rudzki zielte (18.). Das Chancenplus war eindeutig bei den Gastgebern: Marco Haller auf Holzmann, doch in der Mitte fand sich kein Abnehmer. Dann blockte Fabian Vogl einen Schröter-Schuss zur Ecke und Lucas Schmitt rettete bei einer Rothgang-Möglichkeit kurz vor der Linie. In der 38. Minute fiel das Anschlusstor durch einen von Marco Haller sicher verwandelten Elfmeter. Der Zugriff von Schmitt an Holzmann war nicht unbedingt elfmeterwürdig, doch die Summe mehrerer Fouls an Holzmann ließ Schiedsrichter Maximilian Ziegler (FC Lindach) auf den Punkt zeigen.

Ausgleich war mehrmals möglich

Die zweite Hälfte begann vielversprechend: Manuel Meyer steckte durch auf Schröter, dessen Rückpass erreichte Holzmann, doch Torwart Rudzki parierte erstklassig (49.). Der SSV-Keeper war auch zur Stelle, als Holzmann ansatzlos aus 18 Metern abgezogen hatte (52.). Während der ersten 25 Minuten der zweiten Halbzeit waren die Gäste nur bei einem Standard gefährlich: Torwart Andre Behrens lenkte den Freistoß von Thomas Stowasser über die Latte (56.). Die Bemühungen der Heimelf wurde nach 70 Minuten jäh beendet, denn nach einem tollen Zuspiel von Medineli auf Wähling ließ dieser den zu schnell angreifenden Michel ins Leere laufen und beim abgefälschten Schuss zum 1:3 sah Torwart Behrens nicht gut aus. In der 73. Minute fiel das 1:4 durch einen Flachschuss des eingewechselten Valentin Gressel. Auch dieser Treffer schien haltbar, waren doch zwischen Torpfosten und Keeper gerade mal 50 Zentimeter. Weitere drei Minuten später sogar das 1:5, als die komplette TSV-Defensive desorientiert wirkte und Stowasser nur noch das leere Tor treffen musste. Für beide Teams war das Spiel gelaufen und nicht wenige der 420 Zuschauer gingen frühzeitig nach Hause.

TSV Nördlingen Behrens; Rothgang, Geiß, Mayer, Holzmann, Buser (ab 76. Meir), Haller, Meyer (ab 61. Dammer), Michel, Grimm (ab 84. Bosch), Schröter

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