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Schwimmen

12.05.2015

Harter Kampf um Qualifikations- und Bestzeiten

Leonie Oppel hat sich erstmals für die süddeutsche Meisterschaft qualifiziert.

Gleich sechs Nördlinger haben heuer die „Norm“ für die Süddeutsche geschafft

Das Schwimmteam aus Nördlingen startete in der Besetzung Annett Becker, Jannik Förch, Leonie Oppel, Emely und Melina Preinesberger, Ella Rath sowie Robin Schiele beim Sparkassen-Cup in der Hanna-Stockbauer-Schwimmhalle in Erlangen. Über zwei Tage lieferten sich knapp 650 Athletinnen und Athleten aus 60 Vereinen, die aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren, spannende Wettkämpfe. Meist ganz vorne dabei waren dabei die Rieser Wassersportler, für die es um die Qualifikation zu den süddeutschen und deutschen Meisterschaften ging.

Robin Schiele konnte einmal mehr überzeugen und beendete seine Rennen über 200 m Brust (2:57,00) und 200 m Lagen (2:40,95) mit deutlichen Bestzeiten auf dem Siegerpodest. Über die 100 und 400 m Freistil konnte er seine bisherigen Saisonbestleistungen bestätigen und ließ seiner Konkurrenz über 200 m Freistil ebenfalls mit neuer Bestzeit (2:18,80) keine Chance.

Ella Rath lieferte ebenfalls gute Ergebnisse ab. In einer Zeit von 4:53,41 (400 m Freistil) unterbot sie die Qualifikationsnorm für die süddeutschen Meisterschaften und könnte nächste Woche in Bayreuth ihren Saisonhöhepunkt schwimmen, wenn man sich für eine Meldung entscheidet. Die Rückenspezialistin zeigte auch über 50, 100 und 200 m Rücken ihr Können und erzielte neue persönliche Rekorde.

Melina Preinesberger feierte nach einer halbjährigen Pause ein gelungenes Comeback. Sie startete über 50 und 100 m Schmetterling sowie 50 und 100 m Freistil. Aufgrund der langen Trainingspause konnte sie ihre Bestzeiten natürlich nicht angreifen, blieb aber deutlich über den Erwartungen des Trainerteams und wird möglicherweise ebenfalls an den süddeutschen Meisterschaften teilnehmen, für sich das Schwimmtalent bereits vor ihrer Erkrankung qualifizieren konnte. Herausragend dabei ihr Rennen über 50 m Freistil, das sie in einer Zeit von 0:29,22 beendete.

Ihre kleine Schwester Emely steigerte sich gegenüber dem Heidenheimer Schwimmfest vor zwei Wochen noch einmal deutlich. Sie erzielte bei fast all ihren Starts neue persönliche Rekorde; hervorzuheben hierbei ihre Rennen über 100 m Freistil (1:13,25), 200 m Freistil (2:44,81) und 400 m Freistil (5:42,33).

Leonie Oppel überraschte positiv über die 400 Freistil-Strecke, die alles andere als ihre Lieblingsstrecke darstellt. Sie schraubte ihren persönlichen Rekord, der erst vor zwei Wochen aufgestellt wurde, um knapp zehn Sekunden auf 5:04,87 herunter und blieb dabei nur 1,5 Sekunden über der Norm für die süddeutschen Meisterschaften. Noch knapper war es über 50 und 100 m Rücken. Dort blieb sie lediglich 0,24 bzw. 0,75 Sekunden über der Norm, wurde aber mit zwei Goldmedaillen für ihre Leistungen getröstet. Am zweiten Tag wollte sie von „knapp drüber“ nichts mehr hören und unterbot die Norm über 200 m Freistil und 200 m Rücken.

Jannik Förch blieb bei seiner neuen Bestzeit über 200 m Lagen nur knapp über der Drei-Minuten-Grenze (3:00,37). Auch über 100 m Rücken und 100 m Freistil konnte er sich weiter steigern und beendete sein bestes Rennen in einer Zeit von 1:11,97 (100 m Freistil). Über 200 m Rücken schwamm er sich sogar auf das Siegerpodest. In einer Zeit von 2:53,49 belegte er einen hervorragenden zweiten Platz.

Annett Becker, die die Qualifikation zu den süddeutschen und deutschen Meisterschaften bereits in der Tasche hatte, konnte ihre gute Form bestätigen. Während auf den kurzen Strecken trotz Bestzeit über 50 m Schmetterling (0:30,73) die Spritzigkeit fehlte, verbesserte sie ihre persönlichen Rekorde über 200 m Lagen um über fünf Sekunden (2:29,38) und auch über 200 m Brust setzte sie ihre Bestzeit um knapp fünf Sekunden auf nun 2:53,70 herab. Auch am zweiten Tag setzte Annett Becker neue „Duftmarken“; sie knackte über 100 m Schmetterling in einer Siegerzeit von 1:09,27 erstmals die 70 Sekunden und gewann auch über 200 m Freistil gegen starke Konkurrenz.

Carmen Luff musste ihre Starts in Erlangen verletzungsbedingt absagen. Mit einer prognostizierten Pause von acht bis zehn Wochen wird die Saison für Carmen wohl gelaufen sein, was nach erfolgreicher Qualifikation für die deutschen Meisterschaften umso tragischer ist. Die Langstreckenspezialistin hätte in Berlin sehr gute Chancen auf eine Finalteilnahme gehabt und würde dem Team dort sehr fehlen.

Für die Schwimmsportler geht es nun in die heiße Saisonphase. Sechs SVN-Sportler, so viele wie lange nicht mehr, haben die erforderlichen Normen für die süddeutschen Meisterschaften, die am kommenden Wochenende in Bayreuth bzw. Würzburg stattfinden, unterboten und sind startberechtigt. (mfü)

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