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Basketball

28.02.2015

Gefahr durch schnelle Hände

Moritz Trieb (hinten) ist noch in bester Erinnerung aus dem Spiel gegen Herzogenaurach. Vorn im Bild Philipp Bühler. Beide könnten gegen Rosenheim ordentlich Spielzeit bekommen.
Bild: Jochen Aumann

Die Giants spielen heute um 19.30 Uhr gegen Rosenheim

Eine Woche bevor die Giants TSV 1861 Nördlingen zum Gipfeltreffen der Regionalliga Südost beim FC Bayern München 2 antreten, empfangen sie am heutigen Samstagabend dessen Kooperationsverein, den SB DJK Rosenheim, in der heimischen Hermann-Keßler-Halle.

Die Rosenheimer starteten mit sieben Niederlagen in die Saison, setzten dann allerdings ein erstes Ausrufezeichen und gewannen beim damaligen Tabellendritten – dem TSV Oberhaching. Mittlerweile haben sie sechs Siege auf dem Konto, schlugen unter anderem den TSV Breitengüßbach und Hapa Ansbach.

Ihre derzeitige Leistungsstärke bekamen auch die Longhorns aus Herzogenaurach zu spüren, bei denen sich die Giants am vergangenen Wochenende bekanntlich erst nach zähem Ringen durchsetzen konnten.

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Die Mittelfranken wurden von ihnen mit einer ordentlichen 50:84-Packung im Gepäck auf den Heimweg geschickt. Die Rieser dürfen das Spiel – obwohl die Tabellensituation sie als klaren Favoriten ausweist – keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, denn sie fuhren auch als Favorit nach Schwabing und kehrten mit einer Niederlage zurück. Trainer Bob Miller, seit 30 Jahren eine feste Größe im Rosenheimer Basketball, hat sein Team seit dem Hinspiel auf den großen Positionen wirkungsvoll ergänzt. Seit sieben Spieltagen agieren Marco Lachmann und Steffen Lautner neben dem Brüderpaar Hlatky und Severin Weigel unter den Körben. Lachmann bringt es auf durchschnittlich 16 Punkte und acht Rebounds, Lautner auf sieben Punkte und vier Abpraller.

Auf den kleinen Positionen verlässt sich Miller auf Timo Fliege (zwölf Punkte und drei Abpraller pro Spiel), Elias Weigel, Arne Steinhauer und Peter Breitfeld. Der Spitzenspieler der Mannschaft ist der US-Amerikaner Jguwon Hogges. Der für herkömmliche Basketballer mit einer Körpergröße von lediglich 1,73 m relativ kleine Hogges ist der Lenker des Rosenheimer Spiels. Doch er kümmert sich nicht nur um den Spielaufbau, sondern liefert auch noch die meisten Korbpunkte ab und ist neben Lachmann der eifrigste Kämpfer um die abgeprallten Bälle. Durchschnittlich 24 Zähler und sieben Rebounds sind seine regelmäßige Ausbeute.

Mit insgesamt 406 bisher erzielten Zählern liegt er derzeit hinter Jordan Talbert (412) auf Platz zwei der aktuellen Korbjägerliste der Regionalliga Südost. Er ist auf dem Spielfeld überall zu finden, versucht sich von der Dreipunktelinie und zieht, wenn immer sich eine Lücke auftut mit ungeheurer Geschwindigkeit zum Korb. Bei diesen Aktionen versteht er sich darauf rund zehn Freiwürfe pro Spiel herauszuschinden, um diese dann mit hoher Treffsicherheit zu verwandeln.

Die Oberbayern versuchen durch Ballgewinne, die sie mit Steilangriffen abschließen, ein schnelles Spiel aufzuziehen und kommen hierdurch auf die gleiche Anzahl von Wurfversuchen pro Begegnung wie die Rieser. Die Giants müssen sich also vor den schnellen Händen der Gäste in Acht nehmen, denn in Sachen „Ballklau“ haben diese eindeutig die Nase vorne. Die Vorteile der Rieser liegen dagegen in der mannschaftlichen Geschlossenheit. Durchschnittlich 17 direkte Ballvorlagen sind das Markenzeichen der Giants. Rosenheim bevorzugt die Einzelaktionen und kommt dadurch nur auf rund zehn dieser sogenannten Assists.

Schwachpunkte erkannt

Mario Matic, der Trainer der Nördlinger, gibt sich wie gewohnt – vorsichtig: „Mein Kollege Bob Miller ist ein absoluter Kenner. Er hat die Schwachpunkte in seiner Mannschaft erkannt und sie deshalb auf den großen Positionen entsprechend verstärkt. Wir unterschätzen keinen Gegner und haben uns während der Woche auf die neue Situation vorbereitet. Wir wollen dieses Spiel nicht abgeben, sondern unseren Fans einen unterhaltsamen Abend bieten.“ Spielbeginn ist in der Hermann-Keßler-Halle wie immer um 19.30 Uhr.

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