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Basketball-Bundesliga Frauen

26.11.2018

Harte Landung der Angels

Rashida Timbilla (im Vordergrund) ist zusammen mit zwei Braunschweigerinnen zu Boden gegangen. Im wichtigen Heimspiel gab es gestern Abend eine böse Enttäuschung für die Angels.
Bild: Jochen Aumann

Nach zuletzt drei Heimsiegen in Folge gibt es ausgerechnet gegen den bisher wenig erfolgreichen Aufsteiger Braunschweig einen unerwarteten Rückschlag. Schon am Mittwoch geht’s in Saarlouis weiter

Wieder ein nervenraubendes Spiel, wieder eins, das erst in den letzten Sekunden entschieden wird, diesmal mit 62:66 zugunsten des Gegners aus Braunschweig. Die Neuverpflichtung der Niedersachsen, Shawnte Goff, führte ihr Team in den entscheidenden Phasen des Spiels zum Auswärtssieg.

Die Angels starteten sehr konzentriert in die Partie gegen den Tabellenletzten aus Braunschweig und legten schnell eine 12:3-Führung vor. Die junge Truppe aus dem Norden war sichtlich beeindruckt von dem Tempo, das die Nördlinger anschlugen. Wären da nicht einige völlig überflüssige Ballverluste produziert worden, wäre eine Vorentscheidung schon zu diesem frühen Zeitpunkt möglich gewesen. Doch die gefühlte offensichtliche Überlegenheit verleiteten Racic und Co. zu Nachlässigkeiten. Da wurde unsauber gepasst, ungenau geworfen und dem Löwenrudel aus Braunschweig der rote Teppich ausgerollt, doch bitte wieder ins Spiel zu kommen. Einladung angenommen, auf 13:14 verkürzt, und das nach 15 gespielten Minuten. Offensivspektakel sieht anders aus.

Zu oft verzettelten sich Sami Hill und Aleks Racic in kopflose Einzelaktionen, statt nach klaren Angriffs-systemen unter den Korb zu spielen. Und so kam, was kommen musste: Zwei Dreier von Braunschweigs Schwedin Claesson und die Gäste lagen mit 23:20 in Führung. Xcyde-Kapitän Laura Geiselsöder war es zu verdanken, dass die Angels dennoch mit einer Führung in die Pause gehen konnten. Sie besorgte sämtliche Punkte zum 26:23-Halbzeitstand.

Wer gedacht hatte, die Gastgeber würden nun wieder furios starten, sah sich getäuscht. Beim 28:28 hatte auch Coach Pat Bär genug und versuchte sein Team in einer Auszeit anzustacheln mit allem, was seine Stimmbänder hergaben, auch dies allerdings ohne Wirkung. Wenn der Schlendrian mal eingekehrt ist, kriegt man ihn kaum wieder aus dem Haus. Braunschweig scorte jetzt ausschließlich an der Freiwurflinie und durch ihre Neuverpflichtung Shawnte Goff, die ihre 1-gegen-1-Qualitäten ausspielte und ihrem Team im Alleingang zu einer 42:36-Führung verhalf.

Als die Gäste anfingen, sich sogar abzusetzen, fasste sich Sami Hill ein Herz, traf den ersten Angels-Dreier des Spiels, holte ein Offensivfoul heraus und legte defensiv die starke Goff kurzzeitig an die Kette. Dann noch eine gekonnte Bewegung von Luisa Geiselöder unter dem Korb und die Angels hatten das Geschehen beim 52:47 eigentlich wieder im Griff.

Im entscheidenden Moment fehlen die beiden Center

Etwas zu früh schaltete die Bär-Truppe darauf in den „Crunchtime“-Modus, denn noch waren fünf Minuten zu spielen und Nördlingens Top-Center hatten beide Foulprobleme. Wenig später saßen beide mit fünf Fouls auf der Bank und mussten zusehen, wie ihre Kolleginnen den greifbar nahen Sieg aus der Hand gaben.

Fazit: Trotz Reboundüberlegenheit müssen die Angels die Punkte abgeben und verpassen damit die Chance, sich eindeutig von den Abstiegsrängen nach oben abzusetzen. Bereits am Mittwoch muss man nach Saarlouis reisen und vielleicht gelingt es ja dort, die Punkte mitzunehmen und vielleicht sogar ohne Nervenflattern bei Mannschaft und Fans.

Xcyde Angels Luisa Geiselsöder (11), Aleksandra Racic (12), Laura Geiselsöder (4), Amenze Obanor (2), Rashida Timbilla (11, 18 Rebounds), Anni Mäkitalo (8) , Sami Hill (10), Pauline Steinmeyer, Heta Äijänen und Magaly Meynadier (4).

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